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·1. Februar 2026
"Spielentscheidende Szenen": Schiri-Ärger beim MSV Duisburg

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Nach vier ungeschlagenen Spielen und zuletzt zwei Siegen zum Auftakt der Rückrunde musste der MSV Duisburg beim SSV Ulm eine Niederlage hinnehmen. Neben der eigenen enttäuschenden Leistung haderten die Gäste auch mit zwei strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen.
Nach dem Spiel hatte Dietmar Hirsch ordentlich Redebedarf. Schnell führte sein Weg zu Schiedsrichter Sebastian Hilsberg, dem er energisch seine Meinung sagte. Denn der MSV-Trainer war mit einigen Entscheidungen des Unparteiischen nicht einverstanden und bezeichnete diese bei "MagentaSport" als "unglücklich". Zunächst wurde Patrick Sussek unmittelbar vor dem 0:1 bei einem Konterversuch vom Ulmer Niklas Kölle zu Fall gebracht. Geahndet wurde die Szene nicht. "Vor dem Tor wird Sussek ganz klar gehalten auf der Seite vom Schiedsrichterassistenten. Er ist klar vor seinem Gegenspieler. Das muss er sehen. Das war ein ganz klares Foul und gelbe Karte. Dann fällt das Tor nicht", kritisierte Hirsch, wobei das Tor anschließend aus einer neuen Spielsituation heraus entstand.
Zudem hatte er ein Foul an Florian Krüger gesehen, der in der 73. Minute bei seinem Schussversuch behindert wurde und zu Fall ging. Aus Sicht des MSV-Trainers hätte es Elfmeter geben müssen. "Da ist ganz klar der Fuß drauf (von Max Brandt; d. Red.). Für mich waren das zwei spielentscheidende Szenen", beklagte Hirsch, der aber ergänzte: "Trotzdem waren wir nicht gut heute und haben verdient verloren. Aber so Spiele hat man mal, das muss man dann akzeptieren." Kapitän Alexander Hahn wollte dagegen erst gar nicht auf die umstrittenen Situationen eingehen, sondern hinterfragte die eigene Leistung: "Der Schiri hat nichts mit der Niederlage zu tun. Wir haben selber einfach schlecht gespielt, und dann will ich darüber gar nicht reden."
Zweifellos hatte der MSV nicht seinen besten Tag und lief der Musik fast immer hinterher. "Wir waren nicht griffig. Wir waren nicht so gierig auf die zweiten Bälle. Wir waren nicht kompakt und haben den Gegner so ins Spiel kommen lassen. Wenn wir unser normales Gesicht zeigen, gewinnen wir heute", ärgerte sich Hirsch über den schwachen Auftritt seiner Elf gegen eine Mannschaft, die kein "Übergegner" gewesen sei. Doch insbesondere mit Leon Dajaku, der immer wieder gefährlich von der linken Seite flankte, hatten die Zebras ihre Probleme. "Darauf haben wir hingewiesen, konnten es aber nicht verhindern", so Hirsch.
Nicht nur gegen den Ball fehlte Duisburg der Zugriff. Auch nach vorne lief nicht viel zusammen. "Selber waren wir heute auch nicht effektiv vor dem Tor. Wir haben nur einmal richtig aufs Tor geschossen, ansonsten nur Halbchancen. Das war ärgerlich", bemängelte der MSV-Coach. "Wir hatten keine Spielkontrolle, haben die Bälle wieder zu leicht verloren, waren zu fahrlässig. Das war zu viel Larifari. Wir haben heute keinen Punkt verdient", stellte Hahn fest. Durch die Niederlage verlor Duisburg die Tabellenführung an Energie Cottbus und liegt nur noch einen Punkt vor dem drittplatzierten VfL Osnabrück. "Jetzt heißt es: knallhart analysieren, schütteln und dann geht es Sonntag schon wieder in Verl weiter", blickte der MSV-Kapitän auf das anstehende Topspiel voraus. Dieses wird er nach seiner fünften gelben Karte allerdings verpassen.








































