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·20. Juni 2026
Spielfreude, Defensivarbeit und Backup für Sane: 3 To-Dos des DFB gegen die Elfenbeinküste

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Game on für das zweite Gruppenspiel der DFB-Elf. Nach dem überzeugenden 7:1 gegen Curacao wartet mit der Elfenbeinküste nun ein deutlich anderes Kaliber auf die Mannschaft von Julian Nagelsmann. Worauf wird es heute besonders ankommen?
Schon dieses zweite Gruppenspiel wird ein deutlich besserer Gradmesser dafür sein, wie stark diese deutsche Mannschaft tatsächlich ist. Kann die Offensive auch gegen defensiv stabilere Gegner saubere Chancen herausspielen? Ist die Restverteidigung stabil genug für Teams mit deutlich mehr Tempo und individueller Qualität als Curacao? Und kann Joshua Kimmich einen Top-Flügelspieler wie Yan Diomande wirklich über 90 Minuten in Schach halten? Erste belastbare Antworten darauf gibt es heute Abend ab 22:00 Uhr.
Das 7:1 zum Auftakt war eindrucksvoll, die Einordnung bleibt aber wichtig. Bei allem Respekt vor Curacao, doch die Karibikinsel dürfte bislang die schwächste Mannschaft des Turniers gewesen sein.
Mit der Elfenbeinküste wartet nun eine Auswahl, die vor allem in der Offensive über deutlich mehr Qualität verfügt. Yan Diomande von RB Leipzig ist aktuell in aller Munde. Nach einer Debütsaison mit über 20 Scorern weckte der 19-Jährige das Interesse von Schwergewichten wie Paris Saint-Germain und Liverpool.
Diomande bringt genau die Attribute mit, die Deutschlands Außenverteidiger vor Probleme stellen können. Er ist trickreich, geradlinig und enorm schnell. Damit wird das Duell auf den Außenbahnen zur echten Reifeprüfung für die DFB-Elf. Denn auch auf der anderen Seite wird mit Amad Diallo oder Bazoumana Toure hohe Qualität auf dem Feld stehen. Besonders spannend wird sein, ob das zuletzt überzeugende Duo aus Brown und Kimmich auch gegen einen Flügelspieler dieses Kalibers bestehen kann.
Klar ist aber auch: Nicht nur die Außenverteidiger sind gefragt. Die Restverteidigung muss insgesamt deutlich sauberer stehen als gegen Curacao. Durch die Tiefenläufe von Felix Nmecha entwickelt Deutschland offensiv zwar Wucht, in der Rückwärtsbewegung ergaben sich zuletzt aber immer wieder Lücken. Genau dort muss Nagelsmann ansetzen.
Kaum eine Personalie wird derzeit so kontrovers diskutiert wie Leroy Sane. Öffentlich wird er kritisch gesehen, intern von Trainerteam und Mitspielern geschützt. Wie so oft liegt die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen. Gegen Curacao hielt Sane die Breite gut, entzerrte das deutsche Spiel und ist mit seiner Physis weiterhin ein Faktor. Gleichzeitig leistete er sich erneut einige folgenschwere Fehlpässe, traf nicht immer die richtigen Entscheidungen und ließ eine Großchance liegen.
Es ist völlig legitim, dass Julian Nagelsmann seiner Überzeugung vertraut. Er kennt die Spieler deutlich besser als die vielen Bundestrainer im Land. Trotzdem wird es wichtig, im Turnierverlauf eine verlässliche Alternative aufzubauen. Gegen Curacao ließ er Sane 90 Minuten durchspielen, Optionen wie Jamie Leweling oder Maximilian Beier wurden nicht getestet.
Gerade mit Blick auf die kommenden Aufgaben braucht Deutschland einen Spieler, der sofort hineinfindet, wenn Sane einen schwächeren Tag erwischt. Spätestens gegen die Elfenbeinküste sollte Nagelsmann deshalb im Spiel reagieren und eine Alternative ernsthaft ausprobieren. Unabhängig davon, wie man Sane bewertet: Die DFB-Elf braucht auf dieser Position einen funktionierenden Back-up.
Mit dem 7:1 gegen Curacao hat die DFB-Elf die Euphorie im eigenen Land zumindest ein Stück weit angefacht. Gegen die Elfenbeinküste kann sie nun nachlegen. Mit einem überzeugenden Auftritt würde die Stimmung rund um das Team noch einmal deutlich steigen.
International gilt Deutschland ohnehin als eine der spannendsten Mannschaften des Turniers. Junge Hoffnungsträger wie Florian Wirtz, Jamal Musiala, Aleksandar Pavlovic oder Nathaniel Brown stehen für Dynamik und Kreativität, ergänzt von erfahrenen Größen wie Kai Havertz, Joshua Kimmich und Manuel Neuer.
Die Atmosphäre rund um dieses Team steht vor einem wichtigen Moment. Gelingt erneut ein Auftritt mit Spielfreude, Intensität und Energie, kann das Land endgültig vom Turnier mitgerissen werden. Um eine alte Fußballweisheit zu zitieren: „Geht raus und spielt Fußball.“







































