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·10. Juli 2026

Spielrecht, Investoren, Kader: Bei 1860 ist noch vieles offen

Artikelbild:Spielrecht, Investoren, Kader: Bei 1860 ist noch vieles offen

Bei Drittliga-Absteiger TSV 1860 München sind wenige Tage vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison noch zahlreiche Fragen offen. Nach dem Abstieg in die Regionalliga kämpfen die Löwen weiterhin mit den Folgen seiner wirtschaftlichen Schieflage. Ob und unter welchen Voraussetzungen der Spielbetrieb aufgenommen werden kann, ist derzeit weiterhin ungeklärt.

Die Zeit drängt

Nach Angaben der "Bild" befindet sich die Lizenzgesellschaft (KGaA) in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Insolvenzverwalter Max Liebig prüft demnach verschiedene Möglichkeiten, den Verein gemeinsam mit potenziellen Investoren zu stabilisieren. Gleichzeitig sorgt die ungeklärte Rolle von Investor Hasan Ismaik weiter für Unsicherheit. Ein zentrales Problem betrifft auch den Spielbetrieb. Das Spielrecht liegt inzwischen bei einer neu gegründeten Spielbetriebs-GmbH des Vereins, jedoch besitzen viele Profis noch Verträge mit der insolventen KGaA. Arbeitspapiere für die neue Gesellschaft wurden bislang offenbar noch nicht abgeschlossen.


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Hinzukommt, dass die insolvente KGaA und die neue Spielbetriebs-GmbH derzeit parallel existieren. Hinter den Kulissen wird laut der "Abendzeitung" juristisch um die Frage gerungen, welche Gesellschaft das Spielrecht künftig ausüben kann. Problem: Wichtige Verträge – etwa für das Grünwalder Stadion, das Trainingsgelände sowie Bereiche wie Ticketing und Sponsoring – laufen weiterhin über die KGaA.

Die Zeit drängt: Bereits Mitte Juli steht die erste Runde des Landespokals an, für den 1860 gemeldet ist. Sollte der Verein nicht antreten können, drohen nach Informationen der "Bild" sportrechtliche Konsequenzen und eine Geldstrafe. Der Bayerische Fußball-Verband hat den Münchnern im Spielplan bereits einen spielfreien ersten Regionalliga-Spieltag eingeräumt, um zusätzliche Zeit für die Klärung der offenen Fragen zu schaffen.

Suche nach Übergangslösungen

Um den Saisonstart zu ermöglichen, arbeitet die Vereinsführung um Präsident Gernot Mang laut der "Bild" an Übergangslösungen. Demnach wird unter anderem geprüft, Spieler und Infrastruktur der KGaA vorübergehend gegen eine Lizenzgebühr zu übernehmen. Der "Abendzeitung" zufolge haben zudem weitere Investorengruppen ihre Unterstützung angeboten. Gleichzeitig sammelten die Fans in mehreren Spendenaktionen nach Angaben der Zeitung knapp 500.000 Euro für den Verein. Die Summe gilt zwar als wichtiges Zeichen des Zusammenhalts, dürfte den erheblichen Finanzbedarf des TSV aber nur zu einem kleinen Teil decken.

Damit bleibt bei 1860 München kurz vor dem Saisonstart vieles in der Schwebe. Neben der finanziellen Zukunft sind auch die rechtlichen Voraussetzungen für den Spielbetrieb und die organisatorische Struktur des Vereins weiterhin ungeklärt. Die kommenden Tage dürften deshalb entscheidend dafür werden, unter welchen Bedingungen die Löwen in die neue Regionalliga-Saison starten können.

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