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·22. Mai 2026
Starker Rückhalt, überraschender Neuling – So benoten wir die Defensive des 1. FC Köln in dieser Saison

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·22. Mai 2026


Redaktion
22 Mai, 2026
Eine Saison mit Höhen und Tiefen ist für den 1. FC Köln zu Ende gegangen. Der Start mit sieben Punkten aus drei Spielen war vielversprechend und ließ auf eine sorgenfreie Saison hoffen. Mit 14 Punkten nach neun Spielen stand der FC auf Platz sieben. Acht sieglose Spiele in Serie brachten erstmals die Trainerfrage auf. Letztlich musste Lukas Kwasniok nach nur zwei Siegen aus 18 Spielen seinen Posten räumen. René Wagner übernahm auf Platz 15 und hielt schlussendlich die Klasse. Die Spielzeit brachte viele Überraschungen, aber auch Hoffnungsträger, Enttäuschungen und einige überraschende Wendungen mit sich. Einige Personalien, die für reichlich Gesprächsstoff sorgten. Die FC-Profis in der Saison-Einzelkritik – Teil I: Torhüter und Verteidiger
Abwehrspieler des 1. FC Köln. Wer bleibt? Wer geht?
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Wie schon in den vergangenen Jahren erwies sich Marvin Schwäbe als wichtiger Rückhalt im Kölner Tor. Der 30-Jährige sicherte dem FC ein ums andere Mal wichtige Punkte. Seine zahlreichen Paraden bei den 1:0-Siegen gegen die TSG Hoffenheim und den VfL Wolfsburg sind dafür perfekte Belege. Natürlich gab es auch Patzer – beispielsweise gegen St. Pauli, als der Kapitän bitter wegrutschte und somit den Sieg verspielte. Dennoch war Schwäbe eine essenzielle Säule für den Kölner Klassenerhalt.

Nach dem Abgang von Phillip Pentke suchte der FC im Sommer einen neuen Backup für Marvin Schwäbe. Die Wahl fiel auf Ron-Robert Zieler. Der Weltmeister von 2014 wurde als klare Nummer zwei geholt, bekam aber die Pokalspiele. Beim Last-Minute-Sieg in Regensburg musste der 37-Jährige einmal hinter sich greifen, gegen die Bayern viermal. Bei den Gegentoren war der gebürtige Kölner größtenteils chancenlos. Akzeptierte seine Rolle ohne Probleme und gilt als Leader in der Mannschaft.

Mit der Verpflichtung des Dänen mit US-Pass erhoffte sich Lukas Kwasniok auch Offensivgefahr. Zu Beginn der Saison schien diese Rechnung auch aufzugehen. Lund stand stabil in der Defensive und schaltete sich regelmäßig offensiv ein. Doch mit der Zeit häuften sich die Fehler beim US-Amerikaner. Besonders schmerzhaft war die Leistung im Derby in Gladbach. Dort verschuldete er unter anderem zwei Elfmeter. Auch der Ertrag in der Offensive blieb zunehmend aus. Zum Schluss stehen nach 33 Ligaspielen gerade einmal zwei Assists zu Buche.

Nach dem Ausfall von Timo Hübers, mussten andere Spieler eingreifen. Unter anderem kam Cenk Özkacar zu mehr Einsätzen, wusste zunächst jedoch nicht zu überzeugen. So wurde sogar über einen Abbruch der Leihe spekuliert. Nach der Winterpause spielte sich Özkacar fest in die Startelf und zeigte immer stärkere Leistungen. In der Rückrunde spielte er in 15 der 17 Spiele von Beginn an.

Im Winter überraschte der FC mit der Verpflichtung des jungen Innenverteidigers. Bereits nach den ersten Spielen wunderten sich die Fans jedoch, warum dieser Spieler bei Celtic Glasgow gar nicht zum Zug kam. Simpson-Pusey glänzte mit hervorragendem Aufbauspiel und sah durch sein starkes Stellungsspiel aus wie ein routinierter Innenverteidiger. Der 20-Jährige entwickelte sich zum Stammspieler und Leistungsträger.

Nach einer starken Vorbereitung erhielt der Abwehrspieler zu Saisonbeginn das Vertrauen von Lukas Kwasniok. Mit guten Leistungen spielte sich der Schweizer, in der Startelf fest. In den Folgewochen wirkte er ähnlich wie die gesamte Kette zunehmend instabiler und musste kurz danach aufgrund einer Oberschenkelverletzung aussetzen. Nur zwei Spiele nach seiner Rückkehr verletzte sich der Innenverteidiger erneut und kam nur noch in den letzten drei Saisonspielen zum Einsatz. Seine starken Auftritte aus den ersten Wochen der Saison konnte er dabei nur selten bestätigen.

Rund 2,5 Millionen Euro überwies der FC an Bröndby und sicherte sich die Dienste von Sebastian Sebulonsen. Mit seiner Physis und Dynamik sollte er die rechte Schiene der Kölner beackern. Auch er startete gut in die Saison und spielte sich in der Startelf fest. Aufgrund der Verletzungssorgen in der Defensive, musste der Norweger immer häufiger als Innenverteidiger starten. Selbst auf dieser Position machte er einen guten Job und wirkte nur selten überfordert. Dadurch büßte er im Umkehrschluss aber an Offensivoutput ein und konnte keine einzige Torbeteiligung beisteuern.

Die Erwartungen waren hoch nachdem der 1. FC Köln rund acht Millionen Euro an Middlesbrough für den Niederländer überwies. Doch van den Berg wurde dieser Erwartungshaltung nur bedingt gerecht. Der Saisonverlauf des jungen Niederländers ähnelt dem von Joel Schmied sehr. Auch er wurde früh von einer Verletzung ausgebremst. Nach seiner Rückkehr fand er nicht wirklich in die Spur und wirkte in Teilen unsicher wie bei seiner Roten Karte gegen Union Berlin. Insgesamt wird man sich, gerade aufgrund der Ablösesumme, sicherlich mehr von dem Neuzugang erhofft haben. Dennoch sollte man im Kopf behalten, dass Van den Berg mit seinen 21 Jahren bereits sehr spannende Anlagen mitbringt und besitzt sicherlich noch Steigerungspotenzial

In seiner letzten Saison für den 1. FC Köln sammelte Dominique Heintz nochmal neun Einsätze und konnte sich am 33. Spieltag gegen Heidenheim vor heimischem Publikum verabschieden. Die Leistungen waren durchweg solide. Wenn gebraucht wurde, war er da. Daher nur ein kurzer Satz: Danke für alles, Heintzi!

Am Deadline-Day der Sommertransferphase reagierte man auf die Unterbesetzung der Schienen und verpflichtete einen Mann für beide Seiten. So richtig wollte Castro-Montes aber nicht in Fahrt kommen. Bis zum Jahreswechsel kam der 29-Jährige auf gerade einmal vier Einsätze und konnte nicht überzeugen. Nach der Winterpause wirkte der Sommerneuzugang wie ein anderer Spieler. Plötzlich glänzte er durch Flankengefahr und bereitete in zwei Partien drei Tore vor. Nach einer Verletzungspause von mehreren Wochen traf der Belgier direkt bei seinem Comeback in Frankfurt zum 2:2-Endstand.

Für Timo Hübers hätte die Saison kaum bitterer laufen können. Kurz vor Spielende zog sich der 29-Jährige beim Auswärtsspiel in Dortmund eine schwere Knieverletzung zu und fiel für die restliche Saison aus. Zuvor war Hübers klar der beste Kölner Innenverteidiger und hielt die Defensive zusammen. Als Zeichen des Vertrauens ihn wurde sein auslaufender Vertrag trotz Verletzung um ein Jahr verlängert.
Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die in dieser Saison mindestens zwei Mal für den FC aufgelaufen sind. Die defensiven Mittelfeldspieler werden im zweiten Teil benotet.


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