Miasanrot
·27. Juli 2026
Startelf-Duelle beim FC Bayern: Welche Stars zittern müssen

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·27. Juli 2026

Beim FC Bayern stehen in der kommenden Saison einige heiße Duelle um einen Stammplatz in der Startelf an. Welche Bayern-Stars müssen besonders zittern?
Zwar ist das WM-Finale erst eine Woche her, die neue Saison im Klub-Fußball wirft allerdings schon ihre Schatten voraus. Der FC Bayern München befindet sich bereits im Trainingsbetrieb und hat bei Wehen Wiesbaden am Samstag sein erstes Testspiel absolviert.
Zudem konnte Max Eberl mit Nathaniel Brown und Ismael Saibari auch schon zwei namenhafte Neuzugänge präsentieren, die den Konkurrenzkampf im Münchner Haifischbecken ordentlich anheizen.
Die Plätze in der Startelf, die sich in der vergangenen Spielzeit aufgrund von Verletzungen fast immer von allein aufgestellt hat, sind dementsprechend so umkämpft wie schon lange nicht mehr. Stand jetzt gehen nämlich alle Bayern-Profis gesund und fit in die neue Saison. Miasanrot wirft einen Blick auf die heißesten Duelle um die Top-Elf.
Es gibt selbstverständlich auch Spieler wie Harry Kane, Dayot Upamecano oder Michael Olise, die selbst beim FCB ihren Stammplatz sicher haben. Alphonso Davies zählte seit seinem kometenhaften Aufstieg 2019 – trotz oftmals inkonstanter Leistungen in den Jahren darauf – ebenfalls zu diesem Kreis an Stammspielern. Denn ernsthafte Konkurrenz auf der Position des Linksverteidigers gab es seit seiner Ankunft in München nicht.
Außerdem entwickelte sich der Kanadier in der ersten Saison unter Kompany prächtig, weshalb Max Eberl und Co. (zurecht) auf Davies bauten und ihn mit einer (teuren) Vertragsverlängerung langfristig an den Rekordmeister banden. Es folgte jedoch eine Verletzungsmisere, die sich über zweieinhalb Spielzeiten zog, in denen er einen Großteil der Pflichtspiele bei Bayern verpasste.
Zahlreiche Aushilfen, wie Tom Bischof, Hiroki Ito oder Konrad Laimer, mussten deshalb immer wieder links hinten einspringen. Mit Nathaniel Brown verpflichteten die Münchner diesen Sommer jedoch das Gegenteil einer Aushilfe, sondern einen echten Konkurrenten für Davies. Allein die Ablösesumme von ca. 55 Millionen Euro (inklusive Bonuszahlungen) untermauert bereits die Ansprüche des 23-Jährigen.
Der gebürtige Amberger gehörte nicht nur zu den wenigen Lichtblicken der deutschen Nationalmannschaft bei der WM, sondern konnte bereits die gesamte Spielzeit über in Frankfurt als cleverer und reaktionsschneller Verteidiger sowie durch seine Spielintelligenz auf sich aufmerksam machen.
Zwar kann Brown ebenso als Rechtsverteidiger oder im Mittelfeld eingesetzt werden, den Großteil der Saison wird er sich jedoch mit Davies um Minuten auf der Linksverteidiger-Position streiten. Vielleicht ist die Konkurrenz genau das, was der Kanadier jetzt braucht, um wieder in die Spur zu finden.
Beide werden aufgrund der Fülle an Pflichtspielen mit Sicherheit auf ausreichend Spielzeit kommen – es macht aber einen großen Unterschied, ob diese Minuten gegen Barca und PSG oder gegen Elversberg und Paderborn stattfinden.
Auch auf der anderen Abwehrseite wird der Konkurrenzkampf deutlich größer sein als in der vergangenen Spielzeit. Zwar haben sich mit Konrad Laimer und Josip Stanisic die beiden Kandidaten für diese Position nicht verändert, doch der Brown-Transfer wird ebenso Auswirkungen auf die Spielzeit der beiden Defensiv-Allrounder haben.
Denn sowohl der Kroate als auch der Österreicher halfen in über einem Drittel ihrer Minuten in der Saison 2026/27 als Linksverteidiger aus, wo sie jedoch – aller Voraussicht nach – in der kommenden Spielzeit nicht oder kaum gebraucht werden. Stattdessen erwartet beide ein harter Konkurrenzkampf um die Position hinten rechts in der Viererkette.
Favorit für den Platz in der Startelf dürfte zwar vorerst Zweikämpfer Laimer sein, der vergangene Saison auch noch seine Qualitäten in der Offensive (13 Torbeteiligungen) entdeckte. Doch es wäre nicht das erste Mal, dass sich der meist unterschätze Stanisic als Außenseiter einen Platz in der Startelf erobert.
Auf den ersten Blick ist die Doppelsechs in der Top-Elf des Rekordmeisters mit Joshua Kimmich und Aleks Pavlović besetzt, die auch in nahezu allen wichtigen Spielen der vergangenen Saison gemeinsam im Zentrum agierten. Leon Goretzka und Tom Bischof übernahmen dabei die Rolle der Herausforderer.
Für die neue Spielzeit könnte Bischof jedoch, der nach eigener Aussage „den nächsten Schritt“ in München machen möchte, sogar über diese Rolle hinauswachsen und ein ernsthafter Konkurrent für Pavlović sein, der ein paar schwierige Monate hinter sich hat.
Zum einen überzeugte er in den Viertelfinal- und Halbfinalpartien in der Champions League nicht mehr so sehr wie in den ersten beiden Saisondritteln, zum anderen zählte er bei der WM zu den schwächsten deutschen Profis.
Eine Phase, die aufgrund seines noch immer jungen Alters (22) schonmal vorkommen kann, gleichzeitig aber psychisch ziemlich schwierig zu verarbeiten ist und ein wenig Zeit brauchen könnte. Bischof dagegen hat einen erholsamen Sommer hinter sich und kann mit Selbstvertrauen, neuer Nummer und ohne den ganz großen Druck in die neue Spielzeit starten.
Zwar schenkte Kompany dem gebürtigen Aschaffenburger noch ziemlich selten das Vertrauen im Zentrum, doch Bischof hat allemal das Zeug dazu, mit Pavlović um den Platz neben Kimmich auf der Doppelsechs zu kämpfen. Er ist jung, entwicklungsfähig, kennt jetzt die Anforderungen und bringt einen ganzen Haufen an Talent und Fähigkeiten mit, die es unter Kompany braucht.
Einen ganzen Haufen an Talent hat der Belgier für die kommende Saison ebenso auf der Zehner-Position zur Verfügung. Neben den beiden Rechtsaußen Michael Olise und Lennart Karl, die hin und wieder hinter Torjäger Kane agieren könnten, kämpfen mit Serge Gnabry, Jamal Musiala und Ismael Saibari ganze drei Profis um den Stammplatz auf der Zehn.
In der vergangenen Spielzeit durfte Serge Gnabry in nahezu allen Big Games der Saison hinter der Spitze ran und hat dabei auch fast immer überzeugt. Überhaupt spielte der 31-Jährige einer seiner besten Saisons im Bayerntrikot, befand sich bis zu seiner Oberschenkelverletzung in Topform und konnte den Ausfall von Jamal Musiala über große Teile der Saison sehr gut kompensieren.
Zwar befindet sich der Nationalspieler derzeit noch im Aufbautraining, doch es ist ihm garantiert zuzutrauen, seine Topform in den kommenden Monaten wieder zu erreichen. Musiala sucht seit seinem Comeback ebenfalls noch nach seiner Form früherer Tage. Der 23-Jährige steht vor einer richtungsweisenden Saison beim FCB und wird nach seiner mäßigen WM unter besonderer Beobachtung stehen.
Überhaupt konkurrieren das Verständnis für seine Situation nach der schweren Beinverletzung vergangenen Juli und der Zeitdruck aufgrund des typischen Drucks im Geschäft von Monat zu Monat stärker. Die Konkurrenz in der Offensive ist zudem nicht kleiner geworden. Mit WM-Shootingstar Ismael Saibari befindet sich nämlich ein weiterer Zehner im Kader des FC Bayern.
Der Neuzugang überzeugte für Marokko mit viel Torgefahr und wird mit Rückenwind in die neue Saison gehen. Zwar können alle drei genannten Kandidaten für die Position hinter Kane auch auf anderen Positionen in der Offensive des Rekordmeisters aushelfen, für einen Platz in der Startelf gegen die Reals, Arsenals oder Liverpools in der Champions League werden sie sich jedoch gegen ihre Konkurrenz durchsetzen müssen.
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