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·12. August 2026

Steht das Stadion-Projekt der WSG Tirol vor dem Aus?

Artikelbild:Steht das Stadion-Projekt der WSG Tirol vor dem Aus?

Die WSG Tirol hat geplant im Februar 2027 wieder nach Wattens zurückzukehren. Nun wackelt der Neubau des Stadions.

Wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtet wurde am Dienstagabend in einer Sitzung der Gemeinde Wattens gegen eine weitere Finanzierung des Projekts gestimmt. Die WSG benötigt eine Million Euro an Ausfallshaftung, die von der Gemeinde hätten kommen sollen.


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Dadurch ist der Plan, die nächste Ausbaustufe am 28. August zu starten, vorerst nicht einzuhalten. Zwar haben zwei Sponsoren eine zusätzliche Finanzierung von jeweils 100.000 Euro zugesagt, dennoch fehlt einiges an Geld.

In den vergangenen Wochen wurde schon am Gernot-Langes-Stadion gearbeitet und gegraben, um die Rasenheizung zu verlegen. Wie es jetzt mit dem Stadionprojekt weitergeht, ist ungewiss. Wenn der Umzug nicht rechtzeitig von Statten gehen kann, muss die WSG ohne echten Heimvorteil weiterhin seine Spiele im Tivoli-Stadion in Innsbruck austragen.

Update, 16:00: Am Mittwochnachmittag folgten von der Gemeinde Wattens sowie der WSG Tirol Pressestatements, die zu dieser Causa Stellung zu beziehen:

"Finanzielle Beteiligung ausgeschlossen"

Die Gemeinde Wattens ist Eigentümer des Stadions und hat das Areal an die WSG verpachtet. Im Pachtvertrag vorgesehen war ein bundesligatauglicher Umbau des Stadions. Nun verweist die Gemeinde auf Vereinbarungen, die im Frühjahr 2026 gemacht worden sind. Sie hat den Umbauplänen des Stadions zugestimmt, da ihr von Seiten des Vereins eine gesicherte Finanzierung bestätigt worden sei.

Eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde an den Umbaukosten sei in jeglicher Form ausgeschlossen gewesen. Darüber sollen sowohl das Land Tirol als auch der Verein informiert worden sein.

Vor wenigen Wochen kam es dann laut Gemeinderat zu einer neuen Entwicklung: "Ende Juli teilte die WSG Tirol der Gemeinde überraschend mit, dass die Finanzierung des Gesamtprojekts entgegen bisherigen Aussagen nicht fixiert sei und eine Besicherung durch die Gemeinde notwendig sei."

In der Gemeinderatssitzung des 11. August wurde mit elf zu acht Stimmen gegen eine Haftungsübernahme im Wert von einer Millionen Euro gestimmt. Begründet wurde die Entscheidung mit einem nicht kalkulierbaren Risiko, der Höhe der Haftungssumme, sowie der finanziell angespannten Situation der Gemeinde Wattens aufgrund des Personalabbaus bei Swarowski.

WSG hält an Plänen fest

Der Verein nimmt die Entscheidung des Gemeinderats mit Bedauern zur Kenntnis. Das konkrete Problem sei "von den Banken geforderte Besicherungsquote für die Finanzierung". Laut der WSG soll von den Kreditinstituten gefordert worden sein, dass sich die Gemeinde ebenfalls mit einer Haftung beteiligt.

Die Pläne das Gernot-Langes-Stadion weiterhin bundesligatauglich auszubauen, bleiben trotz des herben Rückschlags bestehen: "Die WSG Tirol lässt sich jedoch nicht von ihrem Weg abbringen und wird weiter unermüdlich daran arbeiten, diese für den Verein so wichtige Stadionadaptierung umzusetzen. Das Ziel bleibt es, der Mannschaft sowie allen Fans der WSG eine entwicklungsfähige und stimmungsträchtige Heimstätte zu bieten."

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