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·24. April 2026

Steht Denis Huseinbasic beim 1. FC Köln auf dem Abstellgleis?

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Steht Denis Huseinbasic beim 1. FC Köln auf dem Abstellgleis?

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Hendrik Broschart

24 April, 2026

Gegen St. Pauli musste Denis Huseinbasic seinen Platz im Kader für den jungen Felipe Chávez räumen. Vor dem Heimspiel gegen Leverkusen steht Wagner erneut vor der schwierigen Entscheidung beim 1. FC Köln: Droht Denis Huseinbasic die erneute Ausbootung?

Bereits für die Auswärtsfahrt nach Hamburg musste FC-Coach René Wagner aufgrund der Vielzahl der ihm zur Verfügung stehenden Spieler unpopuläre Entscheidungen darüber treffen, welche FC-Akteure nicht Teil des Spieltagskaders sein würden. Gegen den FC St. Pauli traf es Mittelfeldspieler Denis Huseinbasic. Anstelle des Bosniers nominierte Wagner den jungen Felipe Chávez. In der Pressekonferenz am Donnerstag erläuterte der Kölner Trainer die Hintergründe dieser Entscheidung.

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Deshalb nominierte Wagner Chavez und Waldschmidt statt Huseinbasic

Auf der Pressekonferenz vor dem Auftritt seiner Mannschaft gegen Bayer 04 Leverkusen stellte FC-Coach René Wagner klar, dass die Fähigkeiten im Spielaufbau den Ausschlag für die Entscheidung pro Chavez gegeben hätten: „Am Ende haben wir uns für Felipe entschieden, da er offensiv einen Akzent mehr setzen kann als Danny. Er kann das Spiel von hinten antreiben.“ Rückblickend betrachtet war dies laut dem 37-Jährigen die richtige Entscheidung: „Wir haben einfach geglaubt, dass wir, wenn das Spiel hinten raus noch eng wird, Spieler wie Philippe und Luca brauchen, die in und um den Strafraum gefährlich werden können. Am Ende haben wir uns mit dem Elfmeter belohnt. Und wir haben erstmal recht behalten.“

Nach dem Pokalaus der Leverkusener gegen die Bayern äußerte Wagner seine Einschätzung über die größten Schwächen des kommenden Gegners: „Die Leverkusener hatten immer wieder Probleme mit der Intensität. Und ich glaube, dass wir mutig sein müssen. Wir müssen uns trauen, die richtigen Mittel zu wählen, um Leverkusen wehzutun.“ Der junge Trainer gab damit Einblicke in seinen Plan, die Werkself vor Probleme zu stellen: „Ich glaube auch nicht, dass die Leverkusener hierherkommen und glauben, sie müssten nicht gegen den Ball arbeiten. Wir wollen dafür sorgen, dass wir den Ball auch mal behalten. Dass wir die Wege groß machen. Wir wollen die Laufwege für die Leverkusener weit machen. Irgendwann haben sie vielleicht keine Lust mehr, dem Ball hinterherzujagen. Dann müssen wir gefährlich werden. Dann gehen Räume auf, die wir mutig bespielen müssen“, schlussfolgerte Wagner.

Wer behält einen klaren Kopf?

Denn Wagners Plan, gegen Leverkusen die Spielkontrolle an sich zu reißen, ist ambitioniert. Denn die Mannschaft von Kasper Hjulmand gehört mit einer Ballbesitzquote von 57 Prozent zu den Mannschaften mit der höchsten Quote in der Beletage. Nur die Bayern befinden sich häufiger im Ballbesitz. Mit Robert Andrich und Alexei Garcia hat Bayer zwei Akteure in seinen Reihen, die mit ihren Pässen die grüne Wiese bespielen können wie nur wenige andere in der Bundesliga. Garcia kommt im Bayer-Zentrum auf eine Passquote von 93,4 %, was den zweitbesten Wert ligaweit hinter – Überraschung – Bayerns Jonathan Tah darstellt.

Im Hinterkopf geistert auch noch immer die 0:2-Niederlage vom Dezember, als rund 500 FC-Fans das Leverkusener Stadion noch vor dem Anpfiff verließen, weil die Einlasskontrollen zu streng waren. Spektakel auf den Rängen ist damit vorprogrammiert und könnte die Spieler zusätzlich beeinflussen. Womit wir wieder bei der Frage sind, auf welche Spieler Wagner setzen will. Denn in solch lautstarken und hart umkämpften Partien spielt auch Erfahrung eine wesentliche Rolle, wie der Kölner Coach erläutert: „Felipe hat eine unglaubliche Qualität im Umgang mit dem Ball. Das zeigt er in jedem Training. Am Ende ist er aber ein sehr junger Spieler. Es gibt andere Spieler, die schon länger in der Liga sind.“

Wagner: „Dann muss der Trainer entscheiden“

Der 37-Jährige betonte in diesem Zusammenhang um ein weiteres die Bedeutung eines Geißbocks, der sich in letzter Zeit wieder in prächtiger Form präsentiert: „Als Trainer, der dafür sorgen muss, dass wir in der Klasse bleiben, greift man unter Stress eher auf den Spieler zurück, der die Situation schon kennt. Wir haben mit Luca ein ähnliches Profil im Kader, auf das wir in den Spielen zuvor zurückgegriffen haben. Da kann er aber nichts dafür. Im Gegenteil. In zehn Jahren ist er der 29-Jährige und dann gibt es einen anderen 18-Jährigen. Dann muss der Trainer entscheiden, ob er den Mut hat, den jungen Spieler spielen zu lassen, oder sich für den Spieler entscheidet, der die Situation schon kennt“.

Damit scheint alles auf eine Entscheidung zwischen Chavez und Huseinbasic hinauszulaufen. Ob Letzterer in Wagners Matchplan eine Rolle spielt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Fest steht: Der 24-Jährige verfügt auf jeden Fall über die nötige Erfahrung. Eine weitere Nichtberücksichtigung wäre auch deshalb ein weiterer empfindlicher Dämpfer für ihn in seiner ohnehin schon schwierigen Saison.


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