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·11. August 2026
Steht Isak Johannesson beim 1. FC Köln auf dem Prüfstand?

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Erik Stalleicken
11 August, 2026
Der Isländer könnte in der anstehenden Spielzeit ins Schwimmen geraten. Aufgrund der wachsenden Konkurrenz auf seiner Position wird der Mittelfeldspieler in der kommenden Saison besonders gefordert sein.
Steht Isak Johannesson beim 1. FC Köln auf dem Prüfstand? (Foto: Bucco)
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Die erste Spielzeit von Johannesson fällt ein Stück weit schwer zu bewerten. Denn prinzipiell war sie keine schlechte. In der abgelaufenen Saison kam der 23-Jährige auf 31 Einsätze, die meisten davon von Beginn an. Doch die Erwartungshaltung nach seinem Wechsel vom Rivalen aus Düsseldorf in die Domstadt war dennoch ein Stück weit anders, als das was man schlussendlich bekam. Als absoluter Wunschspieler von Lukas Kwasniok konnte sich Johannesson nach einer starken Saison in der 2. Bundesliga mit elf Toren und drei Assists für höhere Aufgaben empfehelen und wechselte schlussendlich ans Geißbockheim. Doch die erhoffte Torgefahr blieb nahezu komplett aus. Seit seinem emotionalen Siegtreffer in der 1. Runde des DFB Pokals bei Jahn Regensburg und dem zwischenzeitlichen 2:2 in Wolfsburg ist der Nationalspieler torlos. Das bedeutet eine Durststrecke von fast elf Monaten. Ob diese Erwartungshaltung gegenüber Johannesson gerecht war, kann aber zumindest hinterfragt werden. Unter Kwasniok agierte er schließlich deutlich zurückgezogener als zuvor in Liga zwei.
Unabhängig von der Position war die fehlende Konstanz das größte Problem des Mittelfeldstrategen. Zu oft konnte er gute Leistungen nicht bestätigen und landete in der Folge immer wieder kurzzeitig auf der Ersatzbank. Und einfacher dürfte die Situation in der kommenden Spielzeit nicht werden. Mit Paul Okon-Engstler hat der FC nämlich einen direkten Konkurrenten für das zentrale Mittelfeld verpflichtet. Und der Nationalspieler der Socceroos hat sicherlich selbst die Ambition, sich am Geißbockheim kurz oder mittelfristig zum Stammspieler zu entwickeln. Auch Gil Neves, Neuzugang von Benfica Lissabon, möchte sich für Bundesligaeinsätze empfehlen. Zusätzlich könnte ein Younggoat Johannesson herausfordern. Patrik Kristal zählt zu den Gewinnern der Vorbereitung und hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Gut denkbar also, dass der estnische Nationalspieler häufig Teil des Bundesligakaders sein wird. Und ein weiterer, erfahrener Sechser steht schließlich schon seit Wochen auf der Transferliste von Thomas Kessler weit oben. Für Johannesson wird es also trotz des Abgangs von Denis Huseinbasic keineswegs einfacher, seinen Stammplatz zu behalten.
Mit welchen Fähigkeiten Johannesson dem FC helfen kann, zeigte der Isländer phasenweise bereits in der abgelaufenen Saison. Seine Aufgabe im Kölner Spiel war klar erkennbar. Er agierte im Zentrum als Verbindungsspieler, forderte den Ball aktiv und versuchte, über sein Passspiel Struktur in die Aktionen zu bringen. Er bewegte sich viel zwischen den Linien, sorgte für Rhythmus und bereitete Angriffe vor, ohne dabei dauerhaft im Mittelpunkt zu stehen, anders als in Düsseldorf. Mit enormer Spielintelligenz, ausgezeichneter Übersicht und einer sauberen Entscheidungsfindung hat der 23-Jährige das Potenzial zum Schlüsselspieler. Das zeigte der Isländer auch zuletzt im Test gegen Real Sociedad. So gab er mit einem langen Pass die Vorlage für Linton Mainas 1:0 – wenn auch unter etwas Mithilfe des gegnerischen Verteidigers, der den Ball nicht klären konnte.
Aber es zeigt sich: Die Qualitäten des Mittelfeldspielers sind im System des FC gefragt – verbunden mit der Hoffnung, dass sie über einen längeren Zeitraum konstant abgerufen werden. Einzelne gute Momente oder Spiele werden in der kommenden Saison vermutlich nicht ausreichen, um sich dauerhaft durchzusetzen. Die kommende Spielzeit wird für Johannesson damit vor allem zur Frage der Bestätigung: Gelingt es ihm, konstant gute Leistungen abzurufen und sich endgültig ans Bundesliganiveau anzupassen. Bleibt die Entwicklung, wird der 23-Jährige aufgrund der neuen Konkurrenz um seinen Startplatz bangen. Vielleicht gibt dieser Konkurrenzkampf aber auch genau den Motivationsschub, den es braucht, um das Maximum aus dem zweifellos talentierten Isländer rauszuholen.







































