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·30. Januar 2026

Stillstand trotz Trainerwechsel? Polanski und Seoane im Direktvergleich

Artikelbild:Stillstand trotz Trainerwechsel? Polanski und Seoane im Direktvergleich

Droht nun Stillstand nach einem starken Start? Polanski im Vergleich zu Vorgänger Seoane.

Der aktuelle Cheftrainer Eugen Polanski übernahm im September das Amt von Vorgänger Gerardo Seoane. Nachdem Polanski zunächst nur „bis auf Weiteres“ angestellt war, ist er seit November offiziell Cheftrainer der Fohlenelf. Doch beide Trainer können jeweils keinen allzu guten Punkteschnitt in der Bundesliga vorweisen.

Ähnliche Ausgangslage bei Amtsantritt:

Beide Trainer hatten bei der Elf vom Niederrhein einen ähnlichen Start. Sie wurden in einer schwierigen Situation Trainer von Borussia Mönchengladbach. Seoane, der von Sommer 2023 bis September 2025 an der Seitenlinie stand, erreichte einen Punkteschnitt von 1,22 Zählern pro Spiel – die schlechteste Bilanz seit Michael Frontzeck, der Borussia von Juli 2009 bis Februar 2011 trainierte. Die 0:4-Heimniederlage gegen Werder Bremen am 3. Spieltag der laufenden Saison war die letzte Partie unter der Leitung von Seoane.Seither konnte Nachfolger Eugen Polanski in 16 Bundesligaspielen fünf Siege feiern. Weitere vier Partien endeten mit einem Remis, und sieben Spiele wurden verloren. Somit liegt Polanskis Punkteschnitt in der Bundesliga mit 1,19 knapp unter dem von Seoane, der den Verein verlassen musste.


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Ergebnisse mit Wiedererkennungswert:

Auch die Resultate ähneln sich. So kam Gerardo Seoane im Hinspiel gegen den HSV nicht über ein Unentschieden hinaus, und gegen den VfB Stuttgart gab es am darauffolgenden Spieltag unter dem Schweizer eine Niederlage. Auch in der Rückrunde gab es gegen den Aufsteiger aus Hamburg keinen Sieg, und gegen die Schwaben verlor Borussia unter der Leitung von Polanski ebenfalls. Die Rückrunde scheint trotz Trainerwechsel so zu beginnen wie die Hinrunde.

Kaum Veränderungen im Kadergefüge:

Darüber hinaus arbeiteten die beiden Fußballlehrer größtenteils mit denselben Spielern. Rocco Reitz, der schon unter Seoane zum Stammspieler wurde, spielt auch bei Eugen Polanski weiterhin eine zentrale Rolle und ist, bedingt durch den Ausfall von Tim Kleindienst, aktuell sogar Kapitän. Beide Trainer haben ihre Dauerbrenner, an denen sie festhalten.

Zwischen Hoffnung und Rückschlägen:

Ebenso kann man sagen, dass beide innerhalb ihrer Amtszeiten sowohl Höhen als auch Tiefen hatten. Unter Gerardo Seoane war man zwischenzeitlich im Kampf um den Europapokal, der VfL steckte mit dem Schweizer jedoch auch im Abstiegskampf. Bedingt durch die kurze Amtszeit sind die Unterschiede bei Eugen Polanski nicht so groß. Fakt ist, dass die Fans auch unter ihm verschiedene Gefühlswelten erlebten. So feierte man gegen St. Pauli einen 4:0-Auswärtssieg, und auch das Derby konnte die Borussia mit 3:1 für sich entscheiden. Allerdings kassierte man gegen Eintracht Frankfurt zu Hause sechs Gegentreffer, und der VfL schied gegen den FC St. Pauli aus dem DFB-Pokal aus.

Gemeinsames Problem:

Die Heimschwäche!Unter dem Strich sind beide Trainer mit dem VfL durch Auf und Abs gegangen. Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen den beiden Coaches ist darüber hinaus die Heimschwäche. Der VfL startete mit Seoane nicht sonderlich gut in das Jahr 2025. Bis zum Ende der Saison 2024/25 im Mai holte man gerade einmal zwei Heimsiege. Aber auch unter Polanski gelang in der Bundesliga bislang nur ein einziger Heimsieg.

Unterschiedliche Typen an der Seitenlinie:

Auch wenn einige Statistiken auf den ersten Blick sehr ähnlich sind, gibt es dennoch Unterschiede zwischen den beiden Trainern. Abgesehen vom Fußballerischen fällt auf, dass Polanski und Seoane zwei unterschiedliche Charaktere sind. Der Schweizer zeigte sich in Interviews und bei anderen Auftritten oft eher zurückhaltend und zögerlich. Polanski hingegen ist ein extrovertierter Mensch, der sich auf Pressekonferenzen gerne mal einen Spaß erlaubt. Auch die Kabinenansprachen haben sich geändert. Polanski gestaltet seine Reden vor dem Anpfiff deutlich emotionaler, als es sein Vorgänger tat.

Unterschiedliche taktische Ausrichtungen:

Ebenso haben die Trainer unterschiedliche favorisierte Formationen. Gerardo Seoane bevorzugte die 4-2-3-1-Formation, während Eugen Polanski eher ein 4-4-2 mit Doppel-Sechs spielen lässt.

Stärker gegen kleinere Gegner:

Der gebürtige Pole hat es im Gegensatz zum Schweizer zudem geschafft, dass Borussia den Ruf als Aufbaugegner losgeworden ist. Unter Polanski erfüllte man die Aufgaben gegen vermeintlich kleinere Gegner wie Mainz oder Heidenheim zuverlässiger.

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🖊 Autor: Fohlenbotschaft

📷 Photo by Christof Koepsel/Getty Images

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