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Moritz Oppermann·14. Februar 2026

Stürzt er den nächsten Giganten? Ex-Buli-Coach mischt plötzlich Topliga auf

Artikelbild:Stürzt er den nächsten Giganten? Ex-Buli-Coach mischt plötzlich Topliga auf

Kennst du schon den „Matarazzo-Effekt“? Dann hast du in den vergangenen Wochen scheinbar nicht ausreichend La Liga verfolgt. Im Süden Europas hat der Ex-Bundesliga-Trainer bei einem Verein einen regelrechten Hype ausgelöst – und will nun sogar Real Madrid besiegen.

Als Pellegrino Matarazzo am 21. Dezember 2025 Real Sociedad übernahm, steckten die Basken in einer fetten Krise. Sie lagen auf Platz 15 in der Liga und gerade einmal zwei Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen. Eindeutig zu wenig für den ambitionierten Klub, der 2024 noch im Champions-League-Achtelfinale stand. Da musste wohl erst ein Matarazzo kommen, der den Spaniern wieder neues Leben einhaucht.


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Unter dem Ex-Coach der TSG Hoffenheim und des VfB Stuttgart sprang San Sebastián binnen weniger Wochen auf Platz acht. Von sechs Ligaspielen verlor die Matarazzo-Truppe kein einziges und schlug sogar den FC Barcelona mit 2:1. Auch im Pokal läuft es prächtig.

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📸 ANDER GILLENEA - AFP or licensors

Der US-Amerikaner führte die Basken ins Halbfinale der Copa del Rey. Zur Freude der Fans konnte dort im Hinspiel vor wenigen Tagen Erzrivale Athletic Bilbao mit 1:0 bezwungen werden. Warum es aktuell so gut läuft, erklärte Matarazzo vor dem Spiel im Prinzip selbst: „Es ist wichtig, flexibel zu sein. Jedes Spiel hat einen anderen Schlüssel.“

Unter Vorgänger Sergio Francisco war Real Sociedad für die Gegner viel zu ausrechenbar, agierte oft zu passiv und wirkte teils lustlos auf dem Feld. Davon ist aktuell kaum noch etwas zu sehen.

Angeführt von Kapitän Mikel Oyarzabal erobern die Basken im neuen 4-2-3-1-System nun deutlich früher den Ball, agieren nach vorne mit einer klaren Idee und bestrafen Gegner effizienter für ihre Fehler. Im Schnitt schießt San Sebastián unter Matarazzo drei Tore pro Spiel. Zum Vergleich: Unter Vorgänger Francisco waren es gerade einmal 1,39.

Und es kann sogar noch besser werden. Während es offensiv schon richtig gut läuft, sind die Basken defensiv noch anfällig. Pro Spiel kassieren sie 1,44 Gegentore. Erst ein Mal in neun Spielen hielten die Blau-Weißen unter ihrem neuen Coach die Null.

Zum Glück hat Matarazzo mit Ömer Toprak einen echten Abwehrexperten als Co-Trainer an seiner Seite. Der 36-Jährige absolvierte über 200 Bundesligaspiele als Innenverteidiger und sollte genau wissen, an welchen Stellschrauben noch gedreht werden muss.

Aber jetzt mal ehrlich: Hättest du für 2026 darauf getippt, dass Pellegrino Matarazzo gemeinsam mit Ömer Toprak in LaLiga für Aufsehen sorgt?

Heute Abend geht es für die beiden ab 21 Uhr gegen Real Madrid weiter. Im Hinspiel hatten die Basken noch mit 1:2 das Nachsehen. Damals allerdings ohne den Matarazzo-Effekt, der aktuell offensichtlich so Einiges möglich macht.


📸 Juan Manuel Serrano Arce - 2026 Getty Images

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