RB Leipzig
·11. Juni 2026
Südafrika-Legende blickt auf WM-Auftakt

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·11. Juni 2026

Nur wenige Tage nach der ersten Post-Season-Tour von RB Leipzig nach Südafrika schaut die Fußballwelt wieder auf "Bafana Bafana". Heute Abend um 21.00 Uhr eröffnet die südafrikanische Nationalmannschaft gegen Gastgeber Mexiko die Weltmeisterschaft 2026.
Da war doch was: Tshabalala, Winkel, Ekstase, Vuvuzelas. Das Duell heute ist die Wiederauflage vom Eröffnungsspiels von 2010, nur eben auf mexikanischem Boden. Wie sich Südafrikas Fußball seitdem entwickelt hat? Das ordnet einer ein, der sich bestens auskennt: Ex-Bundesliga-Torjäger Delron Buckley.
Für Delron Buckley war die RBL-Reise mehr als ein Testspiel zum Saisonabschluss. Es war ein echter Austausch. „Die Tänze, die Kultur, die ganze Erfahrung, man hat gesehen, dass die Spieler es geliebt haben, hier zu sein“, sagt Buckley. „Die Leute sind so nett hier, das ist eine andere Mentalität, alle sind sehr freundlich. Solche Freundschaftsspiele in anderen Ländern öffnen den Spielern die Augen.“
Auch das Drumherum im Stadion blieb ihm in Erinnerung. Vor allem die Mischung aus Fußball, Show und südafrikanischer Energie. Car-Spinning-Ikone Sam Sam sorgte in der Pause mit spektakulären Drifts für ein Highlight, das der Torjäger so aus dem Liga-Alltag in Südafrika nicht kennt.
„So etwas haben wir hier normalerweise nicht“, sagt er. „Wenn wir so etwas bei jedem Ligaspiel hätten, mit dieser Stimmung, dann würden noch mehr Leute gerne ins Stadion kommen. Ich war wirklich begeistert, was dort gezeigt wurde.“
Unter Trainer Hugo Broos hat Südafrika eine neue Generation geformt. Viele junge Spieler haben sich in den Fokus gespielt, dazu kommen erfahrene Stützen.
Einer der wichtigsten Namen: Teboho Mokoena. Für Buckley ist der Mittelfeldspieler von Mamelodi Sundowns ein Schlüsselspieler. „Er ist ein Topspieler im Mittelfeld und kann die Mannschaft führen.“
Die große Frage bleibt für Buckley allerdings im Angriff. Mit Lyle Foster steht ein Premier League-Stürmer im Kader, doch Buckley sieht das Thema Torjäger in Südafrika grundsätzlich kritisch. „Zu meiner Zeit hatten wir richtig gute Stürmer, wie Benni McCarthy – das war ein Torjäger.“ Heute fehle dieser klassische Knipser-Typ häufiger. „Das ist eines unserer großen Probleme in Südafrika.“Zum Auftakt wartet nun Mexiko. Ein Gegner mit Heimvorteil und besonderer Wucht. Buckley weiß, dass auf Bafana Bafana ein Brett wartet: „Mexiko ist es gewohnt, in dieser Höhe und in diesem Klima zu spielen. Für südafrikanische Spieler ist das anders. Ich drücke aber die Daumen, dass sie etwas holen.“

Was eine WM für Südafrika bedeutet, weiß Delron aus eigener Erfahrung. „Für einen Südafrikaner gibt es im Fußball nichts Größeres, als für sein Land bei einer WM zu spielen, da bist du automatisch eine Legende.“
Sein persönlicher Gänsehautmoment: die WM 1998 in Frankreich. „Ich kann heute noch sagen: Ich habe Zidane nach dem Spiel die Hand gegeben. Für mich war das ein Highlight, er war ein Weltklassespieler.“

Auch für alle RBL-Fans lohnt sich der Blick auf diese WM. Denn nicht nur Südafrika hat nach der Tour eine besondere Verbindung zu den Roten Bullen, auch mehrere RBL-Profis stehen auf der großen Bühne.
Die Tour der Roten Bullen war ein Vorgeschmack auf das, was Fußball am besten kann: Kulturen verbinden, Geschichten schreiben und Freude entfachen.
Oder wie es das Tour-Motto gesagt hat: RE KAOFELA – Alle zusammen.
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