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·18. August 2026
Süle: Mit über 100 Kilo von der Bundesliga-Elite in Liga 9

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Er gewann die Champions League, bestritt zwei Weltmeisterschaften und wurde zu einem Schlüsselspieler in einer der mächtigsten Mannschaften Europas. Jetzt trägt Niklas Süle das Trikot des SV Tiefenbach, eines Klubs aus der neunten deutschen Liga, wo er am Sonntag bei seinem Debüt vor rund 500 Zuschauern per Kopf traf – in einem Spiel, das mit einer 2:7-Niederlage endete. Der Weg des Verteidigers, von den voll besetzten Stadien des FC Bayern München und von Borussia Dortmund zu einem Platz in der Kreisliga in Baden-Württemberg, ist eine der auffälligsten Geschichten des jüngeren Fußballs.
Mit 30 Jahren verkündete Süle im vergangenen Mai in einem Podcast seinen Rücktritt – eine Entscheidung, die er als unumkehrbar bezeichnete. „Ich möchte bekannt geben, dass ich meine Karriere in diesem Sommer beenden werde. Ich bin mir meiner Entscheidung sehr, sehr sicher“, erklärte der Verteidiger. Seine Verletzungshistorie war ausschlaggebend: Der Spieler hatte bereits zwei Kreuzbandrisse erlitten und war nicht bereit, einen dritten zu riskieren. Als eine MRT-Untersuchung eine neue schwere Verletzung ausschloss, änderte Süle seine Haltung nicht. „Ich war mir zu hundert Prozent sicher, dass es vorbei ist“, sagte er.
Sein Körper war jahrelang zugleich sein Werkzeug und seine Grenze. Süle schaffte mit einer auffälligen physischen Statur den Sprung in den Spitzenfußball: 1,95 Meter groß und mit einer Muskulatur, die beim FC Bayern München sogar öffentlich vom Klub kommentiert wurde, der von ihm zeitweise verlangte, Gewicht zu verlieren. Der Verteidiger antwortete mit Leistung, etablierte sich als einer der komplettesten Innenverteidiger der Bundesliga und gewann mit den Bayern fünfmal die deutsche Meisterschaft. 2020 gehörte er zu der Mannschaft, die mit dem Gewinn der Champions League das historische Sextuple perfekt machte.
Nach sechs Spielzeiten in München unterschrieb Süle 2022 bei Borussia Dortmund. Seine Zeit beim Klub aus dem Ruhrgebiet war intensiv und emotional aufgeladen. „Die Kabine, das Stadion mit 80.000 Menschen, die Zuneigung der Leute … ich habe mich wie zu Hause gefühlt“, erinnerte sich der Verteidiger bei der Bekanntgabe seines Rücktritts. „Ich habe eine starke Verbindung zum Klub und zur Stadt gespürt. Die Menschen hier sind offen, herzlich und ehrlich. Was ich erlebt habe, als wir kurz davor waren, die Liga zu gewinnen … diese Nervosität, diese Emotionen, ich weiß nicht, ob ich so etwas in meinem Leben noch einmal spüren werde“, fügte er hinzu. Mit der deutschen Nationalmannschaft kam er auf zwei Teilnahmen an Weltmeisterschaften – Russland 2018 und Katar 2022 – sowie auf Olympiagold und den Titel im Confederations Cup.
Der Rücktritt bedeutete keineswegs eine Abkehr vom Fußball, sondern nahm eine andere Form an. Süle schloss sich dem SV Tiefenbach dank seiner persönlichen Verbindung zu Jason Walzel, Trainer des Klubs und ein Freund von ihm, sowie zu weiteren Kadermitgliedern an, zu denen er schon vor seinem Wechsel Kontakt hatte. Gerade einmal drei Trainingseinheiten reichten aus, damit der ehemalige Verteidiger am vergangenen Sonntag auf den Platz ging.
Sein Debüt lieferte ein Bild, das noch vor wenigen Monaten kaum vorstellbar gewesen wäre: Süle spielte nicht in der Innenverteidigung, seiner angestammten Position während seiner gesamten Profikarriere, sondern in einer weiter vorne gelegenen Rolle zwischen Mittelfeld und Angriff. In der 75. Minute köpfte er nach einer Ecke den Ball zum zwischenzeitlichen 2:6 ins Netz. Am Ende stand eine 2:7-Niederlage gegen den SG Kirchardt; im Stadion – wenn man es so nennen will – waren rund 500 Zuschauer, eine für diese Spielklasse ungewöhnliche Zahl. Die Kreisliga kennt weder Gehälter noch Profiverträge: Es ist Fußball in seiner elementarsten Form.
Süle selbst nahm das Ergebnis mit Abstand. Auf die Frage, ob ihm das Spiel Spaß gemacht habe, antwortete er: „So sehr, wie ein 2:7 eben Spaß machen kann.“ Zuvor hatte er nach dem Schlusspfiff seine Beweggründe noch deutlicher formuliert: „Ich bin sehr glücklich, den Fußball wieder aus einer völlig anderen Perspektive erleben zu können, in der nur der Sport selbst zählt und nicht das Geschäft oder das Geld“. Und er fügte hinzu: „Nach 13 Jahren im Profifußball ist es ein absolutes Geschenk, mit meinen Freunden den Platz zu teilen und die Freude, die dieser wunderbare Sport bietet, wieder voll zu genießen.“
Auch die körperliche Veränderung, die diese neue Phase begleitet, sorgte für Kommentare. Die Bilder seines Debüts für Tiefenbach verbreiteten sich in den sozialen Netzwerken und zeigten einen Süle, der sich deutlich von demjenigen unterschied, der Champions-League-Spiele bestritt: Mit einigen Kilos mehr und ohne die athletische Verfassung seiner Jahre in der Elite scheint der ehemalige Verteidiger auch die körperlichen Anforderungen hinter sich gelassen zu haben, die seine Karriere geprägt haben. Der Kontrast zu dem Spieler, der in der Allianz Arena und im Signal Iduna Park Luftduelle dominierte, ist offensichtlich.
Mit 13 Jahren Profikarriere im Rücken, Titeln in Deutschland und Europa sowie zwei gespielten Weltmeisterschaften entschied sich Süle, dieses Kapitel mit 30 Jahren zu schließen und ein völlig anderes zu beginnen: bei einem Klub ohne Scheinwerferlicht, ohne Druck und ohne Gehalt, wo das einzige Ziel offenbar darin besteht, wieder Freude am Spiel zu haben.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🇪🇸 kannst du hier lesen.


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