SV Elversberg: Auf dem Weg zum Mars | OneFootball

SV Elversberg: Auf dem Weg zum Mars | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: FC Schalke 04

FC Schalke 04

·19. September 2026

SV Elversberg: Auf dem Weg zum Mars

Artikelbild:SV Elversberg: Auf dem Weg zum Mars

Als 59. Bundesligist der deutschen Fußball-Geschichte ist die SV Elversberg nach ihrem Sprung ins Oberhaus furios in ihre Premieren-Spielzeit gestartet. Zum Auftakt bezwangen die Saarländer den Europa-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen mit 3:2 und feierten damit im ersten Spiel den ersten Sieg, dem eine Woche danach bei Borussia Mönchengladbach mit einem spektakulären 4:3-Erfolg – nach zwischenzeitlichem Zwei-Tore-Rückstand – direkt der zweite dreifache Punktgewinn folgte.

Selbst gegen Rekordmeister Bayern München war zuletzt Zählbares drin für die Mannschaft von Chef-Trainer Vincent Wagner. Beim Schlusspfiff in der heimischen URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde, die sich noch immer im Umbau befindet, stand ein knappes 2:1 für die Gäste auf der Anzeigetafel, das der SVE viel Lob einbrachte.


OneFootball Videos


„Wir haben verloren, da gibt es nichts zu beglückwünschen“, meinte Wagner nach der Partie. Gleichzeitig betonte er aber auch: „Das Wie war schon in Ordnung. Bei aller Euphorie, die Bayern hätten schon noch mal einen Gang hochschalten können. Wir waren nah dran, aber nah dran reicht halt gegen die Bayern nicht. Sie haben eine unglaubliche Qualität.“

Mit nun sechs Zählern aus drei Begegnungen dürften die Elversberger dennoch mehr als zufrieden sein mit dem Start. Gerade beim Blick in den Rückspiegel lesen sich die vergangenen Jahre wie ein modernes Fußball-Märchen. Im Mai 2022 noch Regionalligist, marschierten die Saarländer innerhalb von fünf Saisons von der vierten bis in die höchste Spielklasse. „Mit dem Bundesliga-Aufstieg haben wir die Mondlandung schon geschafft. Mit Elversberg jetzt in Liga eins den Klassenerhalt zu schaffen, wäre wie die Reise zum Mars“, meinte Wagner vor der Saison.

Nach dem Aufstieg wichen die Verantwortlichen nicht ab von der Strategie, die in der jüngeren Vergangenheit das Erfolgsrezept war: Eine Mischung aus wenigen erfahrenen Spielern, gepaart mit zahlreichen Talenten wie in den vergangenen Jahren beispielsweise Nick Woltemade, Paul Wanner oder Fisnik Asllani. Für die laufende Saison hat die SVE unter anderem die deutschen U-Nationalspieler Francis Onyeka (Bayer Leverkusen) und Noah Darvich (VfB Stuttgart) sowie den letztjährigen Zweitliga-Torschützenkönig Noel Futkeu (Eintracht Frankfurt) ausgeliehen.

Dazu verpflichtete Elversberg talentierte Spieler wie Maurice Krattenmacher (Bayern München), der bereits drei Saisontore auf dem Konto hat, oder Cole Campbell (Borussia Dortmund) fest. Auch spielerisch blieb die SVE ihrem bisherigen Ansatz treu: Die Saarländer haben in den ersten drei Begegnungen weiterhin regelmäßig offensiv ausgerichteten Fußball gespielt, schalteten nach Ballgewinnen blitzschnell um und ließen sich auch von Gegentoren nicht beirren.

Dass es auch schwierige Phasen in der Premieren-Spielzeit geben wird, haben die Verantwortlichen eingepreist. Sportdirektor Christian Weber erklärte vor der Saison, „dass wir in dem einen oder anderen Spiel an Grenzen stoßen werden – wenn wir zum Beispiel auf Mannschaften treffen, die das, was wir spielen, noch ein bisschen besser können“. Bislang lassen Rückschläge allerdings noch auf sich warten.

Impressum des Publishers ansehen