Anfield Index
·4. Mai 2026
Szoboszlai trägt Liverpool bei Old-Trafford-Pleite erneut

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·4. Mai 2026

In einer Saison voller Verwirrung, Inkonstanz und wachsender Frustration ragt bei Liverpool weiterhin eine Figur über alle anderen hinaus — Dominik Szoboszlai. Im Old Trafford bewies der ungarische Mittelfeldspieler bei einer weiteren Niederlage, die die größeren Probleme innerhalb der Mannschaft schonungslos offenlegte, erneut, dass er auf einem anderen Niveau agiert als die Spieler um ihn herum.
Ohne ihn endet dieses Spiel nicht 3–2.
Ohne ihn wird daraus wahrscheinlich eine Demütigung.
Beim Stand von 2–0, als Liverpool abdriftete und Manchester United alles unter Kontrolle hatte, war es Szoboszlai, der seine Mannschaft wieder ins Spiel brachte. Sein Tor war nicht nur wichtig — es war irrsinnig. Er nahm den Ball mit Entschlossenheit auf, trieb ihn durch ein passives Mittelfeld und schloss mit einer Aktion ab, die die Dynamik des Spiels augenblicklich veränderte — genau die Art individueller Brillanz, auf die Liverpool sich in dieser Saison viel zu oft verlassen musste.
Es veränderte das Spiel.
Noch wichtiger: Es gab Liverpool Glauben — etwas, das unter Arne Slot schmerzlich gefehlt hat.
Und als Liverpool durch Cody Gakpo sein zweites Tor erzielte, stand wieder Szoboszlai im Mittelpunkt. Seine Vorlage, ruhig und intelligent, spiegelte einen Spieler wider, der nicht nur technische Klasse besitzt, sondern auch die Momente versteht. Er bestimmte das Tempo, trieb die Umschaltmomente an und verlangte mehr von den Spielern um ihn herum.
Das Problem ist, dass zu wenige darauf reagierten.
Bei Liverpool zeichnet sich zunehmend eine Realität ab — eine, die mit jeder Woche deutlicher wird. Szoboszlai ist nicht nur der beste Spieler der Mannschaft; er ist ihre Lebensader. Und das ist nicht nachhaltig.
Immer wieder wird von ihm verlangt, alles zu machen. Pressen, kreieren, treffen, führen. Er macht Meter, die andere nicht machen. Er zeigt eine Dringlichkeit, die anderen fehlt. Er drückt Spielen seinen Stempel auf eine Weise auf, zu der aktuell nur sehr wenige in diesem Kader fähig sind.
Nimmt man ihn aus dieser Mannschaft heraus, fällt der Zusammenbruch deutlich schlimmer aus.
Das ist keine Übertreibung. Ohne sein Tor und seine Vorlage kämpft sich Liverpool nicht zurück in dieses Spiel — dann wird die Mannschaft überrollt. Vier oder fünf Gegentore hätten den Gegner angesichts dessen, wie offen, zerfahren und schlecht strukturiert dieses Team weiterhin ist, nicht einmal geschmeichelt.
Und damit richtet sich der Fokus wieder auf den Trainer.
Slots Liverpool wirkt nicht gecoacht. Es wirkt improvisiert. Die Abstände stimmen nicht, das Pressing ist inkonstant, und die Angriffsabläufe beruhen viel zu stark auf Momenten statt auf Methode. In diesem Chaos glänzt Szoboszlai allein wegen seiner individuellen Qualität — nicht wegen des Systems um ihn herum.
Das sollte allen Sorgen machen.
Auch wenn der Ungar wie der sichere Gewinner von Liverpools Auszeichnung als Spieler des Jahres wirkt, geht damit eine unbequeme Wahrheit einher. Er ragt trotz der Struktur heraus, nicht wegen ihr.
Und solange sich das nicht ändert, wird Liverpool weiter auf Brillanz angewiesen sein, nur um konkurrenzfähig zu bleiben — eine gefährliche Art zu existieren für einen Klub, der Standards setzen sollte, statt Spielen hinterherzulaufen.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.







































