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·16. September 2026

Szoboszlai-Volley aus 30 Metern: Anfield bleibt Tottenhams Albtraum

Artikelbild:Szoboszlai-Volley aus 30 Metern: Anfield bleibt Tottenhams Albtraum

17 Schüsse zu 16, sechs aufs Tor zu fünf, mehr Ballbesitz, mehr Ecken. Tottenham hatte am Dienstagabend in Anfield alles – außer Torhütern, die Szoboszlai halten können.

Das 3:1 von Liverpool in der dritten Runde des Ligapokals war eine Stunde lang ein Spiel, das die Spurs hätten gewinnen müssen. Am Ende erzählt es die Geschichte, die dieser Klub seit Mai 2011 an der Anfield Road erzählt: 18 Auswärtsspiele, fünf Unentschieden, 13 Niederlagen, kein Sieg. Harry Redknapp war Trainer, als Tottenham dort zuletzt gewann.


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Zehn Wechsel, drei Tore – Iraola hat Recht bekommen

Andoni Iraola rotierte radikal: zehn neue Spieler, nur Ronald Araujo blieb aus dem 0:0 gegen Fulham übrig. Joe Gomez kehrte nach Monaten zurück, James McConnell und Trey Nyoni bekamen das Mittelfeld, Lewis Koumas den Sturm. Ein Risiko, das Tottenham in den ersten 20 Minuten bestrafen musste – Lucas Bergvall scheiterte aus acht Metern an Giorgi Mamardashvili, Mohammed Kudus jagte den Ball aus kürzester Distanz über das Tor.

Dann traf Alexis Mac Allister. 21. Minute, Nachschuss, oberes Eck. Der Argentinier, der öffentlich seine Trauer über ein fehlendes Vertragsangebot äußerte, spielt wie einer, der etwas beweisen will. Neun Minuten nach der Pause legte er für Cody Gakpo auf, der vor dem Kop einschob. Gakpo, im Sommer noch von Tottenham umworben, hat inzwischen mehr Premier-League-Tore als die gesamte Spurs-Mannschaft.

Gallagher trifft, Mamardashvili rettet, Szoboszlai entscheidet

Conor Gallaghers Kopfball zum 1:2 in der 69. Minute war Tottenhams erstes Saisontor gegen einen Erstligisten. Roberto De Zerbis Mannschaft drückte, Omar Marmoush hätte ausgleichen müssen – Mamardashvili lenkte den Ball mit den Fingerspitzen weg.

Und dann kam die 91. Minute. Ein aufspringender Ball, 30 Meter vor dem Tor, Dominik Szoboszlai nimmt ihn volley. Der Ball dreht sich weg von Martin Dubravka ins rechte obere Eck. Iraola nannte den Treffer nach dem Spiel schlicht „a worldie“ und erklärte, bei anderen Spielern denke man aus dieser Distanz an zu weit – bei Szoboszlai denke man an Tor.

Die Zahlen sagen Tottenham, das Ergebnis sagt Liverpool

Die Zahlen sagen: Tottenham war die bessere Mannschaft. Das Ergebnis sagt: Tottenham hat immer noch niemanden, der aus Chancen Tore macht. Man kann das als Pech eines Abends abtun. Man kann es auch als Diagnose einer Saison lesen, in der die Spurs bislang kein Ligaspiel gewonnen haben.

Liverpool steht zum achten Mal in Folge in der vierten Runde des Ligapokals. Tottenham fährt heim mit einer Statistik, die sich seit 15 Jahren nicht ändern will. Ein Traumtor hat den Abend entschieden. Verloren war er für die Spurs schon vorher – vor dem Tor.

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