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·20. Januar 2026

Tabellen-Tristesse beim HSV: Drei Rankings, die Kopfschmerzen bereiten

Artikelbild:Tabellen-Tristesse beim HSV: Drei Rankings, die Kopfschmerzen bereiten

Nach 17 Spieltagen rangiert der HSV mit 17 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz. Kann der Klub damit zufrieden sein?

Die Ausgangslage vor dem Stadtderby gegen den FC St. Pauli (Freitag, 20.30 Uhr) ist etwas stabiler, als es der nackte Tabellenplatz zunächst vermuten lässt. Der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt vier Punkte, auf einen direkten Abstiegsplatz sogar fünf. Zudem bietet das noch ausstehende Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen (04.03) die Chance, sich weiter nach oben zu orientieren. Auch wenn die Aufgabe gegen den Champions-League-Teilnehmer sportlich höchst anspruchsvoll wird.


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Verschiedene statistische Auswertungen legen nahe, dass der HSV trotz seiner soliden Positionierung mehr hätte herausholen können. Zwei spezielle Tabellen zeichnen ein Bild verpasster Möglichkeiten. Die sogenannte Expected-Points-Tabelle, die auf Basis der erspielten Chancen die wahrscheinliche Punktausbeute berechnet, weist den HSV mit 20 statt 17 Zählern aus. Hauptursache hierfür ist die mangelhafte Chancenauswertung, die sich in gerade einmal 17 erzielten Treffern widerspiegelt.

HSV-Platzierung: Ein Resultat aus Pech und Reisephobie?

Ein ähnlich ernüchterndes Fazit liefert die „Wahre Tabelle“, die versucht, nachträgliche Fehlentscheidungen der Schiedsrichter aus dem regulären Tableau herauszurechnen. In dieser alternativen Betrachtung belegt der HSV sogar Rang zehn. Demnach seien den Rothosen bereits vier Punkte durch strittige oder falsche Pfiffe entgangen. Besonders die Partien gegen den 1. FC Köln (1:4) und den SC Freiburg (1:2) waren Auslöser für großen Unmut und heftige Kritik an den Leistungen der Schiedsrichter Daniel Schlager und Timo Gerach.

Für zusätzliche Sorgenfalten sorgt eine dritte Statistik: die Auswärtstabelle. Mit lediglich zwei Punkten aus acht Spielen ist der HSV das schwächste Auswärtsteam der Liga. Mehr als 88 Prozent aller Punkte wurden im heimischen Stadion eingefahren. Dieser Wert such ligaweit seinesgleichen und verdeutlicht die extreme Abhängigkeit von der Festung Volksparkstadion. Ob dem Aufsteiger ausgerechnet beim Stadtnachbarn auf der Reeperbahn der erhoffte Befreiungsschlag gelingt?

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