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·1. September 2026
Tennis im Blut, Fußball im Kopf: Der besondere Weg von Neil El Aynaoui

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·1. September 2026

Der Weg von Neil El Aynaoui beginnt zwischen Tennisplätzen und der Fußballbegeisterung Barcelonas.
Unser Neuzugang ist der Sohn eines früheren Weltklasse-Tennisspielers, kickt als Kind in Spanien und spielt noch vor wenigen Jahren in der dritten französischen Liga. Inzwischen stehen Champions League, Serie A, ein Afrika-Cup-Titel und eine Weltmeisterschaft als Stammkraft in seiner Vita.
Wir stellen euch den 25 Jahre alten Mittelfeldspieler genauer vor.
Sportliches Talent liegt bei den El Aynaouis in der Familie.
Neils Vater Younès El Aynaoui gehört über Jahre zur Tennis-Weltspitze, gewinnt fünf ATP-Turniere und klettert 2003 bis auf Platz 14 der Weltrangliste.
Auch Neil hält als Kind regelmäßig den Tennisschläger in der Hand. Seine große Leidenschaft entwickelt er allerdings für den Fußball. Sein Vater erzählt, dass Neil schon als Junge lieber Fußballvideos schaut, während seine Freunde Filme ansehen.
Bis heute verfolgt unser Neuzugang neben Fußball auch Tennis und Basketball und greift gelegentlich selbst mit seinem Vater zum Schläger.
Neil schlägt sportlich einen anderen Weg ein – die Begeisterung für Leistungssport liegt trotzdem in der Familie.

Neil kommt 2001 im französischen Nancy zur Welt, einen großen Teil seiner Kindheit verbringt er allerdings in Spanien.
Aufgrund der Tenniskarriere seines Vaters lebt die Familie einige Jahre in Gavà bei Barcelona. Dort macht Neil beim örtlichen CF Gavà seine ersten Schritte auf dem Fußballplatz und erlebt die Begeisterung rund um den FC Barcelona aus nächster Nähe.
Besonders einer prägt ihn: Andrés Iniesta wird zu Neils großem fußballerischen Vorbild.
Nach der Rückkehr nach Frankreich schließt er sich mit acht Jahren der AS Nancy-Lorraine an, durchläuft dort den Nachwuchs und unterschreibt 2021 seinen ersten Profivertrag.
Nach dem Abstieg mit Nancy spielt Neil 2022/23 in Frankreichs dritter Liga. 33 Einsätze später folgt der Wechsel zum RC Lens – und damit der Sprung in die Ligue 1 und Königsklasse.
Dritte Liga, Ligue 1, Champions League, Serie A: Innerhalb weniger Jahre nimmt Neils Karriere mächtig Fahrt auf.
Im Sommer 2023 wechselt der Mittelfeldspieler zum RC Lens und sammelt bereits in seiner ersten Saison Erfahrung in der UEFA Champions League. Später folgen weitere internationale Einsätze in der Europa League.
In seinem zweiten Jahr in Lens entdeckt der dynamische Box-to-Box-Spieler zudem seinen Torriecher: 2024/25 erzielt der Rechtsfuß acht Treffer in der Ligue 1.
Im Sommer 2025 folgt der nächste Schritt zur AS Rom. Für die Giallorossi absolviert Neil 35 Pflichtspiele – 26 in der Serie A und neun in der Europa League.
In wenigen Jahren arbeitet er sich damit von Frankreichs dritter Liga auf die großen europäischen Bühnen vor.

Frankreich, Spanien, Italien – Neils Lebensweg ist international. Das zeigt sich auch sprachlich.
Unser Neuzugang spricht fließend Französisch und Spanisch, verständigt sich auf Englisch und erklärt nur wenige Monate nach seinem Wechsel nach Rom, bereits fast alles auf Italienisch zu verstehen. Dabei helfen ihm seine Spanischkenntnisse aus den Jahren in Gavà.
Französisch, Spanisch, Englisch, Italienisch – bald dürfte mit Deutsch also Sprache Nummer fünf hinzukommen.
Frankreich oder Marokko? Aufgrund seiner Herkunft hat Neil die Wahl. Sein Vater Younès ist Marokkaner, seine Mutter Französin.
Neil lässt sich mit seiner Entscheidung Zeit und konzentriert sich zunächst auf seine Entwicklung im Clubfußball. Im September 2025 ist es so weit: Beim 5:0 gegen Niger feiert er sein Debüt für Marokko.
Nicht einmal zwölf Monate später stehen bereits 22 Länderspiele und zwei Tore für ihn zu Buche.
Dabei spielt Neil in einem prominent besetzten Team – unter anderem an der Seite von PSG-Star Achraf Hakimi, Real Madrids Brahim Díaz und Bayerns Offensivmann Ismael Saibari. Mit Saibari verbringt unsere neue Nummer 21 auch Teile seines Sommerurlaubs in Südfrankreich.
Beim Afrika-Cup 2025 gehört unser Neuzugang zum Stammpersonal, wird gegen Mali zum Spieler des Spiels gewählt und holt mit Marokko im eigenen Land den Titel.
Nur wenige Monate später folgt die Weltmeisterschaft 2026. Neil spielt alle sechs Partien von Anfang an, erst im Viertelfinale endet die Reise gegen Frankreich.
Aus einer wohlüberlegten Entscheidung wird in kürzester Zeit eine feste Rolle bei den „Löwen vom Atlas“.

Neil hat früh gelernt, sich auf Neues einzulassen: neue Länder, neue Sprachen, neue Ligen, neue Herausforderungen.
Die nächste wartet nun am Cottaweg. „Ich habe große Lust auf diese neue Aufgabe, kann es kaum erwarten, mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen, und möchte direkt dazu beitragen, dass wir unsere Ziele erreichen“, sagt er bei seiner Vorstellung.
Neil verstärkt unser Mittelfeld zunächst für die Saison 2026/27 auf Leihbasis. Eine Kaufoption ist vereinbart – und damit auch die Möglichkeit, dass aus dem ersten Leipziger Jahr mehr wird.

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