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·25. Juni 2026
TFF-Präsident Haciosmanoglu antwortet erstmals auf Rücktrittsforderung nach WM-Aus der Türkei

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Das frühe Ausscheiden der türkischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 sorgt weiterhin für mächtige Turbulenzen im türkischen Fußballverband. Nach dem enttäuschenden Turnierverlauf und dem vorzeitigen Abschied aus dem Turnier gerät insbesondere der TFF-Präsident Ibrahim Haciosmanoglu massiv unter Druck. In einem exklusiven und hochemotionalen Auftritt auf dem YouTube-Kanal von Bahar Feyzan stellte sich der Verbandschef nun erstmals direkt der alles entscheidenden Frage nach seiner sportlichen Zukunft und reagierte mit deutlichen Worten auf die heftige Kritik der vergangenen Tage.
Der TFF-Vorsitzende ließ tief in sein Seelenleben blicken und machte aus seiner persönlichen Enttäuschung über das bittere WM-Aus keinen Hehl. Das Scheitern der Mannschaft habe ihn emotional extrem mitgenommen. „Glauben Sie mir, ich habe vor Wut zwei Tage und zwei Nächte lang geweint. Es sind Dinge passiert, die einfach nicht zu fassen sind“, gab Haciosmanoglu offen zu. Er verwies dabei auf die unglücklichen Spielverläufe, die aus seiner Sicht fast schon historisch anmuteten. Die Nationalmannschaft habe in zwei Partien sage und schreibe 65 Schüsse abgegeben und einen Ballbesitz von 80 Prozent vorweisen können. Dennoch habe das nötige Quäntchen Glück gefehlt, da unter anderem vier Bälle am Pfosten landeten. „Wenn nur einer dieser Bälle reingegangen wäre und wir die USA geschlagen hätten, würden wir unseren Weg jetzt noch fortsetzen“, bilanzierte der Verbandspräsident sichtlich frustriert.
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Trotz der sportlichen Enttäuschung und den laut gewordenen Rufen nach personellen Konsequenzen an der Verbandsspitze denkt der TFF-Boss überhaupt nicht an einen geordneten Rückzug. Auf die konkrete Frage, ob er von seinem Amt zurücktreten werde, entgegnete er absolut unmissverständlich: „Warum sollte ich zurücktreten? Bin ich etwa ein Vereinspräsident oder ein Trainer? Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns.“ Der Verbandschef stellte sich damit schützend vor das Projekt und die langfristige Entwicklung. Gleichzeitig zeigte er sich bezüglich der anhaltenden Kritik an den teils sehr jungen Akteuren im Kader gesprächsbereit, aber auch bestimmt. „Diese 19- bis 20-jährigen jungen Spieler sollen ruhig weiter kritisiert werden. Ich habe mich bereits 50 Mal entschuldigt“, so Haciosmanoglu weiter im Gespräch mit der Journalistin Bahar Feyzan.
Ein zentraler Streitpunkt der letzten Tage waren die heftigen Entgleisungen in den türkischen Medien. Insbesondere die harten Worte des bekannten TV-Kommentator Ahmet Cakar, der die Nationalspieler verbal scharf attackiert hatte, veranlassten den TFF-Präsidenten zu einem außergewöhnlichen Schritt. Er erklärte in dem Interview auch, warum er sich in diesem Zusammenhang direkt an Justizminister Akın Gürlek gewandt habe. Ahmet Cakar habe inakzeptable Formulierungen gewählt, die die Familien der Spieler verletzten. „Ich habe mich selbst in die Schusslinie geworfen, damit sie mich angreifen und die Kinder in Ruhe lassen“, rechtfertigte Haciosmanoglu seinen Vorstoß. Er fügte hinzu, dass er, wenn er ein listiger Mensch wäre, sich einfach mit der Ausrede ‚Ich habe mein Bestes getan‘ aus der Affäre gezogen hätte. Für ihn stehe der Schutz der Mannschaft an oberster Stelle. „Was bedeuten solche Beleidigungen überhaupt? Haben diese Kinder etwa Spiele verkauft? Das ist der Grund für meine heftige Reaktion. Ansonsten steht es den Leuten natürlich frei, uns sachlich zu kritisieren“, stellte der Verbandsoffizielle klar.
Der TFF-Präsident verteidigte die Leistung der Mannschaft auf dem Platz vehement gegen den Vorwurf des spielerischen Offenbarungseids. Das Aus bei der Weltmeisterschaft sei unglücklich und absolut unverdient gewesen. Er betonte ausdrücklich, dass die gegnerischen Teams die Türkei keineswegs dominiert hätten. Wenn dem so gewesen wäre, gäbe es laut dem Verbandschef nichts zu sagen, doch die Statistik spreche eine andere Sprache. Viele Kritiker agierten schlicht bösartig und hätten bereits nach der allerersten Niederlage sofort mit gnadenlosen Angriffen auf die Mannschaft begonnen, anstatt die historische Entwicklung zu sehen. Schließlich sei es genau dieses Team gewesen, das den Aufstieg geschafft habe. „Zum ersten Mal in der Geschichte sind sie in die A-Liga aufgestiegen. Früher haben wir gegen kleinere Teams und Länder gespielt, jetzt spielen wir gegen die Großen“, erinnerte Haciosmanoglu an die jüngsten Erfolge. Im kommenden September warte mit den Partien gegen Frankreich, Italien und Belgien die absolute Elite des Weltfußballs. „Wer hat uns dorthin gebracht? Es waren genau diese Spieler“, so der TFF-Präsident abschließend.
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