Thioune über die Systemfrage bei Werder - klare Worte zu Bittencourt | OneFootball

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·6. Februar 2026

Thioune über die Systemfrage bei Werder - klare Worte zu Bittencourt

Artikelbild:Thioune über die Systemfrage bei Werder - klare Worte zu Bittencourt

Auch bei Werder Bremen greifen nun die Mechaniken, die bei jedem Trainerwechsel greifen (sollen): Der neue Cheftrainer entscheidet sich womöglich für eine andere taktische Herangehensweise, für ein anderes System. Zugleich haben alle Spieler die neue Chance, sich zu empfehlen.

Das ist auch unter Daniel Thioune nicht anders. Dementsprechend stellt sich bereits die Frage, ob er die Mannschaft weiterhin in einer Dreier-, oder womöglich doch in seiner grundsätzlich bevorzugten Viererkette aufspielen lässt. Horst Steffen hatte eine Umstellung zur Dreier- beziehungsweise Fünferkette vorgenommen, was die hohe Anzahl an Gegentoren aber auch nicht wirklich umkehren konnte.


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"Ob es am Ende die Dreier- oder Viererkette ist, haben wir noch nicht final entschieden", kommentierte Thioune diese Thematik vor dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg am Samstagnachmittag (via Deichstube).

"Es geht nicht um mich und die Idee, wie ich Fußball spielen will, sondern darum, wie die Mannschaft erfolgreich Fußballspiele gestalten und gewinnen kann", betonte der neue Werder-Coach. Zumindest vorerst werde man sich deshalb "von der Grundordnung lösen" und darauf eingehen, was dem Team am ehesten die notwendige Stabilität und das wichtige Selbstvertrauen geben kann. Das könnte, trotz der zuletzt ernüchternden Ergebnisse, eher für die Dreierkette sprechen. Immerhin würde eine Umstellung auch kurzfristig viel Detailarbeit benötigen. Und Thioune stellte bereits klar, dass er seine Spieler nicht "inhaltlich überfrachten" wolle.

Thioune diesbezüglich weiter: "Ich bin aber in der Lage, beides mit der Mannschaft spielen zu können. Perspektivisch werden wir sicherlich die Variante nehmen, in der sich jeder am wohlsten fühlt." Gegen Freiburg wird es also zu einer kurzfristigen Entscheidung kommen, die aber nicht unbedingt auch über die nächsten Wochen anhalten muss.

Werder-Coach öffnet Tür für mögliche Bittencourt-Rolle

Im Zuge der möglichen Veränderungen könnte es auch für Leonardo Bittencourt eine große Chance geben. Unter Steffen spielte der 32-jährige Mittelfeldspieler zuletzt keine Rolle mehr. Das war für den Ex-Coach offenbar nicht ganz ungefährlich, wird Bittencourt doch eine nach wie vor einflussreiche Rolle innerhalb der Kabine nachgesagt.

Thioune zeigt sich für ein Bittencourt-Comeback zumindest offen, wie auch für alle anderen Spieler. "Es ist völlig egal, was in der Vergangenheit war. Es geht jetzt darum, wie der Ist-Zustand ist", äußerte er sich sehr deutlich.

Artikelbild:Thioune über die Systemfrage bei Werder - klare Worte zu Bittencourt

Thioune bereits im Trainings-Gespräch mit Bittencourt / picture alliance/GettyImages

Bittencourt habe nicht zuletzt aufgrund seiner fast sieben Jahre in Bremen "eine entsprechend große Rolle inne", so Thioune weiter. Dazu habe er "in schwierigen Situationen Verantwortung übernommen". Sogar ein vorzeitiges Lob gab es für den Werder-Routinier: "Leo hat wie alle anderem im Training Vollgas gegeben – und es ist egal, ob man 32 oder 18 Jahre alt ist: Man wittert seine Chance." Er sei sich der Wichtigkeit von Bittencourt im Kader bewusst.

"Leo spielt in der Zeit meines Wirkens hier immer eine Rolle, aber diese Rolle werden wir definieren", wollte sich Thioune aber noch nicht zu sehr in die Karten schauen lassen. Immerhin gebe es im Kader "eine gute Tiefe und Breite", wenngleich er um den Wert wisse, den Bittencourt "auf dem Feld haben kann".

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