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·16. Juli 2026
Thomas Tuchel & England in Schockstarre: „Fans wütend auf den Coach!“

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Thomas Tuchel erlebte in Atlanta einen Abend zum Vergessen. Nur hauchdünn fehlte England der große Durchbruch im Halbfinale gegen den Weltmeister Argentinien, doch nach dem bitteren 1:2 war von Euphorie keine Spur mehr. Stattdessen herrschten Schockstarre und erste heftige Attacken auf den deutschen Nationaltrainer.

Englands Trainer Thomas Tuchel vor dem Anpfiff des WM-2026-Halbfinales gegen Argentinien am 15. Juli 2026 im Atlanta Stadium. (Justin Setterfield / Getty Images)
England - Argentinien1/2
Mi 15.07. · 21:00 Uhr · ARD
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Unmittelbar nach dem verlorenen WM-Halbfinale griff die britische Boulevardpresse Tuchel scharf an. Die Sun wertete Internet-Reaktionen aus und schrieb: „England-Fans wütend auf Tuchel – das geht auf seine Kappe“. Vor allem seine als zu vorsichtig empfundenen Wechsel nach der zwischenzeitlichen 1:0-Führung gerieten zur Zielscheibe. Von „feigen“ Auswechslungen war die Rede, der Mirror notierte: „Das ist herzzerreißend. Tuchels Wechsel gehen nach hinten los“. Auch der Telegraph stellte eine lange Nachwirkung der Kritik in Aussicht und vermutete: „Die Vorwürfe werden noch Jahre anhalten.“
Tuchel selbst wirkte nach dem Abpfiff wie benommen und ging mit der linken Hand in der Hosentasche wie in Trance über den Rasen von Atlanta. Der Deutsche war so nah dran gewesen, Englands 60 Jahre alten Fluch im Endspiel zu beenden. Am Ende blieb jedoch wieder einmal die bittere Ernüchterung, obwohl die Auswahl zwischenzeitlich in Führung gelegen hatte.
Auch Harry Kane stand nach dem Spiel völlig neben sich. Der Bayern-Star starrte minutenlang ins Leere und brachte kaum eine Bewegung zustande. Später sagte er: „Mir tut es leid für die Jungs, die ganze Mannschaft, die Fans“. Zugleich machte der Kapitän deutlich, wie sehr sich die Engländer gegen das Ausscheiden gestemmt hatten. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, haben irgendwie versucht, das 1:0 durchzubringen. Wir haben alles gegeben, Blut, Schweiß und Tränen – aber es hat nicht gereicht.“
Für das Spiel um Platz drei am Samstag gegen die ebenfalls enttäuschten Franzosen müssen sich die Engländer nun noch einmal sammeln. Die Aufgabe dürfte enorm schwer werden, denn die Enttäuschung sitzt tief. Der Telegraph erinnerte an die vielen Rückschläge und Demütigungen der vergangenen Jahre und schrieb, dass man fünf Minuten vor Schluss in einem WM-Halbfinale das Gefühl gehabt habe, es könne diesmal anders laufen. Doch am Ende zeigte sich einmal mehr: England bleibt England, selbst mit deutschem Trainer.







































