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·7. Januar 2026
Thomas Tuchel wäre für Manchester United kein Risiko, sondern eine Chance

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·7. Januar 2026

Paul Scholes bringt Thomas Tuchel als neuen Manchester-United-Trainer ins Gespräch. Der Ex-Profi hält den englischen Nationalcoach für einen der besten Trainer überhaupt.
Paul Scholes hat einen Namen in die Debatte geworfen, der aufhorchen lässt. Thomas Tuchel als neuer Trainer von Manchester United – das wäre ein Statement. Und es wäre vor allem eines: konsequent.
Der deutsche Coach ist seit Januar englischer Nationaltrainer, sein Vertrag läuft nach der WM im Sommer aus. Scholes, mit 716 Einsätzen einer der prägendsten Spieler der Vereinsgeschichte, sieht in Tuchel seinen Wunschkandidaten. „Ich halte ihn für einen der Besten überhaupt", sagte er im Podcast „The Good, The Bad and The Football". Das ist keine Schwärmerei eines Nostalgiker, sondern eine nüchterne Einschätzung.
Tuchel hat bei Paris Saint-Germain, dem FC Chelsea und Bayern München gearbeitet. Er kennt die Mechanismen von Großklubs, die Erwartungshaltung, den Druck, die politischen Verwerfungen hinter den Kulissen. Bei Chelsea gewann er die Champions League, bei Bayern holte er die Meisterschaft. Das sind keine Zufallserfolge. Das ist Substanz.
Scholes räumt ein, dass Tuchel „mitunter schwierig im Umgang" sein könne und „temperamentvoll". Geschenkt. Welcher Trainer auf diesem Niveau ist das nicht? Die Frage ist nicht, ob ein Coach bequem ist. Die Frage ist, ob er gewinnen kann. Und diese Frage hat Tuchel mehrfach beantwortet.
Manchester United hat seit dem Abschied von Alex Ferguson 2013 sieben Trainer verschlissen. Rúben Amorim, erst im November 2024 geholt, ist bereits Geschichte. Das ist kein Pech mehr, das ist ein Muster. Gary Neville, ein weiterer Klubheld, fordert ein Ende der „Experimente". Er will einen Trainer, der zur DNA des Vereins passt, der offensiven, aggressiven Fußball spielen lässt. Neville verweist auf Barcelona, das sich „für niemanden ändert".
Der Vergleich hinkt ein wenig, aber der Kern stimmt: United braucht Klarheit. Nicht den nächsten Hoffnungsträger, der nach sechs Monaten wieder geht. Sondern jemanden, der weiß, was er tut. Jemanden mit Erfahrung auf höchstem Niveau.
Tuchel wäre verfügbar, sobald Englands WM-Abenteuer endet. Die Konstellation ist günstig. Die Frage ist, ob die Verantwortlichen in Manchester den Mut haben, diesen Weg zu gehen. Oder ob sie wieder auf das nächste Experiment setzen.
Scholes hat recht: Tuchel hat es bei großen Vereinen bewiesen. Er ist kein Risiko. Er ist eine Chance. Und nach sieben gescheiterten Trainern in zwölf Jahren sollte United endlich aufhören, nach dem perfekten Kandidaten zu suchen, und stattdessen den nehmen, der nachweislich funktioniert.









































