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Jule Stolpe·13. September 2026
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Jule Stolpe·13. September 2026
Manchester United hat kürzlich 685 Dauerkarteninhaber gesperrt. Die dürfen also erst einmal nicht ins Stadion kommen beziehungsweise ihre Karten nutzen.
Hintergrund ist eine Überprüfung des englischen Vereins von insgesamt 1.617 Konten, auf denen nach Klubangaben ungewöhnliche Aktivitäten festgestellt worden waren. ManUnited hat im Kampf gegen den Missbrauch von Tickets eine Reihe von Sanktionen bekannt gegeben. Das geht aus einem Bericht des 'kicker' hervor.
Nach dem Kontakt mit den Betroffenen und möglichen Stellungnahmen konnten sich diese bei Sanktionen auch an ein unabhängiges Berufungsgremium inklusive Fanvertretern wenden. Über 200 Fans haben dadurch ein Dauerkartenverbot noch verhindern können. Sie dürfen laut dem 'kicker' lediglich keine Heimtickets mehr weitergeben und keine Auswärtstickets erwerben.
📸 Carl Recine - 2026 Getty Images
Mehr als 500 Fans wurden allerdings für eine Saison gesperrt. Den insgesamt 685 Fans wird "ein erheblicher Missbrauch des Ticketverkaufssystems zum Zwecke des finanziellen Gewinns" vorgeworfen. Das teilte der englische Rekordmeister in einer Pressemitteilung mit.
Dazu gehöre der Betrieb organisierter Ticketnetzwerke, die Tickets aus Hunderten von Konten kontrollierten, verkauften und verteilten. Diese Handlungen würden den fairen Zugang zu Tickets für echte Fans untergraben und hätten bei Manchester United keinen Platz.
Der Klub wolle diese Tickets nun an seine Fans zurückgeben. Die freigewordenen Karten werden Fans auf der Dauerkartenwarteliste angeboten.
Und obwohl der Kampf gegen Ticketmissbrauch eigentlich im Interesse der Fans sein dürfte, wird es am Sonntagnachmittag beim Derby gegen Manchester City in der Premier League wohl zu Fanprotesten kommen.
Die Fangruppe "The 1958" rief zu solchen Protesten gegen das Vorgehen des Klubs auf. Die Fans werfen United unter anderem vor, während der Untersuchung aggressive Formulierungen verwendet zu haben.
"Kein treuer Fan sollte als schuldig behandelt werden, ohne eine faire Gelegenheit zu erhalten, die gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe nachzuvollziehen und anzufechten", erklärte ein Sprecher der Gruppe gegenüber 'The Athletic'.
📸 Naomi Baker - 2026 Getty Images
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