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Jule Stolpe·15. Februar 2026
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Jule Stolpe·15. Februar 2026
Bleibt alles so, wie es aktuell ist, und steigt Energie Cottbus im Sommer in die 2. Bundesliga auf, wird wohl niemand mehr an den heutigen Spieltag denken. Passiert das nicht und fehlen am Ende ein oder zwei Punkte, werden sicher einige Cottbusser die Bilder und Berichte der 24. Spielrunde wieder hervorholen. Das könnte dann richtig wehtun.
Bei der Partie zwischen Energie Cottbus und Waldhof Mannheim kam es nämlich heute beim Stand von 1:1 in der Nachspielzeit zu einem ziemlich kuriosen Moment. In der 90.+7 Minute flankte Cottbus-Spieler Tolcay Cigerci eine Ecke in den Fünfmeterraum. Über den Kopf von Awortwie-Grant landete der Ball an der Unterkante der Latte, von dort an der Hüfte des Waldhof-Keepers und schließlich zurück im Feld.
Alle, die es mit Cottbus hielten, sprangen bereits auf, um zu jubeln – hatten sie den Ball doch eindeutig im Tor gesehen. Oder nicht? Während sich der Schiedsrichter mit seinen Assistenten besprach und den Treffer am Ende nicht gab, zeigen inzwischen veröffentlichte Bilder, dass der Ball sehr wohl – und sogar ziemlich eindeutig – hinter der Linie war.

Zur Erinnerung: In der 3. Liga gibt es keine Torlinientechnik und natürlich auch keinen VAR.
Das Ergebnis hatte also Bestand, und statt dank eines Lucky Punch zwei Punkte mehr auf dem Konto zu haben, muss sich Energie mit einem Zähler im Aufstiegskampf zufriedengeben.
Auch nach dem Abpfiff hörte das Spiel nicht auf, die eine oder andere Kuriosität zu liefern. So brachte etwa Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz den Sportlichen Leiter der Gäste, Gerhard Zuber, zu Fall.
Die Diskussion um das nicht gegebene Tor setzte sich nach dem Abpfiff fort, es kam zu einer kleinen Rudelbildung. In dem Tumult trat Wollitz dem Mannheimer Zuber auf den Fuß – nach eigenen Angaben natürlich aus Versehen. Anschließend fiel der Waldhof-Funktionär spektakulär nach hinten.
Kurz darauf beruhigten sich die Gemüter wieder.
Am Mikrofon von ‘MagentaSport‘ nahm Wollitz die Schiedsrichter trotz des nicht gegebenen Tores in Schutz. Zwar sagte er, dass es natürlich eindeutig ein Treffer gewesen sei, einen Vorwurf wolle er den Referees jedoch nicht machen. Durch den Videobeweis in den beiden obersten Ligen seien sie verunsichert. Diese Verunsicherung sei auch in der 3. Liga zu spüren – obwohl es dort keinen VAR gibt.
📸 Inaki Esnaola - 2025 Getty Images









































