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·29. April 2026

Tor-Spektakel gegen PSG: Bayern-Legende kritisierte naive Kompany-Taktik

Artikelbild:Tor-Spektakel gegen PSG: Bayern-Legende kritisierte naive Kompany-Taktik

Das spektakuläre 4:5 des FC Bayern bei Paris Saint-Germain sorgt weiterhin für Diskussionen – und nun meldet sich auch ein ehemaliger Münchner zu Wort. Bayern-Legende Bixente Lizarazu findet deutliche Worte zur Taktik von Vincent Kompany und übt zugleich Kritik am aktuellen Regelwerk.

Für den Weltmeister von 1998 war das Halbfinal-Hinspiel ein außergewöhnlicher Fußballabend, der alles bot. „Das war wie ein Boxkampf, jeder hat ausgeteilt und eingesteckt“, beschrieb Lizarazu bei L’Équipe die wilde erste Halbzeit. Doch bei aller Begeisterung für das Spektakel sieht der ehemalige Linksverteidiger auch klare Schwächen im Ansatz der Bayern.


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„Fantastisch – aber auch naiv“

Vor allem die offensive Herangehensweise der Münchner stößt bei Lizarazu auf Unverständnis. Trotz der bekannten Konterstärke von PSG habe Bayern zu viele Räume geöffnet. „Fantastisch für das Spektakel, aber auch naiv, wenn man die Qualität von Kvaratskhelia und Dembélé kennt“, erklärte der 56-Jährige.

Tatsächlich nutzten die Pariser genau diese Räume konsequent aus und bestraften die Bayern mehrfach mit schnellen Umschaltmomenten. Für Lizarazu ist das ein klarer Hinweis darauf, dass der Rekordmeister im Rückspiel taktisch nachjustieren muss.

Gleichzeitig zeigte sich der frühere Bayern-Profi beeindruckt von der Moral der Mannschaft. Trotz eines zwischenzeitlichen 2:5-Rückstands kämpften sich die Münchner zurück ins Spiel. „Wer kommt nach so einem Sturm noch einmal zurück?“, fragte Lizarazu anerkennend.

Kritik an Defensive – und am Regelwerk

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Foto: Getty Images

Doch nicht nur die Bayern bekamen ihr Fett weg. Auch die Pariser Defensive sah Lizarazu kritisch. Nuno Mendes habe „enorm unter Olise gelitten“, während Marquinhos beim vierten Gegentor „klar geschlagen“ worden sei.

Ein weiteres Thema, das den Franzosen beschäftigte, war der umstrittene Handelfmeter gegen Alphonso Davies. „Als Verteidiger sind solche Elfmeter unerträglich. Für mich sollten sie nicht gepfiffen werden“, stellte Lizarazu klar.

Warnung vor dem Rückspiel

Mit Blick auf das Rückspiel in der Allianz Arena erwartet der ehemalige Münchner eine klare Rollenverteilung. Der FC Bayern werde die Initiative übernehmen müssen – und genau darin liegt aus seiner Sicht die Gefahr.

„Das kann PSG sogar liegen, mit ihrem starken Umschaltspiel“, warnte Lizarazu und verwies erneut auf die enorme Qualität der Pariser Offensive. Spieler wie Dembélé oder Kvaratskhelia seien „sehr, sehr stark und eiskalt“.

Die Ausgangslage ist damit klar: Bayern muss im Rückspiel mehr Risiko gehen – doch genau dieses Risiko könnte PSG erneut in die Karten spielen.

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