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·30. Januar 2026
Trabzonspor verpflichtet Umut Nayir bis 2027 – KAP-Details, dazu Oulai-Poker mit Fenerbahce, Manchester City und PSG

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·30. Januar 2026

Trabzonspor hat seine Offensiv-Planung in den letzten Tagen der Winter-Transferperiode vorangetrieben und Umut Nayir in den Kader aufgenommen. Der Klub meldete den Transfer beim TFF und band den erfahrenen Stürmer vertraglich bis zum 30. Juni 2027. Damit setzt Trabzonspor im Angriff auf Routine und klare Kader-Tiefe für die zweite Saisonhälfte.
Umut Nayir begann seine Laufbahn bei Ankaragücü und trug im weiteren Verlauf die Trikots mehrerer Klubs, darunter Yeni Malatyaspor, Göztepe, Bursaspor, Besiktas, Ümraniyespor, Giresunspor, Fenerbahce und Pendikspor. Seit der Saison 2024/25 stand er bei TÜMOSAN Konyaspor unter Vertrag. Die Personalie bringt Trabzon Erfahrung aus unterschiedlichen Rollen und Systemen – genau das, was in einer engen Saisonphase oft den Unterschied macht.
Trabzonspor nannte auch die wirtschaftlichen Eckpunkte des Deals. Wie TFF/KAP-Mitteilung ausführt, kam der Transfer im „Free Status“ zustande, verbunden mit einer Vertragsstruktur von 1,5 Jahren plus einer +1 (Ein)-Jahres-Option. Für die zweite Hälfte der Fußballsaison 2025/26 ist eine garantierte Zahlung von 21.000.000 TL vorgesehen, für die Saison 2026/27 eine garantierte Gebühr von 47.250.000 TL. Sollte der Klub die Option ziehen, steigt die garantierte Zahlung für 2027/28 auf 63.000.000 TL.
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Parallel zur Nayir-Verpflichtung bleibt ein anderes Thema die große Transfer-Schlagzeile rund um Trabzonspor: Christ Inao Oulai. Der 19-Jährige steht als Mittelfeldziel bei Fenerbahce auf der Agenda – und zugleich auch bei Galatasaray. Nach Informationen von Sabah soll Fenerbahce ein Angebot über 30 Millionen Euro vorbereitet haben. Auf Klubseite ist jedoch eine klare Bewertungsmarke genannt: Präsident Ertugrul Dogan bezifferte den Wert von Oulai zuvor auf über 40 Millionen Euro. Genau an dieser Lücke könnte sich entscheiden, ob der Vorstoß aus Istanbul überhaupt eine reale Chance bekommt.
In der Bewertung von Trabzonspor spielt nicht nur die Summe eine Rolle, sondern auch der Zielmarkt. Laut Sabah ist intern die Entscheidung gefallen, Oulai nicht innerhalb der Türkei abzugeben. Das betrifft ausdrücklich sowohl Fenerbahce als auch Galatasaray. Im Kern geht es darum, den sportlichen Konkurrenzvorteil in der Liga nicht zu stärken – und gleichzeitig die Erlöse an einem europäischen Markt auszurichten, der für High-Potential-Spieler häufig deutlich höher zahlt.
Oulai war zu Saisonbeginn für 5,5 Millionen Euro von Bastia gekommen und sammelte in zwölf Spielen im bordeauxrot-blauen Trikot bereits sichtbare Scorer-Werte: zwei Tore und vier Assists. Für einen 19-Jährigen ist das ein Profil, das in Transferabteilungen sehr schnell Alarm auslöst – zumal die Entwicklungskurve den Wert in kurzer Zeit weiter treiben kann.
Das Interesse an Oulai reicht inzwischen weit über die Süper Lig hinaus. Nach Informationen von Sabah hat Manchester City als erstes Team den offiziellen Kontakt mit dem Schwarzmeer-Klub aufgenommen, ohne zunächst das gewünschte Niveau zu erreichen. Die nächste Gesprächsrunde wird für diese Woche erwartet. Zudem werden auch der FC Chelsea London sowie Paris Saint-Germain als konkrete Beobachter genannt. Besonders auffällig: PSG soll fünfmal ein spezielles Scout-Team nach Trabzon geschickt haben, um den Spieler vor Ort zu verfolgen.
In einer früheren Aussage bezeichnete Oulai PSG als sein Traumteam. Diese persönliche Präferenz ist in Transferprozessen nicht alles – aber sie kann Dynamik erzeugen, wenn mehrere Topklubs parallel Interesse zeigen. Für Trabzonspor bleibt die Linie klar: Bei einem offiziellen Angebot von 40 Millionen Euro wird ein Abgang genehmigt. Bis dahin hält der Klub die Position, den Spieler nicht unter Wert abzugeben.
Neben dem Oulai-Poker arbeitet Trabzonspor bereits am nächsten Entwicklungsprofil. Das Ziel: junge, dynamische Bausteine für die mittelfristige Kaderplanung. Der Schwarzmeer-Klub habe Gespräche mit Casa Pia über Renato Nhaga aufgenommen. Der 18-jährige Mittelfeldspieler steht beim portugiesischen Klub bis 2028 unter Vertrag und gilt mit körperlicher Stärke sowie Dribbling als auffällig.
Das Modell ist klar umrissen: Sollte der Transfer zustande kommen, bleibt Nhaga zunächst bis zum Saisonende bei Casa Pia und würde erst danach zu Trabzonspor stoßen. Damit würde der Klub die sofortige Belastung im Winter vermeiden, zugleich aber frühzeitig einen Spieler sichern, dessen Entwicklung Potenzial verspricht. In der laufenden Saison kommt Nhaga laut Datenlage auf 21 Spiele mit zwei Toren und einem Assist, sein Marktwert wird mit einer Million Euro angegeben.
Mit Umut Nayir setzt Trabzonspor im Angriff auf eine sofort verfügbare Option samt klaren Konditionen, während der Klub bei Oulai die Preislinie von 40 Millionen Euro verteidigt und europäische Nachfrage kanalisiert. Gleichzeitig öffnet die Spur zu Renato Nhaga eine Perspektive auf die nächste Generation im Mittelfeld – ein Dreiklang aus kurzfristiger Stabilität, maximaler Wertschöpfung und Zukunftsplanung.








































