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·6. Februar 2026

Trainer Thioune hat sich seinen besonderen Moment bei Werder Bremen verdient

Artikelbild:Trainer Thioune hat sich seinen besonderen Moment bei Werder Bremen verdient

Der neue Werder-Trainer hat sich von der Regionalliga hochgearbeitet. In Freiburg steht sein erstes Spiel in der Bundesliga an.

Daniel Thioune betritt am Samstag in Freiburg Neuland. Mit 51 Jahren gibt er sein Debüt als Bundesliga-Trainer. Das ist bemerkenswert, weil es in diesem Geschäft selten vorkommt, dass jemand so lange braucht, um oben anzukommen. Thioune hat sich hochgearbeitet, von der Regionalliga über die zweite Liga, Schritt für Schritt. Kein Schnellschuss, keine Abkürzung. Das verdient Respekt.


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Werder Bremen hat ihn geholt, weil die Lage ernst ist. Der Klub steht auf Platz 15, zehn Bundesligaspiele ohne Sieg. Eine solche Serie gab es seit dem Aufstieg 2022 nicht. Kein anderer Erstligist wartet derzeit länger auf einen Dreier. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, und sie erklären, warum Horst Steffen gehen musste.

Thioune weiß, worauf er sich einlässt. Er sagt selbst, dass drei Tage Vorbereitung nicht reichen werden, um alles zu verändern. Das ist keine Ausrede, sondern eine realistische Einschätzung. Wer glaubt, ein neuer Trainer könne innerhalb einer Trainingswoche eine Mannschaft komplett umkrempeln, versteht wenig vom Fußball. Die Probleme bei Werder sind gewachsen, sie werden nicht über Nacht verschwinden.

Was Thioune mitbringt, ist Erfahrung im Umgang mit schwierigen Situationen. Er hat Mannschaften stabilisiert, die unter Druck standen. Er kennt die Mechanismen des Abstiegskampfes. Das unterscheidet ihn von manch anderem Kandidaten, der vielleicht einen klangvolleren Namen trägt, aber nie in solchen Gewässern geschwommen ist.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Werder mit dieser Entscheidung richtig liegt. Nach Freiburg kommt Bayern München ins Weserstadion. Das Programm ist brutal, die Zeit knapp. Thioune muss der Mannschaft schnell vermitteln, dass sie wieder an sich glauben kann. Taktische Feinheiten sind zweitrangig, wenn das Selbstvertrauen am Boden liegt.

Bremen ist ein Traditionsklub, der schon zweimal abgestiegen ist. Ein drittes Mal wäre eine Katastrophe für den Verein und seine Anhänger. Die Verantwortlichen haben mit Thioune einen Trainer geholt, der keine großen Versprechen macht. Er redet nicht von Wundern, sondern von Arbeit. Das ist in dieser Situation genau die richtige Haltung.

Ob sie ausreicht, wird sich zeigen. Aber eines ist sicher: Thioune hat sich diesen Moment verdient. Nicht durch Beziehungen oder Glück, sondern durch Beharrlichkeit. Jetzt muss er liefern.

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