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·6. August 2026

Transfer-Coup Mikey Moore: So sinnvoll ist die Leihe ohne Kaufoption

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Redaktion

6 August, 2026

Per Leihgeschäft soll Mikey Moore aus Tottenham nach Köln wechseln. Allerdings ohne Kaufoption. Doch macht ein Deal dieser Art Sinn für die Geißböcke? 1. FC Köln: Für und Wider des Moore-Transfers.

Der 1. FC Köln steht Medienberichten zufolge kurz vor der Ausleihe von Mikey Moore. Eine Kaufoption für den jungen Offensivspieler von Tottenham soll es nicht geben. Dennoch scheinen die Verantwortlichen von dem Schritt überzeugt. Was sind die positiven Aussichten bei dieser Leihe und welche Risiken bringt sie auch mit sich?

Mikey Moore soll auf der Liste der Kölner stehen (Foto: Ian MacNicol/Getty Images)

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Nach Reigan Heskey steht der 1. FC Köln offenbar kurz vor der Verpflichtung eines weiteren englischen Top-Talents. Der Verein arbeitet an einer Ausleihe von Mikey Moore von den Tottenham Hotspur. Der 18-Jährige ist in der vergangenen Saison für die Glasgow Rangers aufgelaufen und soll in dieser Saison Spielpraxis in einer Top-5-Liga sammeln. Eine Kaufoption soll der FC nicht haben, sodass Moore den Verein nach Saisonende wieder verlassen würde. Trotzdem hätte ein solches Leihgeschäft viele positive Aspekte für den FC. Laut Transfermarkt.de beträgt Moores Marktwert 18 Millionen Euro. Damit wäre er auf Anhieb der zweitwertvollste Spieler im Kölner Profikader. Lediglich Said El Mala wird von dem Portal höher geführt (45 Millionen). Genau diesen El Mala könnte Moore beim FC beerben. Sollte der FC-Shootingstar den Verein in diesem Sommer noch verlassen, hätte man in Köln direkt Ersatz parat.

Moore bevorzugt den linken Flügel, kann aber auch im offensiven Mittelfeld spielen. Auch wenn es nur für eine begrenzte Zeit ist, hat der 1. FC Köln die Chance, seinen Wunschspieler zu verpflichten und damit auch aufzuzeigen, wie attraktiv der Verein für junge Spieler von Top-Vereinen plötzlich ist. Nach einer starken Saison in Schottland gab es auch andere Interessenten für den Spieler. Unter anderem sollen Tottenham Angebote von bis zu 30 Millionen Euro vorgelegen haben. Am Ende, so verdichten sich die Indizien, wird es wohl der FC. Der Verein kann sich damit den Ruf erarbeiten, für junge Talente aus aller Welt ein attraktiver Standort zu sein. Sollte Moore an seine bisherige Entwicklung anknüpfen, haben die Kölner Verantwortlichen einen außergewöhnlichen Spieler verpflichtet, der den FC im Kampf um den Klassenerhalt deutlich verstärken kann – wenn auch nur für ein Jahr. Die Geißböcke würden diesen Deal aber wohl nicht eingehen, wenn sie nicht von einer Soforthilfe überzeugt wären.

Arbeit ohne Lohn?

Ein Leihkonstrukt ohne Kaufoption bietet auf der anderen Seite immer potenzielle Risiken. Moore, der am kommenden Dienstag seinen 19. Geburtstag feiert, würde mit der Empfehlung einer guten Saison in Schottland nach Köln kommen. Ob er in der Bundesliga jedoch auf Anhieb einschlägt, ist ungewiss. Auch wenn eine europäische Topliga der nächste logische Schritt in seiner Entwicklung ist, bleibt dennoch fraglich, wie schnell er sich an die neue Liga und das Niveau anpassen kann. Gerade bei einer kurzen Leihe bleibt in der Regel nur wenig Eingewöhnungszeit, da sich der aufnehmende Verein eine Soforthilfe verspricht. Auch wenn Moore schon vieles mitbringt, so ist er immer noch ein junger Spieler, der sich in Köln entwickeln soll. Dabei könnte er gleichzeitig eigenen Jugendspielern, die auf ähnlichen Positionen spielen, die Einsatzzeiten wegnehmen. Anstatt auf Spieler wie Youssoupha Niang, Maik Akumu oder Nilas Yacobi zu setzen, würde Moore wohlmöglich den Talenten aus dem eigenen Nachwuchs die Spielzeit wegnehmen.

Die Vuskovic-Problematik

Während Moore zum Saisonende nach London zurückkehrt, könnte die Entwicklung der vereinsinternen Talente womöglich aufgrund mangelnder Spielzeit stagnieren. Selbst wenn Moore eine herausragende Saison spielen würde, bleibt die Frage, inwieweit der FC davon nachhaltig profitiert. Ein vergleichbares Modell gab es bei den Spurs in der vergangenen Saison mit Innenverteidiger Luka Vuskovic. Der Kroate hat die Saison beim Hamburger SV verbracht und ist dort zeitnah zum Abwehrchef, Leistungsträger und Publikumsliebling avanciert. Schnell war klar, dass der HSV nicht in der Lage sein würde, die geforderte Ablösesumme zu bezahlen. Die Konsequenz: Vuskovic wechselte im Sommer für viel Geld nach Brighton und die Hamburger hatten das Nachsehen. Ein Schicksal, das auch dem 1. FC Köln blühen kann.


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