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·29. Juni 2026
Transfer-Stotterstart: HSV-Vorstand gibt Versprechen ab

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·29. Juni 2026

Der Hamburger SV müht sich in der Anfangsphase des Transfersommers noch ein wenig ab. HSV-Vorstand Eric Huwer begründet das mit den aktuell unerschwinglichen Preisen, die der Markt zu bieten habe. Der für die Finanzen zuständige Manager versprach im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt allerdings auch, dass Sportdirektor Claus Costa noch gewinnbringende Verstärkungen an die Elbe lotsen werde.
"Ich habe jeden Tag mit Claus telefoniert und kann jeden Fan beruhigen. Gemeinsam mit Chefscout Sebastian Dirscherl telefoniert Claus zu Hause die Akkus reihenweise leer", machte Huwer deutlich. Bis Ende August werde man "eine Mannschaft ins Feld jagen, die in der Lage sein wird, drei Mannschaften hinter sich zu lassen". Damit macht der aktuell in den USA verweilende Vorstand aber auch klar, dass nur der Klassenerhalt in der kommenden Saison Priorität habe.
Die Hamburger haben bislang nur den Kauf von Kofi Amoako, der aus Dresden kommt, und die Festverpflichtung von Leihspieler Albert Grönbaek unter Dach und Fach gebracht. Seitdem ist nichts passiert. "Die Sache ist die: Wir könnten frühzeitig Verlässlichkeit haben, dann allerdings zu dem einen oder anderen Mondpreis. Der neue HSV ist nicht bekannt dafür, Mondpreise zu zahlen", hielt Huwer fest.
Klar ist aber auch, dass der Druck nicht gerade gering ist. Abwehr-Ass Luka Vuskovic wird den Verein nach seinem Leih-Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit verlassen, während es bei Fabio Vieira immerhin noch Hoffnung gibt. Definitiv weg sind Robert Glatzel, Ransford Königsdörffer, Giorgi Gocholeishvili sowie die Leihspieler Philip Otele und Damion Downs. Zudem soll Jean-Luc Dompé auf einen Wechsel drängen. Sieht also danach aus, als müsste der HSV die halbe Mannschaft umgestalten.
Huwer ist davon überzeugt, dass man schon bald Fortschritte verkünden darf. "Wir bekommen den einen oder anderen Transfer in den nächsten Wochen finalisiert - allerdings zu unseren Vorstellungen", kündigte er an. Die Hamburger wollen sich zudem bei der Weltmeisterschaft nach interessanten Spielern umsehen. "Natürlich gibt es den einen oder anderen Spieler, den wir auf dem Radar haben. Wir schauen uns die Spiele ganz genau an", beteuerte er. Aktuell sei der Transfermarkt allerdings noch nicht so in Bewegung. "Das ist für uns selbst ein Stück weit ernüchternd. Mal schauen, wie sich das nach der Gruppenphase entwickelt", blickte er voraus.
Der HSV steigt am 8. Juli in die Vorbereitung zur neuen Saison ein. Hier wird wohl nur ein dezimierter Kader zur Verfügung stehen. Im letzten Sommer sah es auf dem Transfermarkt für den HSV allerdings auch lange eher ernüchternd aus. Die Rothosen wurden als Abstiegskandidat Nummer eins angesehen, ehe mit Fabio Vieira, Luka Vuskovic und Albert Sambi Lokonga auf dem letzten Drücker noch vielversprechende Deals eingetütet werden konnten. Diese haben dem HSV letztlich auch den Klassenerhalt eingebracht.
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