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·18. März 2026

Transferfrust mitten in der Derbywoche: Wird der Reitz-Abgang zum Vorteil für den FC?

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Transferfrust mitten in der Derbywoche: Wird der Reitz-Abgang zum Vorteil für den FC?

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Hendrik Broschart

18 März, 2026

Mitten in der Derbywoche herrscht Unruhe bei Borussia Mönchengladbach. Kapitän Rocco Reitz wechselt im Sommer nach Leipzig. Fans reagieren irritiert, auch der Zeitpunkt der Bekanntgabe stößt auf Kritik – und könnte so dem 1. FC Köln in die Karten spielen: Wird der Reitz-Abgang zum Vorteil für den FC?

Mitten in der Derbywoche verlässt Kapitän Rocco Reitz Borussia Mönchengladbach Richtung RB Leipzig, was bei den Borussen-Fans für Unmut sorgt und den Zeitpunkt der Bekanntgabe kritisch wirken lässt. Kann der 1. FC Köln diese Situation im Derby zu seinen Gunsten nutzen?

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Sein Wechsel zu RB Leipzig stößt vielen Anhängern vor den Kopf: Gladbachs Rocco Reitz (Photo by Fabio Deinert/Getty Images)

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Weniger als eine Woche vor dem Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach gab der Club vom Niederrhein am Montag den Abgang von Kapitän und Eigengewächs Rocco Reitz zu RB Leipzig bekannt. Der Transfer stößt bei vielen Fans sauer auf, zudem ist der Zeitpunkt der Bekanntgabe unsensibel gewählt. Kann der Reitz-Wechsel den dringend benötigten Kölner Sieg begünstigen? Der 23-Jährige verlässt seinen Ausbildungsclub für kolportierte 23 Millionen Euro. Damit wird er zum viertteuersten Abgang in der Geschichte der Gladbacher. „Die Ablösesumme, die wir für Rocco erhalten werden, ist die höchste, die Borussia je für einen selbst ausgebildeten Spieler generieren konnte. Der frühe Zeitpunkt der Einigung hilft uns sehr bei unseren Planungen“, sagt Rouven Schröder, Geschäftsführer Sport in einer Pressemitteilung des Vereins.

Reitz: „Werde mich zerreissen“

Klar ist, dass die Fohlen mit Reitz einen ihrer Schlüsselspieler verlieren. Reitz, der mit sieben Jahren nach Gladbach kam, hat den Sprung in den Profifußball geschafft und sich nach zwei Leihstationen im Mittelfeld etabliert. In Abwesenheit von Kapitän Tim Kleindienst, der mit einer Knieverletzung auch für das Spiel gegen Köln ausfällt, wurde ihm das Kapitänsamt übertragen. Wohl niemand im Gladbacher Kader strahlt so viel Identifikationspotenzial aus wie Rocco Reitz – und ebendieser verlässt nun den Verein. „Dass Rocco bis zum Ende der Saison alles in seiner Macht Stehende tun wird, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen, darüber kann es angesichts seines Charakters und seiner Vita keinen Zweifel geben“, teilte Schröder mit.

Reitz selbst erklärte seine Entscheidung: „Ich habe mich entschieden, ab Sommer einen neuen Abschnitt in meiner Karriere zu beginnen. Natürlich kann ich verstehen, dass der eine oder andere meinen Entschluss, den Verein zu verlassen, nicht nachvollziehen kann. Diese Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen.“ Gleichzeitig betonte der zukünftige Leipziger die Bedeutung des anstehenden Duells mit Köln. „Ich kann versprechen, dass ich mich in jedem verbleibenden Spiel mit allem, was ich habe, zerreißen werde – vor allem im Derby jetzt am Wochenende.“

Ein Vorteil für den 1. FC Köln?

Es wäre sicherlich vermessen, aus den Verstimmungen rund um den Transfer einen sportlichen Vorteil für den 1. FC Köln abzuleiten. Schließlich konnten die Gladbacher am vergangenen Wochenende gegen St. Pauli einen 2:0-Sieg einfahren, obwohl ihr rotgesperrter Mittelfeldspieler nicht mitwirken konnte. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Wechsel für zusätzliche Spannung zwischen den Anhängern auf den Rängen und der Mannschaft auf dem Platz sorgt. Diese gilt es für Lukas Kwasniok und seine Geißböcke auszureizen, um die Wut über den Wechsel in Unsicherheit umzumünzen. Und die kann man vor einem prestigeträchtigen Spiel wie dem Derby am Samstag (Anstoß um 15:30 Uhr, abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com) sicher nicht gebrauchen.

Genauso wenig wie der FC nun die Gerüchte um Said El Mala gebrauchen kann. Der Kölner Offensivspieler soll laut „Bild“ Brighton eine mündliche Zusage für einen Sommer-Wechsel gegeben haben. Ein Nebenschauplatz, den man beim FC vor dem Derby sicher gerne vermieden hätte.


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