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·22. Juli 2026

Transferstrategie: FC Bayern kauft früh ein, doch Palhinha bleibt ein Problem

Artikelbild:Transferstrategie: FC Bayern kauft früh ein, doch Palhinha bleibt ein Problem

Der FC Bayern zieht seine Transfers in diesem Sommer deutlich früher durch als gewohnt, die Handschrift von Uli Hoeneß ist unverkennbar. Ein Problemfall namens João Palhinha bleibt Max Eberl trotzdem erhalten.

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Marokkos Ismael Saibari (Nummer 11) bejubelt das erste Tor seiner Mannschaft im WM-Gruppenspiel der Gruppe C gegen Brasilien. Die Partie fand am 13. Juni 2026 im New York New Jersey Stadium in East Rutherford statt. Dan Mullan / Getty Images


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„Von Ausnahmefällen abgesehen, sollten wir in Zukunft nicht am letzten Transfertag mehr mitten im Geschehen sein. Früher haben wir über diesen Deadline Day gelacht.“ Mit diesen Worten hatte sich Uli Hoeneß (74) bereits 2023 in der „Süddeutschen Zeitung“ über den in letzter Sekunde geplatzten Wechsel von João Palhinha (31) geärgert. Zwei Jahre später zeigt die Ansage offenbar Wirkung.

Sportvorstand Max Eberl (52) legt in diesem Sommer ein Tempo vor, das man beim FC Bayern lange nicht gesehen hat. Bei den wichtigen Personalien handelt der 52-Jährige auffallend zügig und lässt sich nicht mehr bis zum letzten Tag der Wechselperiode treiben.

Saibari, Brown und die Laimer-Verlängerung als Beleg für das neue Tempo

Der Transfer von Ismael Saibari (25) von PSV Eindhoven, der die Bayern rund 50 Millionen Euro kosten soll, war bereits eingetütet, bevor der Marokkaner bei der WM mit drei Toren in fünf Partien für Aufsehen sorgte. Der Offensivspieler soll das Angriffsspiel der Münchner beleben und ist auf nahezu jeder Position im vorderen Drittel einsetzbar.

Ebenfalls für rund 50 Millionen Euro gesichert und bereits offiziell verkündet ist der Wechsel von DFB-Nationalspieler Nathaniel Brown (23) von Eintracht Frankfurt. Der Außenverteidiger, der vor allem auf der linken Abwehrseite zuhause ist, aber auch rechts aushelfen kann, soll für mehr Konkurrenzkampf in der Defensive sorgen.

Passend zum Trainingsauftakt schnürte der FC Bayern zudem ein weiteres Paket: Konrad Laimer (29) verlängerte seinen Vertrag. Der Allrounder war zuletzt wegen seiner Vielseitigkeit als Sechser oder Außenverteidiger kaum aus der Startelf wegzudenken.

Eberls neue Transfer-Philosophie: Früh handeln statt unter Druck geraten

Hinter diesen frühzeitigen Abschlüssen steckt System. Eberl will Nägel mit Köpfen machen, bevor der Druck im Sommergeschäft steigt. Bei den Zugängen läuft es für den Sportvorstand bereits rund, doch damit wirklich alle Verantwortlichen im Klub zufrieden sind und Eberl am Ende selbst mit einer Vertragsverlängerung belohnt wird, muss auch der Verkauf einiger Ladenhüter gelingen. Namen wie Sacha Boey, João Palhinha und Bryan Zaragoza stehen dabei im Fokus.

Auf der Verkaufsseite war Eberl zuletzt vor allem bei jungen Spielern erfolgreich. Talente wie Aseko (12 Millionen Euro), Asp Jensen (6 Millionen Euro) und Kusi-Asare (6 Millionen Euro) brachten ordentliche Ablösesummen ein. Auch die beiden Ersatztorhüter Alexander Nübel (6,25 Millionen Euro) und Daniel Peretz (8 Millionen Euro) wurden erfolgreich verkauft.

Palhinha bleibt der ungelöste Problemfall

Ausgerechnet der Fall Palhinha könnte Eberl erneut Kopfzerbrechen bereiten. Weil der FC Bayern bei der vereinbarten Kaufoption von rund 30 Millionen Euro nicht von seiner Forderung abrückte, entschied sich Tottenham Hotspur kurzerhand für andere Verstärkungen. Die Folge: Palhinha ist seit Montag zurück an der Säbener Straße, obwohl Trainer Vincent Kompany aktuell keine Verwendung für den Portugiesen hat.

Gelingt es Eberl, auch diesen Knoten frühzeitig zu lösen, würde seine neue Transfer-Strategie tatsächlich in vollem Umfang aufgehen.

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