90PLUS
·8. Februar 2026
Traum-Freistoß und spätes Drama: ManCity dreht Topspiel in Liverpool!

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·8. Februar 2026

ManCity schließt wieder auf sechs Punkte zu Arsenal auf und hält das Titelrennen in der Premier League aufrecht. In Liverpool gerieten die Skyblues in Rückstand, konnten diesen durch zwei späte Tore aber drehen und am Ende knapp mit 2:1 gewinnen. Auf Liverpooler Seite trat Dominik Szoboszlai erst als Traumtorschütze und später in einer kuriosen Szene als Rotsünder in Erscheinung.
Nach dem 4:1-Sieg gegen Newcastle sah Arne Slot keinen Anlass zu Veränderungen und schickte gegen ManCity nochmal dieselbe Startelf ins Rennen. ManCity war unter der Woche im League Cup ebenfalls gegen Newcastle gefordert (3:1), was Pep Guardiola zu fünf Veränderungen in der Startelf veranlasste. Omar Marmoush war einer derer, die erneut beginnen durften.
Schon nach nichtmal zwei gespielten Minuten wurden die Skyblues ein erstes Mal gefährlich, doch Erling Haaland blieb nach Steckpass von Bernardo Silva an Alisson hängen. Auf der anderen Seite machte Abdukodir Khusanov keine gute Figur, Hugo Ekitiké konnte daraus aber kein Kapital schlagen (4.). Die knapp 61.000 Zuschauer an der Anfield Road sahen eine muntere Anfangsphase, in der es die Gäste aus Manchester dann aber zunehmend besser schafften, das Spiel an sich zu reißen – während die Reds nach hohem Pressing in der Anfangsphase immer passiver wurden. Dadurch bot sich den Zuschauern ein zuweilen überraschend einseitiges Topspiel, das ManCity in puncto Ballbesitz und Torschüsse klar dominierte. Was den Gästen fehlte, waren die klaren Torchancen. Guardiolas Plan, im Mittelfeld auf eine Raute zu setzen, schien nicht so richtig aufzugehen – den Skyblues fehlte es im letzten Drittel an Breite.
Nach rund einer halben Stunde entwickelte auch der LFC mal so etwas wie eine Drangphase. Nach einem Fehler von Gianluigi Donnarumma traf der bis dahin blasse Mohammed Salah den Ball nicht richtig (28.), weitere Liverpooler Angriffsbemühungen erstickte die City-Defensive um den starken Marc Guehi im Keim. Auf der anderen Seite scheiterte Haaland nach starker Rodri-Vorarbeit aus spitzem Winkel an Alisson (34.). In einem durchaus munteren Topspiel ging es ohne Tore in die Pause.
Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff setzte Salah den ersten Stich, sein Schuss blieb in der City-Verteidigung hängen. Im direkten Gegenzug spielte Antoine Semenyo einen gefährlichen Diagonalball, den Alisson im letzten Moment klärte – anderenfalls hätte Marmoush freie Bahn gehabt. Die Schlagzahl wurde höher in Anfield. Nach einem Querschläger von Rayan Ait-Nouri bot sich Dominik Szoboszlai die Chance, sein Schuss geriet aber zu zentral (52.). Kurz darauf schlenzte Ekitiké knapp rechts vorbei (53.). Auf der anderen Seite parierte Alisson gegen Semenyo – und leitete den direkten Gegenangriff ein, an dessen Ende Salah mit einer sehenswerten Außenrist-Flanke Ekitiké bediente, der die Kugel freistehend neben das Tor setzte (56.)
Nach einer mehrminütige Verletzungsunterbrechung – Khusanov hatte es im Gesicht erwischt und musste daraufhin ausgewechselt werden – nahm das Hin und Her seinen Lauf. Der gerade erst eingewechselte Ruben Dias verfehlte aus der Distanz nur knapp, im Gegenzug scheiterte der bis dahin unauffällige Florian Wirtz am blockenden Guehi (64.). In Sachen Ballbesitz und Chancen dominierte Liverpool die zweite Halbzeit klar, wenngleich auch die Skyblues immer wieder ihre Momente in der Offensive hatten. Mit Anbruch der Schlussphase erzielte der LFC aber die nicht ganz unverdiente Führung – und das auf traumhafte Art und Weise: Szoboslai legte sich in zentraler Position knapp 25 Meter vor dem gegnerischen Tor einen Freistoß zurecht und jagte diesen anschließend mit Hilfe des rechten Inennpfostens in die Maschen (74.). Donnarumma hatte lediglich zwei Mann in die Mauer gestellt, was sich als Fehler erwies. ManCitys Antwort auf den Rückstand fiel zögerlich aus – doch etwas aus dem Nichts fiel zehn Minuten nach dem Rückstand der Ausgleich: Eine abgefälschte Cherki-Flanke verlängerte Haaland in den Lauf von Bernardo Silva, der die Kugel frei vor Alisson über die Linie stocherte.
Mit Anbruch der Nachspielzeit wurde Matheus Nunes im Strafraum von Alisson gefällt, Schiedsrichter Craig Pawson zeigte auf den Punkt. Haaland stellte sich der Verantwortung und traf unten links zum 2:1 (90.+3). Ait-Nouri verpasste kurz darauf das 3:1, was sich beinahe noch gerächt hätte – weil Alexis Mac Allister aus der Distanz abzog, aber Donnarumma mit einem überragenden Reflex den Seinen die drei Punkte rettete. Stattdessen konterten die Skyblues nach einer Ecke und Haaland traf ins verwaiste Tor zum vermeintlichen 3:1-Endstand. Dann das Kuriosum: Pawson pfiff das Tor zurück und checkte am Monitor den vorausgegangenen Zweikampf zwischen Haaland und Szoboszlai. Der Norweger hatte den Ungar am Trikot gezogen, doch zuvor hatte Szoboslai Haaland per Notbremse gestoppt. Das Resultat: Pawson konnte den Vorteil nicht gelten lassen, stattdessen wurde Szoboszlai mit glatt Rot des Feldes verwiesen.
Nach knapp 115 gespielten Minuten war Schluss, es blieb beim 2:1 für ManCity – das damit sechs Punkte hinter Tabellenführer Arsenal bleibt und die Meisterschaftsambitionen aufrechterhält. Liverpool steht derweil vier Punkte hinter dem fünftplatzierten Chelsea und muss um die Champions-League-Qualifikation bangen.









































