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·8. September 2026

Trotz Fehlstart und Gegentor-Flut: Warum die Eintracht auf Not-Transfers verzichtet

Artikelbild:Trotz Fehlstart und Gegentor-Flut: Warum die Eintracht auf Not-Transfers verzichtet

Der Saisonauftakt von Eintracht Frankfurt glich einem bösen Erwachen. Nach einem wilden 3:3 bei Union Berlin gingen die Hessen am vergangenen Wochenende im heimischen Deutsche Bank Park mit 1:4 gegen den FC Augsburg unter. Mit nur einem Punkt und bereits sieben Gegentreffern rangiert die SGE damit im Tabellenkeller der Bundesliga. Angesichts der offensichtlichen defensiven Abstimmungsprobleme wurde der Ruf nach schnellen Nachbesserungen prompt laut. Obwohl das reguläre Transferfenster geschlossen ist, bliebe theoretisch noch die Verpflichtung vereinsloser Spieler, um den Kader kurzfristig mit defensiver Routine zu verstärken. Doch die Frankfurter Führungsetage winkt entschlossen ab.

Krösche stellt klar: Keine Panik-Aktionen

Auf die konkrete Nachfrage eines Reporters des Hessischen Rundfunk, ob sich die Frankfurter nun nach arbeitslosen Außenverteidigern umsehen müssen, antwortete Sportvorstand Markus Krösche mit einem simplen wie unmissverständlichen "Nein". Der Eintracht-Boss will trotz des schwachen Starts keine Hektik aufkommen lassen: "Wir haben junge Spieler und wir vertrauen denen. Ja, wir haben verloren, aber wir müssen jetzt auch nicht alles infrage stellen."Wie Eintracht-Experte Christopher Michel via X berichtet, hat diese Zurückhaltung Methode. Demnach möchte die SGE ganz bewusst nicht mehr auf dem Markt der vertragslosen Profis aktiv werden. Der Grund: Ein solcher Schritt hätte schlichtweg den Charakter von purem Aktionismus. Die Eintracht habe den Kader im Sommer ganz gezielt und planmäßig verkleinert, das interne Vertrauen in die aktuelle Mannschaft sei weiterhin ungebrochen groß.


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Der Frankfurter Weg: Entwicklung statt Notlösungen

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Sieben Gegentore in zwei Spielen: Die Eintracht offenbarte zum Start große Abstimmungsprobleme | Alex Grimm/GettyImages

Der Verzicht auf schnelle Notverpflichtungen passt zur übergeordneten Philosophie der Hessen. Im abgelaufenen Transfersommer erwirtschaftete der Klub durch lukrative Abgänge - unter anderem Nathaniel Brown für rund 50 Millionen Euro zum FC Bayern München oder Aurèle Amenda zu Coventry City - ein dickes Transferplus von über 45 Millionen Euro. Das Geschäftsmodell basiert darauf, junge, hochtalentierte Akteure zu fördern und weiterzuentwickeln. Ältere, vereinslose Profis würden diesem Konzept widersprechen und Nachwuchskräften wertvolle Einsatzminuten blockieren. Hinzu kommt: Spieler ohne Verein stehen seit Monaten nicht im vollen Spielrhythmus und bräuchten Wochen, um die taktischen Abläufe zu verinnerlichen. Stattdessen setzt man in Frankfurt auf Geduld. Nach der Länderspielpause sollen sich die spät verpflichteten Neuzugänge wie Innenverteidiger Lilian Brassier oder Abräumer Raphael Onyedika endgültig stabilisieren. Trotz der aktuellen Fan-Kritik bleibt die Eintracht ihrer Linie treu: Keine Not-Transfers, sondern volles Vertrauen in den eigenen Kader.

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