1. FSV Mainz 05
·9. Mai 2026
Trotz früher Unterzahl: U19 zieht ins Halbfinale ein

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·9. Mai 2026

Die Mainzer U19 hat dank einer starken kämpferischen Leistung und eines Traumtores von Mika Preßler das Halbfinale der DFB-Nachwuchsliga erreicht. Beim 0:1 (0:0)-Auswärtssieg bei RB Leipzig wuchsen die jungen 05ER, die nach einem harten Platzverweis gegen Jeremiah Debrah rund vierzig Minuten in Unterzahl spielen mussten, bevor auch die Gastgeber nur noch zu zehnt weiterspielen, über sich hinaus, indem sie sich in jeden Schuss warfen und die knappe Führung bis zum Ende verteidigten.
"Es ist echt unglaublich und total schön zu sehen, wie viel Teamgeist und Resilienz in dieser Mannschaft steckt. Dass vier verletzte Spieler privat mit dem Auto nach Leipzig gefahren sind und nach dem Spiel in der Kabine mitgefeiert haben, das zeigt, wie gerne die Jungs auch nach einem Jahr voller harter Arbeit Zeit miteinander verbringen. Dieser Zusammenhalt hat uns auch heute wieder ausgezeichnet, nachdem wir nach der frühen, unberechtigten roten Karte in Unterzahl spielen mussten. Trotz dieser sehr schweren Herausforderung haben wir es geschafft, bei uns zu bleiben und haben uns den Sieg über 90 Minuten verdient, weil wir besser als Team agiert haben und in Gleichzahl auch besser Fußball gespielt haben. Jetzt genießen wir den Moment und freuen uns darauf, eine weitere Woche miteinander verbringen zu können ", fiel das Fazit des stolzen U19-Cheftrainers Jan Kirchhoff aus.
05ER lassen sich von frühem Platzverweis nicht aus dem Konzept bringen
Nach dem überzeugenden Achtelfinal-Sieg gegen Augsburg hatte Kirchhoff bewusst auf Veränderungen in der Spielvorbereitung verzichtet und vertraute derselben Startelf wie beim 3:1-Erfolg in der Vorwoche. Beide Teams tasteten sich zu Beginn erstmal ab und strahlten in der Anfangsphase keinerlei Torgefahr aus. In der 19. Minute setzte Abdul Al Khalaf den ersten Torschuss der Partie ab, den 05-Schlussmann Daniel Posch jedoch problemlos entschärfen konnte. Drei Minuten später folgte dann ein großer Schock für den FSV: Nachdem Jeremiah Debrah mit ausgestrecktem Bein seinen Gegenspieler leicht touchiert hatte, traf Schiedsrichter Lennard Brenmoeh die harte Entscheidung, den 17-Jährigen vom Platz zu stellen. In der Folge zogen sich die Rheinhessen etwas weiter zurück und fokussierten sich auf Umschaltaktionen. Kurz vor der Pause wurden die 05ER jedoch besser und übernahmen kurzzeitig die Spielkontrolle. Über den schnellen Philipp Schreiber gelangte der Ball zu Mika Preßler, dessen Kopfball allerdings deutlich über das Leipziger Tor ging (42.). Kurz darauf hatte Batuhan Deliboyaz nach einer Ecke die beste Chance im ersten Durchgang, scheiterte aber an der starken Reaktion von RB-Torwart Franz Hantschmann, der den Kopfball noch vor der Torlinie parieren konnte. Zwei Minuten später beendete Brenmoeh die ansonsten torchancenarme erste Halbzeit mit dem Pausenpfiff.
Traumtor von Mika Preßler entscheidet die Partie
Nach Wiederanpfiff wurden die Sachsen stärker und vergaben in der 49. Minute eine hundertprozentige Chance auf das 1:0. Nachdem Posch einen Schuss von Toni Langsteiner prallen lassen musste, schoss der freistehende Yohan Kouatcha die Kugel aus fünf Metern über den Mainzer Kasten. Diese verpasste Möglichkeit rächte sich bereits zwei Minuten später, als Mika Preßler 40 Meter vor dem Leipziger Tor einen Fehlpass von Langsteiner eroberte und den weit vor seinem Tor stehenden Hantschmann überlupfte - der Führungstreffer für den FSV. In der Folge erhöhten die Gastgeber den Druck, doch die 05ER warfen sich aufopferungsvoll in jeden Schuss und überstanden die Leipziger Druckphase unbeschadet. In der 60. Minute hätte der mit aufgerückte Dominik Horlbeck beinahe auf 2:0 erhöht, wenn RB-Kapitän Jamie Schuldes die Kugel nicht im letzten Moment zur Ecke abgefälscht hätte.
Die restlichen 30 Minuten musste die Kirchhoff-Elf dann nicht mehr in Unterzahl bestreiten, nachdem Benno Kaltefleiter für ein taktisches Foul an Mika Preßler seine zweite gelbe Karte sah und somit des Feldes verwiesen wurde (63.). Im Zehn-gegen-Zehn lieferten sich beide Teams ein intensives Duell auf Augenhöhe, in dem es jedoch erst in der Schlussphase wirkliche gefährliche Torschüsse gab. Sieben Minuten vor dem Ende parierte Posch einen noch abgefälschten Schuss von Faik Sakar aus 12 Metern, bevor Janega auf der Gegenseite nur den Pfosten traf (88.). Glücklicherweise gleichte sich das Aluminium-Pech kurz darauf aus, da Langsteiners Kopfball in der Nachspielzeit an die Latte ging (90+5.). Wenig später beendete Brenmoeh die Partie, sodass die jungen 05ER nach 97 Minuten voller Kampf ihren verdienten Halbfinaleinzug bejubeln konnten.
Wiedersehen mit Hoffenheim
Im Halbfinale trifft die Kirchhoff-Elf mit der TSG Hoffenheim auf einen alten Bekannten, der sich im Parallelspiel gegen Energie Cottbus durchsetzen konnte. Das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht datierte Spiel wird das dritte Aufeinandertreffen der Kirchhoff-Elf mit den Kraichgauern sein, nachdem die beiden Begegnungen in der Gruppenphase der DFB-Nachwuchsliga mit jeweils unterschiedlichen Siegern ausgegangen waren.
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