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·25. Februar 2026
Trotz Platz 1: Nürnberg II verzichtet auf Drittliga-Zulassung

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Mit 46 Punkten aus 19 Spielen führt die U23 des 1. FC Nürnberg die Regionalliga Bayern souverän an. In der 3. Liga werden die Franken in der kommenden Saison allerdings definitiv nicht antreten. Wie der Club am Mittwoch vermeldete, wird keine Drittliga-Zulassung beantragt.
Begründet wird die Entscheidung mit "infrastrukturellen" und "wirtschaftlichen" Themen sowie mit dem bisherigen Ausbildungskonzept. "Wir alle streben nach maximalem sportlichen Erfolg. Ein Aufstieg in die dritte Liga hätte jedoch auf mehrere Bereiche weitreichende Implikationen gehabt", erklärt Sportvorstand Joti Chatzialexiou. Ein Knackpunkt war die Stadionfrage. Derzeit trägt die Zweitvertretung ihre Heimspiele auf dem Max-Morlock-Platz aus, der mit nur 3.000 Plätzen jedoch nicht drittligatauglich ist. Ein Umzug in das Max-Morlock-Stadion kam ebenfalls nicht infrage, da dort neben den Zweitliga-Profis auch die Frauen spielen. Entsprechend hätten in Spielstätten im Umland "große Summen investiert werden müssen, um den Anforderungen der 3. Liga gerecht werden zu können", teilte der FCN mit.
Weiter heißt es: "Zudem hätten sich die bisherigen Kaderkosten verändert, was ebenfalls in die wirtschaftliche Analyse eingeflossen ist." Dennoch bewertet der Club die Tatsache, sich über die Drittliga-Zulassung überhaupt Gedanken zu machen, als positiv. "Denn das bestätigt eindrucksvoll, wie gut im Club Nachwuchs gearbeitet wird", betont Chatzialexiou. "Wir haben bereits bewiesen, dass unser bestehendes Ausbildungskonzept in der Regionalliga gut funktioniert, welches wir nun auch so weiterführen werden."
Neben Nürnbergs U23 hat auch der FV Illertissen als Tabellenvierter seinen Verzicht auf die Drittliga-Zulassung erklärt – vor allem aufgrund der Tatsache, dass den Schwaben ein drittliga-taugliches Stadion fehlt. Somit haben Drittliga-Absteiger SpVgg Unterhaching und die Würzburger Kickers, die mit jeweils 39 Punkten auf den Plätzen zwei und drei stehen, die besten Chancen auf den Aufstieg – sofern beide Klubs die Zulassung beantragen und die Anforderungen für die 3. Liga auch erfüllen. Direkt steigt der Meister, beziehungsweise der aufstiegsberechtigte Verein mit den meisten Punkten, in dieser Saison allerdings nicht auf, sondern muss sich zunächst in zwei Entscheidungsspielen gegen den Meister der Nordost-Staffel durchsetzen.
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