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·27. September 2026
Tuchel in der Kritik: Englische Presse rechnet mit den Three Lions ab

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Harry Kane vergab vom Punkt, England verlor zum Start der Nations League mit 2:3 gegen Spanien. Für Thomas Tuchel wächst nach der Niederlage gegen den Welt- und Europameister der Druck, die englischen Medien gehen mit den Three Lions hart ins Gericht.
LONDON, ENGLAND – 26. September 2026: Thomas Tuchel, Trainer der englischen Nationalmannschaft, reagiert während des UEFA-Nations-League-Gruppenspiels zwischen England und Spanien im Wembley Stadium. (Foto: Carl Recine/Getty Images)
Ausgerechnet ein Tritt auf den eigenen Schnürsenkel brachte Harry Kane und damit auch Thomas Tuchel in Wembley in eine folgenschwere Lage. Nach dem bitteren Rückschlag gegen Spanien musste sich der deutsche Teammanager bei den kritischen Fragen wiederholt durch den grauen Bart streichen, ehe er die Pressekonferenz mit einem knappen „Dankeschön“ beendete.
In der 54. Minute hätte der Kapitän der Engländer per Foulelfmeter auf 3:1 stellen können. Kane rutschte jedoch weg, traf den Ball an sein Standbein und sah das Spielgerät anschließend an die Latte springen. Der Bayern-Stürmer erklärte die Szene offen: „Ich bin mir tatsächlich auf die Schnürsenkel getreten. Das hört sich jetzt komisch an, aber es hat mich aus der Balance gebracht“.
Der 33-Jährige übernahm die Verantwortung für den Fehlschuss. „Dafür gibt es keine Entschuldigung“, sagte Kane: „Ich hätte treffen müssen.“ Tuchel sah in einem möglichen dritten englischen Tor ebenfalls den entscheidenden Moment: „Der dritte Treffer wäre der entscheidende Schlag gewesen“.
Statt eine komfortable Führung auszubauen, verlor England die Kontrolle über die Partie. Alex Baena glich als Joker in der 60. Minute aus, ehe Mikel Oyarzabal ebenfalls nach seiner Einwechslung in der 74. Minute den spanischen Sieg perfekt machte.
LONDON, ENGLAND – 26. September 2026: Mikel Oyarzabal von Spanien feiert seinen dritten Treffer im UEFA-Nations-League-Gruppenspiel gegen England im Wembley Stadium. (Foto: Justin Setterfield/Getty Images)
Der Spielverlauf hatte zunächst klar für die Iberer gesprochen. Bereits nach zwei Minuten nutzte Lamine Yamal einen schweren Fehler von Englands Innenverteidiger Marc Guéhi zur Führung. Die Gäste ließen in der Folge mehrere Großchancen ungenutzt. Nach rund 20 Minuten hätten die Three Lions bereits mit drei Treffern zurückliegen können, ohne dass sie sich hätten beklagen dürfen.
Nur in der Phase rund um die Halbzeit bot England dem Welt- und Europameister Paroli. Anthony Gordon glich in der 36. Minute aus, Kane drehte die Begegnung vier Minuten später. Damit stand der Verlauf der Neuauflage des EM-Endspiels von 2024 kurzzeitig auf dem Kopf.
Spanien, das nun seit 39 Spielen ungeschlagen ist, setzte sich letztlich dennoch durch. Kane sah trotz der Niederlage positive Ansätze bei seinem Team: „so gut wie seit Langem nicht mehr“ sei Englands Auftritt während seiner stärksten Spielphase gewesen. „Wir wissen, dass wir dieses Niveau erreichen können – und an einem anderen Tag hätten wir das Spiel gewonnen“, sagte der Angreifer.
LONDON, ENGLAND – 2. Oktober 2022: Harry Kane von Tottenham Hotspur spricht vor dem NFL-Spiel zwischen den Minnesota Vikings und den New Orleans Saints im Tottenham Hotspur Stadium mit den Medien. (Foto: Catherine Ivill/Getty Images)
Die verpasste Chance Kanes verschärfte den Nachgang für Tuchel zusätzlich. Die Daily Mail schrieb nach der schwachen Defensivleistung, der deutsche Coach dürfte „nach dieser katastrophalen Defensivleistung unter Druck stehen“. Noch grundsätzlicher fiel das Urteil bei The Sun aus. Der Kommentator sah England zwei Monate nach dem WM-Halbfinal-Aus gegen Argentinien „so weit weg wie nie zuvor davor entfernt sind, etwas zu gewinnen“.
Tuchel verwies nach dem Schlusspfiff auf Einsatz und spielerische Qualität seiner Mannschaft, sah aber vor allem die entscheidenden Fehler: „Wir werden die Mannschaft weiter antreiben“, sagte der Chefcoach. „Wir haben alles getan, um Spanien zu schlagen. Aber auf diesem Niveau kommt es auf Kleinigkeiten an. Wir haben zu viele grobe Fehler gemacht. Aber der Einsatz war da und die Qualität war da.“
Für Kane und seine Teamkollegen geht es bereits am Dienstag in Tschechien weiter. Der Kapitän forderte eine schnelle Reaktion: „Wir müssen das Positive daraus mitnehmen. Wir müssen uns jetzt wieder aufrappeln und in ein paar Tagen erneut angreifen.“







































