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·4. Oktober 2026

Türkei: Schiedsrichter-Chef Gündogdu muss nach Korruptionsermittlungen in Untersuchungshaft

Artikelbild:Türkei: Schiedsrichter-Chef Gündogdu muss nach Korruptionsermittlungen in Untersuchungshaft

Ferhat Gündogdu, Vorsitzender der Zentralen Schiedsrichterkommission des türkischen Fußballverbands, sitzt in Untersuchungshaft. Ein Istanbuler Gericht ordnete sie für ihn und vier weitere Personen an, wie die Agenturen AFP und Anadolu am 3. Oktober 2026 berichteten. Zwei Beschuldigte kamen unter Auflagen frei.

Was bislang bekannt ist

Gündogdu war am Dienstag bei Durchsuchungen festgenommen worden, nach Angaben des SID in vier Provinzen. Laut AFP durchsuchten die Ermittler auch den Videoraum in der Verbandszentrale. Insgesamt sieben Beschuldigte wurden dem Haftrichter im Gerichtsgebäude Caglayan vorgeführt.


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Ermittelt wird nach Agenturangaben wegen Urkundenfälschung, Untreue und der unrechtmäßigen Beschaffung personenbezogener Daten. Justizminister Akin Gürlek erklärte, es gehe um mögliche Einflussnahme auf die Einstufung, Ansetzung, Bewertung und Ernennung von Schiedsrichtern sowie auf Regelprüfungen.

Der Hintergrund: der Wettskandal

Der türkische Fußball steht seit dem vergangenen Jahr unter Druck. Damals waren 149 Schiedsrichter wegen des Vorwurfs illegaler Sportwetten suspendiert worden.

Nach Angaben des SID verwies der Verband zudem am Donnerstag 448 Vereinsfunktionäre wegen Wettvergehen an seine Disziplinarkommission. Eine direkte Stellungnahme des Verbands zu Gündogdus Inhaftierung lag laut AFP zunächst nicht vor.

Wie es weitergeht

Die Ermittlungen führt nach Angaben des Portals Türkiye Today eine Abteilung der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft für illegale Wetten und Sportkriminalität. Ein Termin für einen Prozess ist bislang nicht bekannt.

Die Verbandsführung war laut AFP am Freitag beim Nations-League-Spiel in Belgien, das die türkische Nationalmannschaft am 2. Oktober mit 0:3 verlor.

Offizielle Angaben des türkischen Fußballverbands zur kommissarischen Leitung des Schiedsrichterwesens stehen zum aktuellen Zeitpunkt noch aus. Für den Spielbetrieb der Süper Lig nach der Länderspielpause ist damit offen, wer die Ansetzungen verantwortet.

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