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·8. September 2026
Typisch BVB

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·8. September 2026

Borussia Dortmund gewinnt sein erstes Spiel der neuen Champions League 3:2 gegen Villareal. Matthias Esch ist live im Stadion dabei und sieht jede Menge typische Momente.
Der BVB macht wieder BVB-Sachen. Das 3:2 gegen Villareal ist so typisch für diesen Verein, wie es nur irgendwie geht.
Fangen wir vorne an. Dienstagabend, 20 Grad. Es regnet, als Gregor Kobel zum Warmmachen den Platz betritt, aber die Stimmung in Dortmund ist sonnig. Die Fans geben Gas, alle freuen sich auf diesen ersten Champions League-Spieltag. Auch die 39 mitgereisten Fans aus Spanien.
Sich selbst die Euphorie zerhauen, das kann der BVB. Jahrelange Übung, einstudiert und in Perfektion mehrfach aufgeführt. Und so stolpert die Borussia etwas in dieses Spiel, das zunächst wenige Highlights hat. Typischer Kovac-Fußball. Erstmal abwarten. Wie schon gegen Hoffenheim zeigt der BVB eine mehr als ausbaufähige erste Hälfte, die überschattet wird vom nächsten Verletzungsschock.
In der 24. Minute kippt Dortmunds zweiter griechischer Neuzugang Konstaninos Karetsas einfach um und bleibt liegen. Der griechische Youngster ist danach so benommen, dass er mit der Trage vom Platz gebracht werden muss. Gute Besserung an dieser Stelle. Was dann passiert ist erneut typisch Dortmund. Ein Raunen geht durch das ausverkaufte Westfalenstadion. Erinnerung werden wach an Giannis Konstatelias, Dortmunds anderen griechischen Neueinkauf, der sich gegen den HSV einen Kreuzbandriss zuzog, am 1. Spieltag. Typisch Dortmund leider. Das Verletzungspech verfolgt diesen Verein seit Jahren.
Dass Karetsas wegen Kreislaufproblemen umkippt, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Das Wort Kreuzbandriss wandert wie eine Laola-Welle über die Tribünen. Dicht gefolgt vom Namen Jadon Sancho.
Dortmund erholt sich in der 2. Halbzeit erstaunlich gut von diesem Schock. Das Publikum peitscht die Mannschaft mit einer „jetzt erst recht“ Haltung nach vorne. Against all odds, auch wieder typisch Dortmund. Ein Eigentor erlöst den BVB. Der wenig später nach einer Ecke nicht aufpasst…1:1. Hier nun aber in Großbuchstaben: TYPISCH DORTMUND!
Fabio Silva ist zu diesem Zeitpunkt so heißt auf seine Einwechslung, dass er eine Brennspur in dem Rasen vor der Südtribüne hinterlässt.
Als er in der 75. Minute endlich eingewechselt wird, braucht er wenige Sekunden für seinen ersten Torschuss.
Das 2:1 durch Guirassy bereitet er gierig und selbstbewusst vor.
Den etwas schmeichelhaften Elfmeter zum 3:1 verwandelt Guirassy ebenfalls. Nur um dann in der Nachspielzeit noch in das eigene Tor zu treffen und das eigentlich schon entschiedene Spiel nochmal spannend zu machen. Typisch Dortmund eben. Selbst bei einer 7:0 Führung würde es in diesem Stadion noch spannend werden.
Was nicht unbedingt typisch Dortmund ist und für Niko Kovac spricht. Borussia Dortmund spielt zwar phasenweise immer wieder extrem schlecht, gewinnt an diesem Abend aber sein 4. Pflichtspiel in Folge. In allen drei Wettbewerben hat der BVB bislang geliefert.
Die Brüchigkeit, die dieser Verein ausstrahlt, wird an diesem Abend mehrfach klar. Den BVB wäre es zu gönnen, eine Saison ohne große Leistungseinbrüche, ohne kleine Skandale, ohne große Verletzungssorgen und ohne die ewige Mentalitätsfrage zu erleben. Allerdings wäre sie dann eben nicht: typisch Dortmund.







































