1. FSV Mainz 05
·26. September 2026
U23 gewinnt in Kassel

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·26. September 2026

Den Negativtrend gestoppt und wichtige Punkte gesammelt: Die U23 gewann ein hart umkämpftes Auswärtsspiel beim KSV Hessen Kassel mit 2:1. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge punktete sie damit wieder dreifach. Den Grundstein für den Erfolg legten die 05ER in der ersten Halbzeit. Die Rheinhessen standen kompakt in der Defensive und zeigten sich vor dem Tor eiskalt: Fabio Moreno Fell (29.) und Nick Cherny (37.) trafen zur 2:0-Pausenführung. In der zweiten Hälfte verpassten es die Mainzer, das dritte Tor nachzulegen, und bekamen in der 70. Minute einen strittigen Elfmeter gegen sich. Den verwandelte KSV-Stürmer Sercan Sararer zum 1:2 (71.). Danach kamen die Nordhessen zu keinen zwingenden Chancen mehr, und die Mannschaft von Cheftrainer Benjamin Hoffmann feierte ihren dritten Sieg der laufenden Regionalliga-Spielzeit.
“Jeder hatte heute die Leidenschaft, zu verteidigen. Gegen den Ball haben wir eine überragende Leistung gezeigt und es Kassel sehr schwer gemacht, Lösungen mit dem Ball zu finden. Kamen sie doch mal zum Abschluss, haben wir uns mit voller Wucht in die Schussbahn geworfen. Mit dem Ball haben wir nicht nur auf Konter gesetzt, sondern hatten auch gute Ideen gehabt und haben vor allem in der ersten Halbzeit zwei wunderschöne Tore erzielt. Da hat in den Abläufen vieles zusammengepasst. Ärgerlich natürlich, dass wir in der zweiten Halbzeit den Sack nicht zugemacht und durch einen sehr strittigen Elfmeter den Anschluss kassiert haben. Davon haben wir uns aber nicht beeindrucken lassen, das Ergebnis als Mannschaft souverän über die Zeit gebracht und am Ende eine sehr reife Leistung an den Tag gelegt“, sagte Hoffmann nach dem Abpfiff.
Sechs Veränderungen in der Startaufstellung
Der U23-Chefcoach veränderte seine Mannschaft im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern auf sechs Positionen. Maximilian Kinzig startete für Pit Zuther im 05-Tor. Rael Nakuzola, Tebo Gabriel, Jakob Vött, Moreno Fell und Luke Rahmann ersetzten Korbinian Burger, Julian Derstroff, Mats Preßler, Emanuel Marincau und Andre Gitau im Feld.
Defensive Stabilität als Basis
Das Spiel nahm schnell Struktur an. Der FSV überließ dem KSV den Ball, konzentrierte sich zunächst auf die eigene Defensive und versuchte, nach Ballgewinnen mit schnellem Umschaltspiel Nadelstiche zu setzen. Den ersten Abschluss der Partie hatte Moreno Fell: Nach schöner Kombination über die rechte Seite zog er ab, sein Schuss kullerte jedoch am Tor vorbei (6.). Auf der Gegenseite meldeten sich die Kasseler erstmals an. Sararer ließ auf links zwei Mainzer stehen, zog nach innen und schlenzte knapp vorbei (9.). Es blieb jedoch vorerst die letzte gefährliche Aktion der Hausherren. Die Mainzer standen stabil und kamen in ihren wenigen Ballbesitzphasen zu guten Gelegenheiten: Nach einem weiten Abschlag von Torhüter Kinzig setzte sich Cherny stark durch, seine Flanke flog jedoch an Freund und Feind vorbei (12.). Keine Zeigerumdrehung später schickte Smail Kadrijaj ihn mustergültig auf die Reise, doch ein verunglückter erster Kontakt ließ die Szene verpuffen – da war mehr drin (13.).
Die Rheinhessen blieben ihrer Linie treu und belohnten sich in der 29. Minute: Moreno Fell vollendete einen sehenswerten Spielzug zur 1:0-Führung, die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient war. Auch danach agierte die Hoffmann-Elf clever und effizient. Nach einem Doppelpass mit Malli ließ Cherny KSV-Torhüter Eric Oelschlägel keine Chance und erhöhte auf 2:0 (37.). Damit waren die Nordhessen endgültig wachgerüttelt und antworteten vor der Pause mit wütenden Gegenangriffen: Maurice Springfeld köpfte nach einer Ecke über das Tor (39.), ein Versuch von Mirnes Pepic landete im Block (40.). In der 44. Minute folgte eine wilde Sequenz im Mainzer Strafraum: Nach einem Tempogegenstoß versuchte es der KSV aus allen Lagen, doch die Rheinhessen warfen sich in jeden Ball, riskierten Kopf und Kragen und blockten alle vier Schussversuche erfolgreich ab. Mit viel Einsatz und Leidenschaft erarbeiteten sich die 05ER die 2:0-Pausenführung.
05ER wackeln nur kurz
Die Nordhessen kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine und wurden sofort gefährlich. Mirnes Pepic gab den ersten Warnschuss ab, Kinzig war aber auf dem Posten (47.). Eine Minute später setzte sich Kassel-Stürmer Cemal Sezer im Strafraum durch und visierte das kurze Eck an – Kinzig riss im letzten Moment die Arme hoch und verhinderte den Einschlag (48.). Zehn Minuten später rollte die nächste Kasseler Druckphase. Erst fand der umtriebige Sararer keinen Abnehmer für seine Flanke, dann probierte es der Zehner selbst und verzog aus guter Position knapp (59.). Kurz darauf kam er nach einer kurz ausgeführten Ecke erneut zum Abschluss, diesmal wurde sein Versuch geblockt (60.). Offensiv versteckten sich die Nullfünfer jedoch keineswegs und hatten mehrere Chancen auf das dritte Tor. Nach einem feinen Steckpass von Kadrijaj blieb Moreno Fell erneut cool vor dem Tor, das Schiedsrichtergespann entschied allerdings auf Abseits – eine sehr knappe Angelegenheit (61.). Drei Minuten später tauchte der Stürmer wieder vor Oelschlägel auf, doch der Kasseler Schlussmann parierte (64.). In der 69. Minute folgte Teil drei des Privatduells: Erneut wurde Moreno Fell freigespielt, sein Schuss geriet jedoch zu zentral.
Im Gegenzug folgte die kalte Dusche: Schiedsrichter Haris Kresser entschied auf Elfmeter für Kassel, weil Schulz Sezer getroffen haben soll – die nächste strittige Entscheidung gegen den FSV. Sararer ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte sicher zum 1:2 (71.). Hoffmann reagierte umgehend und brachte Alynho Haidara und Andre Gitau für die beiden Torschützen. Unbeeindruckt vom Gegentor und mit frischen Kräften stand die Mainzer Abwehr weiter sicher. Die Nordhessen kamen kaum noch zum Abschluss, ihre zahlreichen Flanken fanden keinen Abnehmer. Gefährlich wurde es nur noch vor dem Kasseler Tor: Gitau verzog nach einer Hereingabe von Malli völlig frei im Strafraum (82.), und auch der eingewechselte Haidara hatte in der Nachspielzeit die Entscheidung auf dem Fuß, schloss aber zu überhastet ab (92.). Nach 95 intensiven Minuten durfte die höchste Ausbildungsmannschaft der 05ER den ersehnten Dreier bejubeln.
Am kommenden Samstag empfängt die U23 die Zweitvertretung des SC Freiburg. Anpfiff im Bruchwegstadion ist um 14 Uhr.







































