FC Schalke 04
·2. März 2026
U23 unterliegt Gladbach, U19 verliert Derby

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Die königsblaue U19 und U23 mussten am vergangenen Wochenende (28.2./1.3.) zwei Heimniederlagen hinnehmen. Während die U23 gegen Borussia Mönchengladbach in einer ausgeglichenen Regionalligapartie spät mit 1:2 unterlag, zog die U19 im Derby der DFB-Nachwuchsliga gegen Borussia Dortmund mit 1:4 den Kürzeren.
Die erste nennenswerte Szene gehörte der Borussia: In der 29. Minute setzte sich Josiah Uwakhonye auf der linken Seite durch, kam aus kurzer Distanz im Fallen zum Abschluss, doch Schalke-Keeper Luca Podlech reagierte stark und parierte. Vier Minuten später war Podlech allerdings machtlos. Eine Flanke von Yannick Michaelis segelte an den zweiten Pfosten, wo Uwakhonye gegen die Laufrichtung des Keepers einköpfte (33. Minute). Doch die Königsblauen antworteten prompt. In der 36. Minute schlug Ingyom Jung eine Flanke aus dem Halbfeld in den Strafraum, Kapitän Yassin Ben Balla stieg hoch und köpfte zum 1:1-Ausgleich ein. Mit diesem Spielstand ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Schalke deutlich aktiver. In der 54. Minute dribbelte Edion Gashi über links in den Strafraum und zog ab – sein Schuss strich jedoch knapp über die Latte. Die Hausherren pressten nun hoch und setzten Gladbach früh unter Druck. In der 65. Minute eroberte Gashi den Ball und legte auf Peter Remmert ab, doch der eingewechselte Stürmer scheiterte am gegnerischen Torhüter. Als vieles auf eine Punkteteilung hindeutete, schlugen die Gäste spät zu: Nach einer Ecke von rechts herrschte Gedränge im Schalker Strafraum, Tyler Meiser bugsierte den Ball in der 87. Minute über die Linie – 1:2. Schalke warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. Zwei Minuten später bot sich die große Chance zum Ausgleich: Remmert hielt in einen Gashi-Abschluss die Hacke hinein, doch der Ball rauschte knapp am linken Pfosten vorbei. So blieb es bei der knappen Heimniederlage im Parkstadion.
„Insgesamt war das heute ein ausgeglichenes Spiel – beide Mannschaften waren im Ansatz gefährlich: Gladbach war in der ersten Hälfte ein bisschen besser und zwingender nach vorne, wir dann in der zweiten. Nach dem Seitenwechsel hatten wir die Chancen auf unserer Seite, aber scheitern ein paar Mal am Torwart oder am eigenen Unvermögen. Dass am Ende ein Eckball reinfällt, ist bitter. Wir haben nach der Pause eine Leistungssteigerung gezeigt, trotzdem war es ein eher schwächeres Spiel von uns“, fasste Jakob Fimpel die Regionalligapartie zusammen.
Nach einem ersten Abtasten zwischen beiden Mannschaften meldete sich Königsblau erstmals in Minute sieben vor dem Kasten von Borussia Dortmund an. Ein weiter Einwurf von Silas Thier landete bei Ben Weber, dessen Kopfball allerdings rechts neben dem Tor von Aaron Held. Drei Zeigerumdrehungen später war der Keeper der Gäste wieder gefragt – Tim Pfeiffer zog einen Freistoß von der linken Seite scharf in Richtung der Gefahrenzone. Der BVB wurde bei seinen Offensivbemühungen wie im Fall von Enzo de Pina Duarte dos Santos in der Anfangsphase ein ums andere Mal geblockt (11.). In der 21. Minute brachen die Schwarz-Gelben dann nach einem weiten Abschlag durch Fadi Zaqelain auf der linken Seite durch – sein Linksschuss rauschte jedoch rechts am Gehäuse von S04-Schlussmann Nick Bodon vorbei. 60 Sekunden später gingen die stärker werdenden Gäste dann durch Thierry Fidjeu-Tazemata mit 1:0 in Führung. Der Offensivmann profitierte im Sechzehner von einem misslungenen Klärungsversuch von Amar Ibrisimovic, der eine Hereingabe von Tim Degener genau vor die Füße des Torschützen tropfen ließ. Die Knappen reagierten bereits früh mit einem Doppelwechsel: Rafael Czulak und Aboubacar Sidiki Sylla kamen für Amar Ibrisimovic und Clinton Edem Wilson in die Partie (32.). In einem nickelig geführten Derby gab es in der Folge immer wieder ruhenden Bälle auf beiden Seiten – aus Schalker Sicht war eine Möglichkeit in der 38. Minute die vielversprechendste: Luca Vozar brachte das Leder aus 35 Metern in die Mitte, dort setzte Ben Weber die Kugel aber über das Tor. Die Dortmunder tauchten noch einmal durch Valon Cena gefährlich vor Nick Bodon auf, der Verteidiger verstolperte aus kurzer Distanz aber (44.). Mit der knappen BVB-Führung ging es somit in die Pause.
Zur zweiten Halbzeit betrat Malik Tubić beim S04 den Rasen im Parkstadion, für ihn blieb Claudio Bettioni Katunda unten. Zwei Minuten nach Wiederbeginn setzte sich Ben Weber im Strafraum auf der rechten Seite gegen Romeo Ritte durch und spitzelte das Spielgerät in die Mitte. Dort verpasste Aboubacar Sidiki Sylla nur knapp. In der Schalker Defensive zeigt sich später Torhüter Nick Bodon bei einer abgefälschten Luke-Fahrenhorst-Flanke aufmerksam (53.). Vier Minuten später dagegen war er machtlos: Eine Ecke von links durch Tom Lasse Faust landete nach einem Querschläger von Silas Thier genau bei Romeo Ritter. Dieser köpfte den Ball dann wuchtig an die Unterkante der Querlatte, von wo er scheinbar ein paar Millimeter hinter der Torlinie aufschlug (57.). Schiedsrichter Nils Leichtert entschied bei der strittigen Szene jedenfalls auf Tor – fortan hieß es 2:0 für den BVB. Königsblau reagierte ein letztes Mal mit den Einwechslungen von David Goncalves Nascimento und Alan Takoudjou Somolinos (60.). Für die beiden gingen Tim Pfeiffer und Ben Weber vom Feld. Kurz nach der Unterbrechung hatte Luca Vozar aus 16 Metern die Gelegenheit auf den Anschluss, verzog aber knapp links vorbei (61.). Stattdessen machte Dortmund zehn Minuten später den Deckel drauf. Dem 3:0 der Gäste ging wieder eine Ecke von Tom Lasse Faust voraus, die diesmal kurz ausgeführt wurde. Luke Fahrenhorst spielte dann auf Romeo Ritter, der direkt abzog und Nick Bodon zur Faustabwehr zwang. Sein Abpraller landete bei Thierry Fidjeu-Tazemata, der aus kurzer Distanz keine Mühe mehr hatte (72.). Nur 120 Sekunden später bekam Borussia Dortmund dann einen Elfmeter zugesprochen – Justin Hoy traf Schalkes Niclas Demberg an der linken Sechzehnerkante an den Arm. Thierry Fidjeu-Tazemata verwandelte rechts oben zum 4:0 des Reviernachbarn. Luca Vozar bekam fünf Minuten vor dem Ende nach Vorlage von Malik Tubić die Chance, zu verkürzen. Aus 18 Metern kriegte er aber nicht genug Druck hinter seinen Abschluss. Dafür nutzte David Goncalves Nascimento in der 90. Minute einen Abpraller von Aaron Held zum 1:4. Der Torhüter war zuvor nach einer schönen Kombination über die rechte Seite durch Malik Tubić gefordert worden. Fast markierte Malik Tubić auch selbst noch einen Treffer, ihm stand bei seinem Rechtsschuss allerdings das Aluminium im Weg. So blieb es beim 1:4-Endstand im Derby aus Sicht der Knappen.
„Rein kämpferisch kann ich meinen Jungs keinen Vorwurf machen – auch wenn uns in der ersten Hälfte komplett der Zugriff fehlte. Ich habe auch immer wieder reingerufen, dass wir zu sehr Ballzuschauer waren und zu wenig attackiert haben. Der zweite BVB-Treffer war kein Tor und auch der Elfmeter ist keiner. Es kam eine Menge zusammen heute. Wir gewinnen und verlieren gemeinsam – das habe ich meinen Jungs auch so gesagt“, bilanzierte Coach Elgert nach dem Abpfiff.









































