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·30. September 2026
UEFA Nations League 2026/27: Die Gewinner und Verlierer nach zwei Spieltagen

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Nach zwei Spieltagen der UEFA Nations League 2026/27 zeichnet sich in der Liga A ein klares Bild ab: Spanien, Frankreich, Portugal und Griechenland führen ihre Gruppen mit der maximalen Ausbeute von sechs Punkten an. Deutschland hingegen erlebte unter Jürgen Klopp einen historischen Tiefpunkt, während Kroatien und Belgien trotz guter Einzelleistungen Federn ließen.
Die Trophäe der UEFA Nations League ist vor dem Halbfinalspiel der UEFA Nations League zwischen Deutschland und Portugal am 4. Juni 2025 in München zu sehen. (Foto: Alexandra BEIER / AFP)
Die wohl größte Überraschung der ersten beiden Spieltage lieferte Griechenland in Augsburg. Dimitris Kourbelis‘ abgefälschter Schuss in der 75. Minute bescherte den Ethniki den ersten Sieg gegen Deutschland in elf Duellen. Für Jürgen Klopp bedeutet die 0:1-Heimniederlage nach dem 1:1 zum Auftakt in den Niederlanden (Cody Gakpo traf in der Nachspielzeit) einen Fehlstart mit nur einem Punkt aus zwei Spielen. Griechenland führt Gruppe A2 mit sechs Punkten an, die Niederlande folgen mit vier Zählern nach dem 2:1 in Belgrad durch einen Doppelpack von Mexx Meerdink bei seinem ersten Startelf-Einsatz.
Zinédine Zidanes Einstand als Nationaltrainer verläuft nach Maß: Zwei Spiele, zwei Siege, null Gegentore. Zum Auftakt reichte ein Kylian Mbappé-Tor zum 1:0 in der Türkei, wobei der Kapitän verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. In Brüssel sorgte Michael Olise in der 88. Minute für den 1:0-Siegtreffer gegen Belgien – ein Solo-Lauf von der Mittellinie, der die bis dahin ausgeglichene Partie entschied. Frankreich führt Gruppe A1 mit sechs Punkten an, Belgien folgt mit drei Zählern nach dem 2:0-Auftaktsieg in Rom gegen Italien.
Die spanische Nationalmannschaft ist das einzige Team in der Liga A, das nach zwei Spieltagen sowohl offensiv als auch defensiv überzeugt. Nach dem 3:2-Auftaktsieg in Wembley gegen England – entschieden durch Mikel Oyarzabal, der bereits das EM-Finale 2024 für Spanien entschieden hatte – legte die Mannschaft von Luis de la Fuente in Sevilla ein 4:1 gegen Kroatien nach. Lamine Yamal traf in beiden Partien doppelt, erzielte drei seiner vier Saisontore in den ersten 90 Minuten und lieferte gegen Kroatien zudem die Vorlage zum 2:1 durch Marc Pubill. Der 19-jährige Barcelona-Profi ist damit der früheste Topscorer der neuen Nations-League-Saison. Spanien führt Gruppe A3 mit sechs Punkten und 7:3 Toren an.
Zwei Spiele, zwei Siege, sechs Punkte: Portugal macht in Gruppe A4 dort weiter, wo man 2024/25 aufhörte. Zum Auftakt entschied João Félix das 1:0 gegen Wales, in Oslo drehte Gonçalo Ramos ein 1:1 mit einem artistischen Lupfer über Ørjan Nyland zum 2:1-Endstand. Erling Haaland hatte zwischenzeitlich per Nachschuss ausgeglichen – sein drittes Tor in zwei Nations-League-Spielen. Norwegen steht mit drei Punkten da, Dänemark nach dem 2:0-Heimsieg gegen Wales (Eigentor Ben Davies, Gustav Isaksen) mit drei Zählern.
In der Liga B setzen sich die Favoriten durch. Die Schweiz gewann beide Spiele in Gruppe B1 zu null – 3:0 gegen Nordmazedonien und 3:0 in Schottland (Platzverweis Jack Hendry, Freistoßtor Ricardo Rodríguez). Österreich führt Gruppe B3 mit zwei 3:1-Erfolgen an, darunter ein Comeback-Sieg gegen Kosovo nach 0:1-Rückstand. Die Republik Irland rehabilitierte sich nach der Auftaktniederlage in Pristina mit einem 3:0 in Israel (Troy Parrott, Adam Idah, Jack Moylan).
Felix Nmecha bejubelt sein Tor zum ersten deutschen Treffer im Nations-League-Spiel gegen die Niederlande. Der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund traf am 24. September 2026 in der Johan Cruijff Arena in Amsterdam im ersten Spiel unter Bundestrainer Jürgen Klopp. (Copyright AFP/Nicolas Tucat)
Ein Punkt aus zwei Spielen, null Tore im zweiten Spiel, erste Niederlage gegen Griechenland überhaupt. Die Bilanz liest sich ernüchternd für den neuen Bundestrainer. Gegen die Niederlande rettete Gakpo den Oranje in der Nachspielzeit den Punkt, gegen Griechenland fand die DFB-Elf über 90 Minuten keine Lücke in der kompakten griechischen Defensive. Karim Adeyemi prüfte Kostas Tzolakis mit der besten deutschen Chance. Die Gruppe A2 ist damit so offen wie lange nicht.
Die Türkei kassierte in Gruppe A1 zwei Niederlagen (0:1 gegen Frankreich, 1:4 gegen Italien) und steht mit 1:5 Toren am Tabellenende. Italien rehabilitierte sich nach dem 0:2 in Brüssel eindrucksvoll: Alessandro Bastoni, Davide Frattesi, Michael Kayode (Debüttor) und Pio Esposito trafen beim 4:1 in Mailand. Tschechien verlor in Gruppe A3 beide Heimspiele – 1:2 gegen Kroatien (Modrić, Pašalić) und 0:2 gegen England (Anthony Gordon, Harry Kane), wobei Pavel Šulc gegen die Three Lions die Rote Karte sah.
San Marino kassierte in der Liga C zwei Kanterniederlagen – 0:7 gegen Finnland (Joel Pohjanpalo mit dem ersten Hattrick der Saison) und 0:3 gegen Albanien. Zehn Gegentore, null eigene Treffer. Israel erwischte in Liga B einen horrorstart: 1:3 gegen Österreich (zwei späte Gegentore) und 0:3 gegen Irland. Null Punkte, 1:6 Tore.
Der 39-jährige Luka Modrić traf zum 1:0 in Tschechien und zeigte auch in Sevilla Momente seiner Klasse. Doch das 1:4 gegen Spanien offenbarte die Defizite der kroatischen Defensive. Dion Beljo erzielte bei seinem dritten Länderspiel das zwischenzeitliche 1:1, doch Spaniere Antwort dauerte keine zwei Minuten. Drei Punkte aus zwei Spielen sind für die WM-Dritten von 2022 zu wenig für den Gruppensieg.
Der 2:0-Auftaktsieg in Rom (Mika Godts, Dodi Lukébakio) ließ auf mehr hoffen. In Brüssel hielt die Mannschaft von Mark van Bommel lange gegen Frankreich, doch Olises Geniestreich in der 88. Minute machte den Unterschied. Drei Punkte, Platz zwei hinter Frankreich – die direkte Begegnung in der Rückrunde wird richtungsweisend.
Nach zwei von sechs Spieltagen in der Ligaphase zeigen sich klare Tendenzen. Spanien, Frankreich, Portugal und Griechenland haben sich in der Liga A als Frühstarter positioniert. Deutschland, Kroatien und Belgien müssen in den verbleibenden vier Spielen nachlegen, um die Viertelfinal-Tickets nicht zu gefährden. In den unteren Ligen dominieren die erwarteten Favoriten – Schweiz, Österreich, Finnland, Albanien, Island, Slowakei und Montenegro – allesamt mit sechs Punkten.
Die nächsten Spieltage im Oktober werden zeigen, ob die frühen Tabellenführer ihre Form konservieren können oder ob sich – wie so oft in der Nations League – das Bild noch einmal grundlegend wandelt. Für Deutschland wird das Heimspiel gegen die Niederlande im Oktober bereits zu einer Art Vorentscheidung um Platz eins in Gruppe A2.







































