Frühes-Tor.de
·26. Juni 2026
Uli Hoeneß hat mit seiner Warnung an Julian Nagelsmann Recht behalten

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Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images
Uli Hoeneß war in Bezug auf eine erfolgreiche WM 2026 der deutschen Mannschaft skeptisch. Bei einem Faktor hat er jetzt schon Recht behalten.
Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern, polarisiert regelmäßig mit seinen öffentlichen Aussagen. Unbestritten ist jedoch, dass Hoeneß zu den erfolgreichsten lebenden Fußballlegenden Deutschlands gehört. Sein Fachwissen wird anerkannt. Besonders bitter ist die Situation nun für die deutsche Nationalmannschaft.
Das DFB-Team „könnte sehr erfolgreich spielen, wenn aus diesen Einzelspielern ein Team wird“, sagte Hoeneß im Mai unter anderem dem Spiegel. Er kritisierte vor der WM 2026: „Dafür hätte man die Mannschaft drei-, vier-, fünfmal zusammenspielen lassen müssen, um eine Einheit zu formen.“
Die Warnung richtete sich direkt an Bundestrainer Julian Nagelsmann. Die daraus resultierenden Probleme zeigen sich nun bei der WM 2026: Deutschland war vor dem dritten Gruppenspiel gegen Ecuador (1:2) bereits für die K.o.-Runde der WM 2026 qualifiziert. Üblicherweise schenken Top-Teams der zweiten Garde im dritten Spiel viele Einsatzminuten, um die Kräfte der Stammspieler zu schonen und die Stimmung im Team zu stärken.
Nagelsmann tauschte jedoch nur zwei verletzte Spieler, Nico Schlotterbeck und Nathaniel Brown, in der Startelf aus (Antonio Rüdiger, David Raum). Er betonte, dass das Team sich einspielen solle. Auf dem Platz waren gegen Ecuador viele Abstimmungsprobleme sichtbar, die sich nicht besserten, sondern eher verschärften. Nagelsmann konnte mit dem DFB-Team keine Kräfte sparen, erlitt einen moralischen Rückschlag und offenbarte, dass Deutschland in Sachen Abstimmungsprozesse bei der WM 2026 noch einen langen Weg vor sich hat.
Hatte Nagelsmann vor dem Turnier überhaupt die Möglichkeit, ein Team einzuspielen? Zwar gab es verletzte Spieler wie Jamal Musiala, doch nominierte Nagelsmann auch einige Spieler, die er für die WM 2026 dann nicht berücksichtigte (u.a. Anton Stach, Chris Führich). Einige Spieler wiederum wie Nick Woltemade oder Leon Goretzka waren in der WM-Qualifikation Stammspieler, sind nun jedoch Ersatz. Auch das Comeback von Manuel Neuer im Tor hätte früher erfolgen können. So muss man leider feststellen: Uli Hoeneß polarisiert, aber seine Warnung an das DFB-Team bestätigt sich nun.
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