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·18. Januar 2026

Uli Hoeneß lobt Bayern-Transferkurs: „Wir wurden belächelt…“

Artikelbild:Uli Hoeneß lobt Bayern-Transferkurs: „Wir wurden belächelt…“

Uli Hoeneß hat sich beim Legends Cup mal wieder meinungsstark präsentiert – nicht nur als Bayern-Patriarch, sondern auch als sachlicher Kritiker. Seine Aussagen zur Transferpolitik enthalten deutliche Rückblicke auf die Kritik des vergangenen Sommers.

Im Sommer wurde der FC Bayern vielfach für seine Personalentscheidungen hinterfragt. Hoeneß erinnert sich im Interview mit MagentaTV genau an die Schlagzeilen: „Im Sommer wurden wir noch als schlechte Transferspezialisten bezeichnet, angeblich hätten wir nichts gemacht und kein Geld ausgegeben.“ Heute, mit elf Punkten Vorsprung auf Borussia Dortmund und beeindruckenden internationalen Auftritten, sei diese Einschätzung überholt.


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Die Kaderplanung war aus seiner Sicht wohlüberlegt – auch wenn es im Herbst anders aussah. „Wir wurden belächelt, weil der Kader angeblich zu klein war“, so Hoeneß rückblickend. Doch genau diese Engpass-Situation habe jungen Spielern Chancen eröffnet, betont er. Der Verein habe sich bewusst gegen teure Last-Minute-Zugänge entschieden, auch wenn das medial anders bewertet wurde. „Wenn all die Spieler, die uns angeboten wurden, gekommen wären, gäbe es heute keinen Platz für diese jungen Spieler.“

Ein Beispiel dafür ist Lennart Karl. Der 17-Jährige sorgt derzeit mit mutigen Auftritten für Aufmerksamkeit und gehört zu den Profiteuren der gezielt schmal gehaltenen Kaderstruktur. Ohne diese Planung wäre sein Durchbruch wohl kaum möglich gewesen.

Hoeneß über enttäuschten Kompany: „Er hat die Ärmel hochgekrempelt“

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Die Transferentscheidungen fielen nicht immer leicht, auch für Trainer Vincent Kompany. Laut Hoeneß habe dieser aber professionell reagiert, auch wenn er über einige fehlgeschlagene Transfers enttäuscht war: „Er hat die Ärmel hochgekrempelt – und das Ergebnis sehen wir jetzt.“

Medial galt der Transfersommer 2025 zunächst als durchwachsen. Verpasste Verpflichtungen wie Florian Wirtz und Nick Woltemade, späte Kurswechsel und die teure Leihe von Nicolas Jackson sorgten für Unruhe. Doch Hoeneß sieht darin keine Fehler, sondern gezielte Entscheidungen. Vor allem das Festhalten an einem schlankeren Kader und das Vertrauen in Talente wie Karl, Tom Bischof oder David Santos Daiber sieht er als Erfolgsfaktor.

Sein Fazit ist deutlich: „Wir haben den Kader bewusst klein gehalten und nicht die vielen teuren Spieler geholt, die vor allem von den Medien gefordert wurden.“ Eine klare Ansage und ein Rückblick auf einen Kurs, der sich im Januar 2026 bisher mehr als bewährt hat.

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