GazeteFutbol.de
·21. Juni 2026
Ultimativer Undav schießt Deutschland zum 2:1-Comeback-Sieg gegen die Elfenbeinküste – Japan gewinnt 1.000-WM-Spiel mit 4:0 gegen Tunesien

In partnership with
Yahoo sportsGazeteFutbol.de
·21. Juni 2026

Am zweiten Spieltag der Gruppe E bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 hat die deutsche Nationalmannschaft einen Riesenschritt in Richtung K.-o.-Runde gemacht. In einer hochdramatischen Begegnung im stimmungsvollen Toronto Stadium bezwangen die Schützlinge von Bundestrainer Julian Nagelsmann die Elfenbeinküste nach einem Pausenrückstand mit 2:1. Durch diesen hart erkämpften Erfolg bauten die „Panzer“ ihr Punktekonto in der Tabelle makellos auf sechs Zähler aus und sicherten sich vorzeitig das Ticket für die Runde der letzten 32 Teams. Parallel dazu sorgte der asiatische Spitzenreiter Japan in der Gruppe F für ein geschichtsträchtiges Ereignis auf mexikanischem Boden.

Foto: IHA
Die deutsche Mannschaft fand gegen die physisch enorm starken Westafrikaner zunächst nur schwer in die Spur. Unter der sportlichen Leitung des paraguayischen Schiedsrichters Juan Benitez agierte die Elfenbeinküste taktisch diszipliniert und setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche. In der 30. Spielminute folgte der emotionale Dämpfer für das DFB-Team: Mittelfeldstar Franck Kessie schaltete nach einer Unachtsamkeit in der deutschen Hintermannschaft am schnellsten und markierte die vielumjubelte 1:0-Führung für die Elfenbeinküste, was gleichzeitig auch den leistungsgerechten Halbzeitstand bedeutete.
Anzeige
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die deutsche Auswahl wie ausgewechselt und drängte mit wütenden Angriffen auf den Ausgleich. In der 68. Minute belohnte Stuttgarts Deniz Undav die Offensivbemühungen, als er nach einer präzisen Hereingabe eiskalt zum 1:1-Ausgleich vollstreckte. Als sich die Zuschauer bereits auf ein Unentschieden eingestellt hatten, schlug die Stunde des Stürmers erneut. In der Nachspielzeit (90.+4 Minute) bewies der Torjäger im gegnerischen Strafraum absolute Nervenstärke und hämmerte das Leder zum dramatischen 2:1-Endstand in die Maschen. Damit steht Undav nach zwei Partien bereits bei drei Tore und zwei Vorlagen. Im Kader der Elfenbeinküste befinden sich mit Yahia Fofana (Caykur Rizespor), Wilfried Singo (Galatasaray), Emmanuel Agbadou (Besiktas), Christopher Operi (RAMS Basaksehir) und Christ Inao Oulai (Trabzonspor) gleich fünf Trendyol Süper Lig-Profis. In der letzten Woche der Gruppenphase trifft Deutschland nun auf Ecuador, während die Elfenbeinküste gegen Curaçao um ihre Chance kämpft.

Foto: IHA
Im zweiten Duell der Gruppe E trennten sich Ecuador und Curaçao im Kansas City Stadium torlos mit 0:0. Die Fans erlebten eine fesselnde Abwehrschlacht, die vor allem von einem Mann geprägt wurde. Der überragende Curaçao-Torhüter Eloy Room wuchs über sich hinaus und brachte die ecuadorianischen Angreifer mit insgesamt 15 sensationellen Paraden schier zur Verzweiflung.
Für den krassen Außenseiter Curaçao, der unter der Regie des erfahrenen niederländischen Cheftrainers Dick Advocaat in diesem Jahr seine historische Premieren-Teilnahme an einer Weltmeisterschaft feiert, war dieses Remis ein Meilenstein. Nach der Auftaktniederlage gegen die DFB-Elf holte das kleine Land damit den allerersten Punkt seiner WM-Geschichte. Während Ecuador im Gruppenfinale gegen Deutschland unbedingt punkten muss, hofft die Auswahl von Dick Advocaat auf eine Überraschung gegen die Elfenbeinküste.

Foto: IHA
Ein echtes geschichtliches Jubiläum ereignete sich zeitgleich im Monterrey-Stadion in Mexiko. Dort trafen in der Gruppe F der asiatische Vertreter Japan und Tunesien im offiziell 1.000. Spiel der Weltmeisterschaftsgeschichte aufeinander. Die von dem rumänischen Schiedsrichter Istvan Kovacs geleitete Partie entwickelte sich von Beginn an zu einer absoluten Machtdemonstration der „Blue Samurai“, bei der die Nordafrikaner phasenweise regelrecht vorgeführt wurden und sich schlussendlich vorzeitig aus dem Turnier verabschieden mussten.
Der Frankfurter Bundesliga-Profi Daichi Kamada eröffnete den Torreigen und brachte die Japaner früh mit 1:0 in Front. In der 31. Minute schraubte Angreifer Ayase Ueda das Ergebnis mit einem platzierten Schuss auf 2:0 hoch, womit die Begegnung bereits zur Pause vorentschieden war. Auch im zweiten Durchgang ließ der Asien-Vertreter nicht locker. In der 69. Minute erhöhte Junya Ito auf 3:0, ehe erneut der blendend aufgelegte Ayase Ueda in der 83. Minute mit seinem zweiten Treffer den 4:0-Endstand perfekt machte. Die Japaner schraubten ihr Punktekonto damit auf vier Zähler und stehen vor dem Einzug in die Runde der letzten 32 Mannschaften. Zum Gruppenabschluss am Freitag, den 26. Juni, fordert Japan die schwedische Auswahl heraus, während Tunesien gegen die Niederlande nur noch ein Abschiedsspiel bestreitet.
Live







































