Unaufhaltsam: Wie der FC Barcelona sich in dieser Saison neu erfindet | OneFootball

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·25. September 2026

Unaufhaltsam: Wie der FC Barcelona sich in dieser Saison neu erfindet

Artikelbild:Unaufhaltsam: Wie der FC Barcelona sich in dieser Saison neu erfindet

Viel ist über den FC Barcelona in diesem Sommer geschrieben worden – nicht alles davon war positiv. Vor allem die Posse um Julian Alvarez sorgte zunehmend für genervte Gesichter – nicht nur im Metropolitano, sondern in der ganzen Fußballwelt.

Am Ende kam der Argentinier nicht und nahezu jeder stellte Barça trotz der Verpflichtung von Rodri ein schlechtes Transferzeugnis aus. Es wurde kein Nachfolger für Robert Lewandowski geholt und auch die Verpflichtungen von Karim Adeyemi und Anthony Gordon sorgten nicht gerade für Jubelstürme. Doch die Blaugrana belehrte die Skeptiker eines Besseren und überrollt seit Saisonbeginn jeden Gegner mit einer Leichtigkeit, die den Rivalen Sorgen macht. Doch woran liegt das?


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In zwei Monaten zum besten Mittelstürmer Europas

Der erste Grund ist auch direkt der offensichtlichste: die Transformation von Raphinha. Der 29-Jährige wurde von Hansi Flick aus Mangel an Alternativen zum Mittelstürmer umfunktioniert und ist seitdem in der Form seines Lebens. In acht Pflichtspielen erzielte der Brasilianer unglaubliche 14 Tore und sammelte zudem drei Vorlagen. In der Woche vor der Länderspielpause gelang ihm in zwei Spielen in Folge ein Hattrick.

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Gut geschossen: Raphinha ist in absoluter Galaform | LLUIS GENE/GettyImages

Raphinha ist anders als Lewandowski kein klassischer Mittelstürmer. Und auch wenn der Pole durchaus ein mitspielender Stürmer war, so gab er Barças Spiel nie diese Tiefe, wie es Raphinha aktuell tut. Dadurch, dass der Brasilianer nicht mehr auf der linken Seite isoliert ist, kann er sein Tempo jetzt gegen die meistens langsameren Verteidiger ausspielen. Gleichzeitig ist er viel mehr ins Kombinationsspiel involviert und schafft dadurch auch deutlich mehr Räume für seine Mitspieler als auf dem linken Flügel. Von seinen Tiefenläufen profitieren dabei vor allem die offensiveren Mittelfeldspieler, in den meisten Fällen Pedri oder Fermin Lopez. Diese haben im letzten Drittel jetzt mehr Platz, da der Brasilianer die beiden Innenverteidiger mitzieht.

Doch Pedri, Fermin oder auch Dani Olmo und Gavi können sich nur so stark in die Offensive einschalten, weil sie jetzt endlich einen echten Bodyguard hinter sich haben.

Rodri verändert alles

Die Rede ist dabei natürlich von Rodri. Der 30-Jährige ist nicht nur Taktgeber der Blaugrana, sondern auch endlich wieder ein klassischer Sechser, wie es zuvor seit Sergio Busquets nicht mehr wirklich gab. Er ordnet das Spiel, gibt ihm Struktur und ist genau das Element, dass Barça in den letzten Jahren fehlte. Überragende 94,1 Prozent seiner Pässe bringt er an den Mann, zudem 92,9 Prozent seiner langen Bälle (Quelle: Fotmob). Das sind Werte, bei denen kein Mittelfeldspieler der Blaugrana in den letzten Jahren mithalten konnte, auch weil alle eher offensiv als defensiv eingestellt waren.

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Rodri ist der unumstrittene Taktgeber | NurPhoto/GettyImages

Pedri & Co. können sich so mehr auf ihre offensiven Aufgaben konzentrieren – ein Umstand, der sich auch in der realtaktischen Aufstellung niederschlägt. War Pedri zum Beispiel in der letzten Saison zum größten Teil in der eigenen Hälfte zu finden, so hat sich sein Schwerpunkt in dieser Spielzeit deutlich nach vorne verschoben. Er ist dank Rodri nahezu komplett in der gegnerischen Hälfte zu finden. Die offensive Explosion der Blaugrana ist zu einem großen Teil also auch auf Rodri zurückzuführen, der erneut zeigt, wie elementar wichtig ein Sechser im modernen Fußball ist.

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Pedris Heatmap in La Liga 25/26 | Fotmob

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Pedris Heatmap in La Liga zum Saisonstart 26/27 | Fotmob

Adeyemi und Gordon glänzen

Doch nicht nur der Sechser spielt bei Barça eine große Rolle, es sind naturgemäß auch die Flügelspieler, die von den vorherigen zwei Umständen enorm profitieren. Lamine Yamal hat auf der rechten Seite viel mehr Platz und wird nun noch besser eingesetzt als in der letzten Saison, während Adeyemi und Gordon auf links bislang keine Anlaufschwierigkeiten haben.

Beide profitieren enorm von Flicks System und können sich anders als in Dortmund und Newcastle komplett auf ihre Stärken konzentrieren. Gordon wird nicht mehr in der Offensive hin und her geschoben, Adeyemi wiederum darf endlich auf seiner potenziell besten Position ran.

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Anthony Gordon und Karim Adeyemi überzeugen | Alex Caparros/GettyImages

Die beiden Neuzugänge geben Barça zudem wichtige Tiefe, die es so in der Vorsaison nicht gab – vor allem in puncto Qualität. Letztes Jahr gab es nur Marcus Rashford als nominelle Alternative für Raphinha und Yamal, mit Adeyemi und Gordon stellte sich Barça hier im Sommer bewusst breiter auf.

Gewinnt die Offensive am Ende doch Titel und nicht nur Spiele?

Mixt man alle diese Zutaten zusammen, dann kommt eine Mannschaft heraus, die zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison der größte Favorit auf die Champions League ist. Barcelona hat bis jetzt keine echte erkennbare Schwäche, sondern präsentiert sich als eingespielte Einheit, die über jeden Gegner hinwegfegt.

Im Schnitt erzielen die Katalanen pro Spiel absurde 4,5 Tore. Es zeigt, wie unaufhaltsam die Blaugrana aktuell auftritt. Und auch, wenn sie diesen Schnitt wahrscheinlich nicht halten kann, sind diese ersten Saisonwochen eine Warnung an jedes europäische Schwergewicht: Jeder Titel in dieser Saison geht nur über Barça.

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