Uneinigkeit nach dem Fehlstart: Was ist los in Gladbachs Kabine? | OneFootball

Uneinigkeit nach dem Fehlstart: Was ist los in Gladbachs Kabine? | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: Frühes-Tor.de

Frühes-Tor.de

·8. September 2026

Uneinigkeit nach dem Fehlstart: Was ist los in Gladbachs Kabine?

Artikelbild:Uneinigkeit nach dem Fehlstart: Was ist los in Gladbachs Kabine?

Bild: Stuart Franklin/Getty Images

Die 3:4-Niederlage gegen Elversberg ist bei Borussia Mönchengladbach längst nicht vollständig aufgearbeitet. Mittlerweile geht es nicht mehr nur um die verspielte 3:1-Führung. Auch die unterschiedlichen Reaktionen der Gladbacher Führungsspieler sorgen für Gesprächsstoff.


OneFootball Videos


Kapitän Tim Kleindienst kritisierte nach der Begegnung vor allem die Konzentration seiner jüngeren Mitspieler. Philipp Sander stellte sich nun demonstrativ vor die Talente – und nahm stattdessen die erfahrenen Profis in die Verantwortung.

Kleindienst kritisiert junge Mitspieler öffentlich

Kleindienst hatte unmittelbar nach dem Schlusspfiff seinem Ärger freien Lauf gelassen. „Wir waren alle mal jung, machen alle mal Fehler“, erklärte der Angreifer. Irgendwann müsse man jedoch beginnen, aus diesen Fehlern zu lernen.

Die Mannschaft solle ihren Fokus so erhöhen, dass er über 90 Minuten halte. „Weniger TikTok gucken, oder was weiß ich“, ergänzte Kleindienst gegenüber dem ZDF.

Bereits nach dem 0:3 bei RB Leipzig hatte der Kapitän von „Kindergarten-Fußball“ gesprochen. Seine erneuten Aussagen konnten deshalb durchaus als gezielte Kritik an den jungen Spielern im Gladbacher Kader verstanden werden.

Sander nimmt die Führungsspieler in die Pflicht

Sander bewertete deren Leistung jedoch grundlegend anders. „Allen jungen Spielern, die heute auf dem Platz standen, mache ich trotzdem ein Kompliment“, sagte der Mittelfeldspieler gegenüber der Bild. Die Talente seien mutig aufgetreten und müssten Fehler machen dürfen.

Verantwortlich seien vielmehr die erfahrenen Spieler. „Wir als Ältere, als Führungsspieler, sind gefordert“, stellte Sander klar. Sie hätten es versäumt, in einem wilden Spiel für die notwendige Ruhe zu sorgen. Auch Eugen Polanski wollte seiner Mannschaft keine fehlende Einstellung vorwerfen. Der Trainer sieht das Problem vor allem in den individuellen Fehlern und kündigte eine schonungslose Videoanalyse an.

Von einem Bruch innerhalb der Gladbach-Kabine kann nach den unterschiedlichen Aussagen nicht gesprochen werden. Auffällig ist allerdings, dass Kapitän, Führungsspieler und Trainer derzeit keine gemeinsame Erklärung für den Fehlstart präsentieren. Vor dem Auswärtsspiel in Freiburg dürfte deshalb nicht nur die sportliche Aufarbeitung im Mittelpunkt stehen.

Impressum des Publishers ansehen