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·13. Juni 2026
Unglaubliche Distanzen: Kaum ein Team muss während der WM weitere Strecken zurücklegen als die Türkei

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·13. Juni 2026

Arizona, Vancouver, Seattle, Los Angeles – die türkische Nationalmannschaft steht bei der WM 2026 nicht nur vor sportlichen Herausforderungen. Auch die Reisestrapazen könnten sich zu einem der größten versteckten Faktoren der Gruppenphase entwickeln. Während einige Nationen ihre Vorrundenspiele in vergleichsweise kompakten Regionen absolvieren, muss die Türkei Tausende Kilometer durch Nordamerika zurücklegen.
Die Mannschaft von Vincenzo Montella hat ihr WM-Hauptquartier im Arizona Athletic Grounds in Mesa (Arizona) aufgeschlagen. Von dort aus geht es immer wieder zu den Spielorten in Kanada und an die amerikanische Westküste. Die Entscheidung für Arizona bringt hervorragende Trainingsbedingungen mit sich, bedeutet aber gleichzeitig enorme Reisebelastungen.
Zum Auftakt trifft die Türkei am 14. Juni in Vancouver auf Australien. Anschließend reist die Mannschaft zum Duell gegen Paraguay nach Seattle, ehe zum Abschluss der Gruppenphase Gastgeber USA in Los Angeles wartet.
Die Entfernungen zwischen dem Basislager und den Spielorten zeigen, wie außergewöhnlich die Situation ist:
Rechnet man allein die Flüge vom Teamquartier zu den Spielorten zusammen, kommt die Türkei bereits auf deutlich mehr als 4.300 Kilometer. Einschließlich Rückreisen, Transfers und logistischer Bewegungen liegt die tatsächliche Belastung nochmals höher.
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Internationale Analysen zur WM 2026 zeigen, dass die Türkei zu den Nationen gehört, die während der Gruppenphase die größten Distanzen zurücklegen müssen. Der Grund dafür liegt in der besonderen geografischen Verteilung der Spielorte zwischen Kanada und den USA sowie der Entscheidung für das Hauptquartier in Arizona.
Während einige Teams ihre Spiele nahezu innerhalb einer Region austragen, pendelt die Türkei zwischen mehreren Zeitzonen und tausenden Kilometern Entfernung. Gerade bei einem Turnier mit nur wenigen Tagen Regenerationszeit zwischen den Spielen kann dies zu einem entscheidenden Faktor werden.
Moderne Nationalteams investieren Millionen in Regeneration, Schlafmanagement und Belastungssteuerung. Lange Flüge, Hotelwechsel und Zeitunterschiede können jedoch selbst die beste Vorbereitung beeinflussen.
Die Türkei wird deshalb nicht nur gegen Australien, Paraguay und die USA antreten. Montellas Mannschaft muss gleichzeitig die körperlichen Herausforderungen eines Turniers bewältigen, das sich über einen gesamten Kontinent erstreckt.
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Die Entscheidung für Arizona wurde bewusst getroffen. Das Klima ähnelt vielen Regionen der USA, die Trainingsanlagen gehören zu den modernsten des Turniers und die Mannschaft kann fernab des großen Medienrummels arbeiten. Genau darin sieht die türkische Delegation ihren Vorteil.
Sollte die Türkei die Gruppenphase überstehen, könnte sich die frühe Gewöhnung an die enormen Distanzen sogar auszahlen. Denn kaum ein anderes Team wird bereits in der Vorrunde so intensiv auf die logistischen Herausforderungen dieser historischen Weltmeisterschaft vorbereitet.
Wenn am Sonntag gegen Australien der erste Ball rollt, beginnt für die Türkei nicht nur die Jagd nach Punkten. Parallel startet auch ein Reisemarathon quer durch Nordamerika. Und genau dieser Faktor könnte am Ende darüber entscheiden, ob die Reise der Türkei bereits nach drei Spielen endet – oder erst im Juli.
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