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·25. Februar 2026

„Unmoralisch und ungeheuerlich“: Bayern-Boss ätzt gegen Spielerberater

Artikelbild:„Unmoralisch und ungeheuerlich“: Bayern-Boss ätzt gegen Spielerberater

Karl-Heinz Rummenigge schlägt Alarm. Angesichts explodierender Summen für Spielerberater fordert der langjährige Vorstandschef des FC Bayern grundlegende Reformen im Transfergeschäft. „Wir brauchen Reformen, weil es in diesem Ausmaß – so wie sich die Dinge finanziell entwickeln – nicht weitergehen kann“, sagte der 70-Jährige in einem Interview der FIFA.

Für Rummenigge steht fest: Der internationale Fußball muss handeln. FIFA, UEFA, Klubs, Ligen und Berater müssten sich „an den Tisch setzen und ganz offen, ehrlich, aber auch korrekt miteinander sprechen“. Ein kompletter Bann von Beratern, wie ihn zuletzt Ex-Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer ins Spiel brachte, sei jedoch keine Lösung. „Das ist für mich eine Nonsens-Geschichte. Man kann sie nicht abschaffen. Sie sind Teil dieses Geschäfts“, stellte Rummenigge klar.


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„Der Einfluss ist mittlerweile ungeheuerlich“

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Foto: IMAGO

Sorge bereitet dem Bayern-Aufsichtsrat vor allem die wachsende Macht der Berater. „Wir geraten immer mehr in Abhängigkeiten von Beratern – und der Einfluss auf Spieler ist mittlerweile ungeheuerlich“, warnte er.

Auch Uli Hoeneß hatte zuletzt eine härtere Gangart angekündigt. Man werde es sich „nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft“, hatte der Ehrenpräsident betont. Der Beitrag der Agenten stehe „zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung“.

Rummenigge wurde noch deutlicher, als es um die finanziellen Dimensionen ging: „Wir haben bei Transferausgaben mittlerweile Zahlungen an Berater, die sind – ich würde mal sagen – unmoralisch.“ Laut FIFA-Angaben hätten Berater im letzten Transferfenster weltweit 1,37 Milliarden Dollar eingenommen. „Dieses Geld ist nicht mehr im Fußball-Kreislauf, sondern es ist weg“, kritisierte Rummenigge.

„Wie ein Rattenrennen“

Die aktuelle Entwicklung am Transfermarkt beschreibt der frühere Weltklasse-Stürmer als völlig überhitzt. „Wir sind alle ein Stück weit, ich nenne es mal ,verrückt‘ am Transfermarkt. Es ist wie ein Rattenrennen, das da mittlerweile stattfindet“, sagte er.

Klubs seien offenbar bereit, nahezu jeden Preis zu zahlen, um gewünschte Spieler zu verpflichten – oder jene, von denen man sich sportlichen Erfolg verspreche. Genau diese Spirale treibe die Kosten immer weiter nach oben.

Für Rummenigge ist klar: Ohne strukturelle Anpassungen droht der Markt weiter zu eskalieren. Abschaffen lasse sich das Beraterwesen nicht – aber regulieren sehr wohl.

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