RB Leipzig
·10. Juni 2026
Unsere WM-Spuren: Rote Bullen im Deutschland-Trikot

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·10. Juni 2026

Einmal das eigene Land bei einer Weltmeisterschaft vertreten, größer wird die Bühne kaum. Seit 2018 schreiben auch Profis von RB Leipzig ihre deutschen WM-Momente.
Ab Sonntag geht die Geschichte weiter. Zum dritten Mal in Folge stehen Spieler der Roten Bullen für Deutschland bei einer WM im Fokus. Ein Blick zurück zeigt: Drei RBL-Profis haben in den vergangenen Turnieren bereits Spuren hinterlassen.

Die Premiere feierte Timo Werner bei der WM 2018 in Russland. Der damalige RBL-Stürmer stand in allen drei Gruppenspielen in der Startelf und brachte genau das ein, was ihn schon bei den Roten Bullen ausgezeichnet hatte: Geschwindigkeit und Läufe hinter die letzte Linie.
Sein stärkster Moment kam beim zweiten Gruppenspiel gegen Schweden. Nach der Pause rückte Werner vermehrt auf die linke Angriffsseite und gab dem deutschen Spiel dort deutlich mehr Dynamik. Mit seinem Tempodribbling leitete er den Ausgleich von Marco Reus ein, in der Nachspielzeit holte er zudem den Freistoß heraus, den Toni Kroos zum 2:1-Siegtreffer verwandelte.
Auch wenn das Turnier für Deutschland bitter in der Gruppenphase endete, blieb Werners WM-Auftritt ein besonderer RBL-Moment: Er war der erste Leipziger Profi, der Deutschland bei einer Weltmeisterschaft vertrat.

Vier Jahre nach Timo Werner stand David Raum bei der WM 2022 in Katar im Fokus und stand bei allen drei Spielen in der Startelf. Der heutige RBL-Kapitän krönte seinen rasanten Aufstieg mit seiner ersten Weltmeisterschaft und fand sich plötzlich in einer Kabine mit WM-Siegern wieder, die er wenige Jahre zuvor noch vor dem TV verfolgt hatte.
„Ich kannte sie nur aus dem Fernsehen – jetzt haben wir sogar unseren Helden aus Brasilien, Götze ist zurückgekommen. Das ist eine Ehre für mich“, sagte David damals im Interview mit der spanischen Zeitung Marca.
Zum Auftakt gegen Japan stand er direkt in der Startelf und setzte über links früh Akzente. Mit einem energischen Vorstoß holte er den Elfmeter heraus, den Ilkay Gündogan zur 1:0-Führung verwandelte. Am Ende kippte die Partie trotzdem noch, Deutschland verlor 1:2 und stand früh unter Druck.
Im zweiten Gruppenspiel gegen Spanien war dann weniger Spektakel, dennoch hielt das 1:1 gegen den Mitfavoriten Deutschland im Turnier. Gegen Costa Rica brauchte das DFB-Team zum Abschluss zwingend einen Sieg und wieder war Raum früh beteiligt. Seine Flanke auf Serge Gnabry brachte das 1:0, Deutschland gewann am Ende 4:2. Weil Japan parallel gegen Spanien siegte, reichte es trotzdem nicht fürs Achtelfinale.
Das bittere Aus hat David noch im Hinterkopf. Umso größer ist jetzt die Vorfreude auf den zweiten Versuch: „Der kleine Junge in mir, der damals auf dem Bolzplatz die WM nachgespielt hat, darf jetzt wieder zur Weltmeisterschaft reisen.“

An Raums Seite stand 2022 mit Lukas Klostermann ein zweiter RBL-Profi im deutschen Kader. Nach einer schweren Verletzung hatte es die Nummer 16 der Roten Bullen mit einer Punktlandung noch ins Aufgebot geschafft.
Seine Rolle bekam Klosti vor allem in den engen Momenten des Turniers. Gegen Spanien kam er in der Schlussphase in die Partie. Deutschland lag zu diesem Zeitpunkt zurück, kämpfte sich durch Niclas Füllkrug zurück und hielt mit dem 1:1 die Chance auf das Weiterkommen am Leben.
Auch gegen Costa Rica war Klosti gefragt. Zur Pause kam er in die Partie, übernahm die rechte Seite und brachte defensive Ordnung in ein Spiel, das zwischenzeitlich komplett zu kippen drohte. Für eine längeren Phase im Spiel standen damit beide Außenverteidigerseiten unter RBL-Flagge: Raum links, Klostermann rechts.

Jetzt wartet die nächste Chance: Bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko sind mit David Raum und Assan Ouédraogo erneut zwei RBL-Profis für Deutschland dabei.
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