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·19. April 2026

Unzufrieden nach erneuter Pleite: BVB kämpft gegen den Schlendrian

Artikelbild:Unzufrieden nach erneuter Pleite: BVB kämpft gegen den Schlendrian

Lars Ricken sprach extrem leise. Mit dem ausgelassen kickenden Sohn von Andrej Kramaric im Hintergrund war der Sport-Geschäftsführer von Borussia Dortmund nur schwer zu verstehen. Und dennoch machte der Boss nach dem erneut schwachen Auftritt beim 1:2 (0:1) bei der TSG Hoffenheim in Richtung seiner Profis deutlich, dass er so gar nichts davon hält, die Bundesliga-Saison austrudeln zu lassen.

„Unser klares Ziel ist Tabellenplatz zwei. Wir wollen mit so vielen Siegen wie möglich rausgehen“, sagte Ricken im Anschluss an die zweite Niederlage in Folge und die erste Auswärtspleite nach zehn ungeschlagenen Partien in der Fremde: „Wir sollten in den letzten vier Spielen zeigen, dass wir mit allem, was wir haben, gewinnen wollen. Wir wollen mit einem guten Gefühl aus der Saison gehen.“


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Wie schon bei der jüngsten Niederlage gegen Bayer Leverkusen (0:1) möchten das scheinbar nicht alle mit der letzten Entschlossenheit. Im Gefühl der fast schon sicheren Qualifikation für die Champions League – bei zehn Punkten Vorsprung auf den Fünften aus Hoffenheim – lässt es der BVB offensichtlich schleifen, das ließ die Vorstellung in Sinsheim jedenfalls vermuten.

Dortmund will sich wieder fangen

„Das war kein schöner Nachmittag“, gestand Ricken ein und sprach von einer „trügerischen Sicherheit“. Obwohl es „bitter“ sei, „mit zwei Elfmetern zu verlieren, haben wir unsere eigenen Themen“, sagte der Ex-Profi: „Wir brauchen nicht auf den Schiedsrichter zu zeigen. Wir sind schon enttäuscht. Wir hätten von Anfang an mehr Mut zeigen können.“

Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Sinsheimer Arena machte Kramaric den Unterschied zugunsten der Kraichgauer. Der kroatische TSG-Star traf zweimal per Handelfmeter (42./90.+8) für die Hoffenheimer, die sich nach vier Partien ohne Sieg im Kampf um den Einzug in Königsklasse zurückmeldeten. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch den eingewechselten Serhou Guirassy (87.) war zu wenig für die Gäste.

Immerhin gewann Ricken wichtige Erkenntnisse mit Blick auf die personelle Ausrichtung für die kommende Saison. „Wir wissen, wo wir hin wollen. Ein paar Entscheidungen haben wir schon getroffen“, erklärte der 49-Jährige: „Wir haben einen klaren Plan. Der wird immer wieder bestätigt – im Positiven wie im Negativen.“

Extrem negativ lief es am Samstag für einen Profi, der die Westfalen sicher verlassen wird. Die Saison von Niklas Süle ist wahrscheinlich vorzeitig beendet. Der Verteidiger erlitt bei seinem Ex-Klub offenbar eine schwere Knieverletzung. Der 30-Jährige hatte in seiner bisherigen Karriere bereits mit zwei Kreuzbandrissen zu kämpfen.

Süle war ohne Fremdeinwirkung gegen Ende der ersten Halbzeit bei einer Defensivaktion ausgerutscht und musste anschließend vom Platz. Zu allem Überfluss spielte der frühere Nationalspieler, dessen Vertrag vom BVB nicht verlängert wurde, in dieser Szene den Ball mit der Hand und verursachte so den ersten Strafstoß gegen Dortmund.

Spätestens ab dann war es für Ricken kein schöner Nachmittag mehr.

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