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·5. Juli 2026
USA vor WM-Viertelfinale gegen Belgien: FC Augsburg Flop Pepi als Amerikas Hoffnungsträger?

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·5. Juli 2026

Die USA stehen im Viertelfinale gegen Belgien vor einem empfindlichen Ausfall. Ausgerechnet Folarin Balogun, bislang der wichtigste Mann im Team, fehlt rotgesperrt. Nun rückt Ricardo Pepi in den Mittelpunkt, der beim FC Augsburg einst völlig enttäuschte und in der Bundesliga als Rekord-Flop in Erinnerung blieb.
US-Stürmer Ricardo Pepi jagt dem Ball im WM-2026-Gruppenspiel der Gruppe D zwischen den USA und Australien hinterher. Die Partie fand am 19. Juni 2026 im Seattle Stadium in Seattle, Washington, statt. (Jamie Squire / Getty Images North America via Getty Images)
USA - Belgien1/8
Di 07.07. · 02:00 Uhr · ARD
In Seattle hinterließ Mauricio Pochettino schon vor dem Spiel einen souveränen Eindruck. Im Baseball-Stadion der Mariners gegen die Toronto Blue Jays vollführte der argentinische Nationaltrainer den zeremoniellen First Pitch mit bemerkenswerter Sicherheit. Die Fans spendeten Beifall, die US-Auswahl auf dem Feld ebenfalls. Vielleicht, weil alle hoffen, dass Pochettino auch sportlich das passende Händchen beweist.
Denn die Aufgabe ist ohnehin groß genug. Im WM-Achtelfinale gegen ein wiedererstarktes Belgien wartet am Dienstag um 2.00 Uhr MESZ die nächste hohe Hürde, live zu sehen in der ARD und bei MagentaTV. Gleichzeitig sind die Erwartungen in einem Land, das plötzlich fußballverrückt wirkt, enorm. Ohne Balogun muss Pochettino nun den Schlüsselspieler ersetzen, der mit drei Treffern, viel Tempo und kreativen Aktionen zum Antreiber geworden war.
Der naheliegende Kandidat heißt Ricardo Pepi. Der 23 Jahre alte Angreifer, den sie in den USA wegen seines Tempos „El Tren“, also der Zug, nennen, stammt aus El Paso an der amerikanisch-mexikanischen Grenze. In Deutschland verbindet man seinen Namen vor allem mit dem missglückten Kapitel beim FC Augsburg. Anfang 2022 wechselte Pepi als 18-Jähriger vom FC Dallas in die Bundesliga, kostete den FCA 16 Millionen Euro und blieb damit bis heute der teuerste Einkauf des Vereins.
Sportlich platzte das Experiment früh. Nach nur einem halben Jahr und 16 Partien ohne Torbeteiligung war Pepi schon wieder weg. In Erinnerung blieb außerdem ein absurd wirkendes und offenkundig falsches Zitat, wonach FCA-Coach Markus Weinzierl ihn unter der Dusche angepinkelt habe, weil das „dazu gehöre“.
In den Vereinigten Staaten hat dieses Kapitel entweder kaum jemand wahrgenommen oder längst abgehakt. Denn Pepi hat sich inzwischen spürbar entwickelt. Für die PSV Eindhoven erzielte er in der vergangenen Saison starke 19 Treffer in 34 Einsätzen. Auch deshalb schwärmt Pochettino von seinem Stürmer. Der US-Coach bezeichnete Pepi zuletzt als einen „Killer“ und als „den Stürmer mit dem besten Torinstinkt in der US-Nationalmannschaft“. Zudem bescheinigte er ihm „eine unglaubliche Fähigkeit, Chancen zu kreieren und Tore zu schießen“.
Ganz eindeutig ist die Entscheidung dennoch nicht. Pepi ist als Strafraumstürmer ein anderer Spielertyp als Balogun, der mit Tempo, Physis und Tiefenläufen hinter die gegnerische Abwehrkette glänzt. Haji Wright käme dieser Rolle eher nahe. Dennoch spricht vieles für Pepi, auch weil er in allen vier WM-Partien bereits eingesetzt wurde und Pochettino sichtbar auf ihn baut.
Pepi selbst will in diesem Moment abliefern. Er sagte, er wolle einfach, „dass die Menschen mein Spiel genießen und spüren, dass ich mich diesem Team und diesem Land verpflichtet fühle“. Außerdem betonte er, er sei heute „ein ganz anderer Spieler“ als noch vor vier Jahren. Damals scheiterte er in Augsburg und wurde kurz vor der WM 2022 sogar aus dem US-Kader gestrichen.
Schon damals, meinte Kapitän Christian Pulisic später, hätte Pepi es „verdient gehabt“, dabei zu sein. Jetzt aber sei seine „Zeit gekommen“.







































